12. November 2020 / 17:59 Uhr

Corona: Juri Knorr mit "schweren Symptomen" - GWD Minden in Quarantäne

Corona: Juri Knorr mit "schweren Symptomen" - GWD Minden in Quarantäne

Uwe Kläfker
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
ARCHIV - 01.11.2020, Schleswig-Holstein, Kiel: Handball: Bundesliga, THW Kiel - GWD Minden, 6. Spieltag. Mindens Juri Knorr wärmt sich vor dem Spiel auf. (zu dpa Corona-Alarm im Handball: Dritter Nationalspieler positiv) Foto: Frank Molter/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Juri Knorr kehrt mit dem Coronavirus von seinem Länderspieldebüt zurück. Nun muss die gesamte Mannschaft in Quarantäne. © dpa
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Das Bundesligaspiel von GWD Minden gegen den Bergischen HC wird heute Abend nicht stattfinden. Nach einem positiven Coronatest von Juri Knorr muss die gesamte Mannschaft in Quarantäne.

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Juri Knorr wird seine ersten beiden Länderspiele wohl so schnell nicht vergessen, denn seit gestern Mittag steht fest: Der Nationalspieler des Handball-Bundesligisten GWD Minden hat sich mit dem Covid-19-Virus infiziert. Die für gestern Abend angesetzte Partie der Mindener gegen den Bergischen HC wurde daraufhin abgesetzt, denn Knorr hatte am Mittwoch am GWD-Abschlusstraining der Mannschaft teilgenommen. Der junge Rückraumspieler leidet laut Aussage von Mindens Sport-Geschäftsführer Frank von Behren an „schweren Symptomen“.

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GWD sei im engen Austausch mit dem zuständigen Gesundheitsamt. Im Zuge dessen sei dem Bundesligisten eine 14-tägige Quarantäne des gesamten Profikaders inklusive Trainer Frank Carstens auferlegt worden. „Das ist natürlich ein großer Schock für uns“, erklärte von Behren, „wir sind bis heute davon ausgegangen, dass Juri sich nicht im Rahmen der Nationalmannschaftsreise infiziert hat. Wir wünschen Juri gute Besserung, die Gesundheit der Spieler steht an erster Stelle.“ Nach der Rückkehr vom Länderspiel in Estland war Knorr zwei Tage in häusliche Quarantäne und laufend Corona-Tests unterzogen worden.

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Nationalspieler Hendrik Pekeler vom THW Kiel hatte vor den Spielen der Nationalmannschaften große Bedenken geäußert. Danach werde man im Handball noch mehr Fälle haben. Der Kreisläufer des Deutschen Meisters sollte recht behalten. Trotz größter Vorsichtsmaßnahmen und zahlreicher Tests vor und nach den Spielen gegen Bosnien-Herzegowina und in Estland hatte sich zuerst der Stuttgarter Nationalkeeper Johannes Bitter mit Covid-19 infiziert, es folgte der ehemalige Mindener und jetzige Berliner Marian Michalczik. „Der DHB hatte ein gutes Hygiene-Konzept und alles Mögliche dafür getan, dass wir die Lehrgangswoche so gut wie möglich bestreiten konnten“, sagte Pekeler gegenüber dem Sender Sky. Es sei deshalb schleierhaft, „woher die positiven Fälle kommen.“

Axel Kromer, Vorstand Sport des Deutschen Handballbundes, kündigte gestern eine umfassende Analyse an.
Damit dürfte sicher sein, dass auf die Mindener Profis eine längere Pause wartet. Bereits am Sonntag müsste GWD in Coburg spielen, am Samstag, 21. November, gegen die Rhein-Neckar Löwen. Fünf Tage später folgt das Auswärtsspiel in Ludwigshafen. Auch diese Partie ist durch die Anordnung der Quarantäne und der kurzen Vorbereitungszeit stark gefährdet. Realistisch dürfte eine Rückkehr zum Spielbetrieb im Heimspiel gegen TUSEM Essen sein, dass am Donnerstag, 3. Dezember, angesetzt ist.