21. Oktober 2020 / 11:38 Uhr

Nach Corona-Infektion bei Gnabry: Spieler des FC Bayern erneut getestet - Anschwitzen findet statt

Nach Corona-Infektion bei Gnabry: Spieler des FC Bayern erneut getestet - Anschwitzen findet statt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wurde positiv auf das Coronavirus getestet: Serge Gnabry.
Wurde positiv auf das Coronavirus getestet: Serge Gnabry. © Sebastian Widmann/Getty Images
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Trotz der Corona-Infektion von Serge Gnabry haben die Spieler des FC Bayern am Mittwochvormittag gemeinsam das Anschwitzen vor dem Spiel gegen Atletico Madrid bestritten. Zuvor wurden alle Spieler noch einmal auf Corona getestet.

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Es war ein herber Schlag für den FC Bayern! Am Dienstagabend wurde bekannt, dass Offensivspieler Serge Gnabry sich mit dem Coronavirus infiziert hat. Das Champions-League-Spiel gegen Atletico Madrid am Abend soll dennoch stattfinden. Auch, weil es die UEFA-Regularien zulassen. Fraglich ist, ob ein Spieler zu engen Kontakt mit Gnabry hatte, da das Testergebnis erst nach dem Abschlusstraining am Dienstag bekanntgegeben wurde. Auf Bildern ist zu sehen, wie der deutsche Nationalspieler eine Dehnübung mit David Alaba machte.

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Allerdings: Am Mittwochvormittag mussten sich alle Spieler des FC Bayern noch einmal auf das Coronavirus testen lassen. Bis 15 Uhr sollen die Ergebnisse vorliegen - ansonsten müsse laut UEFA das Spiel abgesagt werden. In den Bus zum Stadion dürfen dann nur die Spieler steigen, die auch wirklich einen negativen Befund vorlegen können. Kurios deshalb: Direkt nach dem Test bestritten die Spieler gemeinam das obligatorische Anschwitzen vor dem Spiel am Abend. Eigentlich wurde davon ausgegangen, dass es in der normalen Form ausfällt.

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Nach Einschätzung des Virologen Jonas Schmidt-Chanasit kann der Champions-League-Auftakt des FC Bayern gegen Atlético Madrid trotz der Corona-Infektion von Gnabry am Mittwoch (21 Uhr/So könnt ihr das Spiel live sehen!) stattfinden. "Mit einer regelmäßigen Testung, jeden Tag, kann man ausschließen, dass dort ein infektiöser Spieler teilnimmt. So lange alle negativ bleiben, kann man mit einer täglichen Testung ausschließen, dass dort Infektionen stattfinden", sagte Schmidt-Chanasit vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin dem Sender Sky in einem Interview am Dienstagabend.

Positive Corona-Tests innerhalb einer Mannschaft führen nicht zwangsläufig zu Spielabsagen. Stehen mindestens 13 Spieler zur Verfügung (einschließlich mindestens einem Torhüter), muss die Partie am geplanten Termin ausgetragen werden. Verhindert würde dies allerdings beispielsweise durch die Anordnung einer Quarantäne für die gesamte Mannschaft durch die Behörden. Eine Aussage vom zuständigen Referat für Gesundheit und Umwelt in München gab es zunächst nicht. Die Austragung des Spiels am Mittwoch soll nach dpa-Informationen nach aktuellem Stand aber nicht gefährdet sein. Es sei denn, bis 15 Uhr liegen keine negativen Tests vor.


Die UEFA-Regeln und die Vorgaben der Deutschen Fußball Liga für den Bundesliga-Spielbetrieb besagen ohnehin, dass der Kontakt zwischen den Profis auch vor den Partien so kurz wie möglich ausfällt. "Um die Auswirkungen eines positiven Tests eines Spielers oder Mitglieds des Betreuerstabs so gering wie möglich zu halten, muss jede Mannschaft für die Mitglieder ihres Testpools ein striktes Contact-Tracing-Programm umsetzen", schreibt die UEFA vor. Die Kontakte zwischen Personen innerhalb der Gruppe müssten "genau festgehalten werden, so zum Beispiel die Sitzplätze bei Flug-/Busreisen, beim Essen bzw. Kontakte während der Trainings, bei der medizinischen Versorgung oder im sozialen Bereich".