09. Januar 2022 / 14:18 Uhr

Corona-Lage, Favoriten und Top-Stars: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Afrika-Cup

Corona-Lage, Favoriten und Top-Stars: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Afrika-Cup

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mohamed Salah und Sadio Mané (rechts) zählen zu den Top-Stars des Afrika Cups.
Mohamed Salah und Sadio Mané (rechts) zählen zu den Top-Stars des Afrika Cups. © IMAGO/Xinhua/Getty (Montage)
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Salah, Mahrez, Mané: Viele Spieler europäischer Top-Klubs fiebern auf den Afrika-Cup hin. Das Turnier startet an diesem Sonntag in Kamerun. Der SPORTBUZZER beantwortet vorab die wichtigsten Fragen zum Wettbewerb.

Der Afrika-Cup 2022 findet zum zweiten Mal nach 1972 in Kamerun statt. Gespielt wird in den Städten Yaoundé (zwei Stadien), Bafoussam, Douala, Garoua und Limbe (jeweils ein Stadion). Das Eröffnungsspiel soll der Gastgeber an diesem Sonntag (17 Uhr) gegen Burkina Faso bestreiten. Das Finale ist für den 6. Februar im 60.000 Plätze großem Stade Paul Biya in Yaoundé geplant. Die wichtigsten Fragen zum Turnier.

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Welche Teams gehen als Favoriten an den Start?

Senegal und Cup-Verteidiger Algerien zählen zu den großen Titelaspiranten. Aber auch Ägypten, Tunesien, Nigeria und Marokko rechnen sich gute Chancen aus.

Welche Stars sind beim Afrika-Cup mit dabei?

Vom FC Liverpool kommen mit Mohamed Salah (Ägypten), Sadio Mané (Senegal) und Naby Keïta (Guinea) gleich drei Topspieler. Viele andere Spitzenklubs müssen nur den Ausfall eines Spielers verkraften. Beispiele: Von Paris Saint-Germain ist Achraf Hakimi (Marokko) mit dabei, vom AC Mailand Franck Kessié (Elfenbeinküste), von Manchester City Riyad Mahrez (Algerien) und vom FC Chelsea Edouard Mendy (Senegal).

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Welche Bundesliga-Profis zählen zu den Cup-Teilnehmern?

Bayer Leverkusen, RB Leipzig und der FC Bayern stellen jeweils zwei Cup-Teilnehmer. Von der Werkself kommen Edmond Tapsoba (Burkina Faso) und Odilon Kossounou (Elfenbeinküste) zum Einsatz. Von den Sachsen sind Amadou Haidara und Ilaix Moriba (Guinea) mit dabei. Der deutsche Rekordmeister stellt Eric Maxim Choupo-Moting (Kamerun) und Bouna Sarr (Senegal) ab. Zudem sind Borussia Mönchengladbachs Ramy Bensebaini (Algerien), Union Berlins Taiwo Awoniyi (Nigeria), Hoffenheims Diadié Samassékou (Mali), Kölns Ellyes Skhiri (Tunesien), Stuttgarts Omar Marmoush (Ägypten) und Frankfurts Aymen Barkok (Marokko) dabei.

Wie ist die Corona-Situation beim Afrika-Cup?

Die Turnierausrichtung gilt besonders aufgrund der Omikron-Welle als umstritten. Die Vereine, die sich um ihre Spieler sorgen, haben aber bei der Nominierung nichts in der Hand – es gilt die Abstellungspflicht. Es gibt Befürchtungen, dass das Turnier von Corona-Fällen überschattet werden wird, da nur knapp 3 Prozent der Bevölkerung in Kamerun vollständig geimpft sind. Beim senegalesischen Nationalteam sorgte ein Corona-Ausbruch für eine verspätete Anreise. Kurz vor Turnier-Start wurde auch Gabuns Kapitän Pierre-Emerick Aubameyang bei seiner Ankunft in Kamerun positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Wie geht der Verband mit Corona-Fällen um?

Die Teams beim Afrika-Cup müssen bei vielen Corona-Fällen in der Mannschaft improvisieren. Der Verband präzisierte unmittelbar vor dem Auftaktspiel zwischen Gastgeber Kamerun und Burkina Faso noch mal die Modalitäten, sollte es zu mehreren positiven Tests in einer Auswahl kommen. Anders als in der Bundesliga, wo mindestens 16 Spieler aus dem Kader negativ getestet sein müssen, bevor eine Partie verlegt werden kann, sind es bei dem Kontinental-Turnier nur elf Akteure. Das Spiel würde aber auch nicht neu angesetzt, sondern mit einer 0:2-Niederlage für die betroffene Mannschaft gewertet. In "Ausnahmefällen" behalte sich das Organisationskomitee des Afrika-Cups eine geeignete Entscheidung vor, hieß es weiter. Sollten derweil in einer Mannschaft auch alle Torhüter wegen eines positiven Corona-Tests ausfallen, muss ein Feldspieler ins Tor.

Wo werden die Spiele im TV und Stream übertragen?

Alle Partien des Afrika Cups übertragt der Pay-TV-Kanal Sportdigital. Der Sender ist auch über den Streamingdienst DAZN abrufbar. Die Partien werden dort mit deutschem Kommentar live gezeigt. Mit englischem Kommentar streamt "OneFootbal" die Spiele in Deutschland und in Österreich.