15. April 2020 / 19:14 Uhr

Corona-Konferenz: Bundesliga-Geisterspiele laut Markus Söder noch "kein Thema"

Corona-Konferenz: Bundesliga-Geisterspiele laut Markus Söder noch "kein Thema"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Laut Bayerns Ministerpräsident Markus Söder waren Geisterspiele in der Corona-Konferenz noch kein Thema.
Laut Bayerns Ministerpräsident Markus Söder waren Geisterspiele in der Corona-Konferenz noch kein Thema. © imago images/Sven Simon/dpa/Montage
Anzeige

Geisterspiele in der Bundesliga? Die Konferenz von Bund und Ländern zur Corona-Krise hat sich mit der Möglichkeit von Geisterspielen noch nicht weitergehend beschäftigt. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kündigt jedoch an, dass diese "demnächst" zum Thema werden.

Anzeige

Die Konferenz von Bund und Ländern zur Coronavirus-Krise hat für den deutschen Profi-Fußball nur wenig Erkenntnisse gebracht. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten einigten sich am Mittwoch zwar auf die Verlängerung des generellen Verbots von Großveranstaltungen bis mindestens zum 31. August. Betroffen sind davon in jedem Fall auch Sportereignisse mit Zuschauern - ob oder wo in der Bundesliga und 2. Liga Geisterspiele stattfinden dürften, blieb aber offen.

Mehr vom SPORTBUZZER

"Die Bundesliga war kein Thema", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Merkel und verwies auf die laufenden Gespräche bei der DFL. "Ob und in welcher Form Geisterspiele möglich sind", werde "sicherlich demnächst" zum Thema werden.

Erkennst du dein Bundesliga-Stadion?

Erkennst du dein Bundesliga-Stadion? Zur Galerie
Erkennst du dein Bundesliga-Stadion? ©

Ministerpräsident Söder kündigt an: Bayern wird Lockerungen "vorsichtiger" angehen

Konkrete Regelungen, etwa zur Größe von Großveranstaltungen, sollen von den Länder getroffen werden, deren Regierungen wohl am Donnerstag tagen werden. Söder kündigte an, sein Bundesland werde die Lockerungen teils "vorsichtiger" und "zurückhaltender" angehen.

Zuletzt war von rund 240 Personen die Rede, die bei Bundesliga-Geisterspielen im Stadion sein müssten. Die 36 Profi-Vereine der DFL werden am 23. April bei einer Mitgliederversammlung, die ursprünglich für diesen Donnerstag vorgesehen war, das weitere Vorgehen beraten. Bislang ist das erklärte Ziel, die derzeit bis mindestens zum 30. April ausgesetzte Saison mit Hilfe von Geisterspielen bis zum 30. Juni abschließen zu wollen.

DFL-Boss Seifert: "Im Moment kämpfen wir alle ums Überleben"

Zuletzt betonte DFL-Boss Christian Seifert, dass der mögliche Neustart der Bundesliga im Mai nicht auf Kosten des Gesundheitssystems erfolgen werde. "Es wird nicht der Fall sein, dass auch nur eine Ärztin, ein Arzt, eine Krankenschwester oder ein Krankenpfleger, die für das System wirklich relevant sind, nicht getestet werden kann, weil Fußballspieler getestet werden müssen", so der Seifert gegenüber der New York Times. "Das Konzept ist, den Spielern, deren Familien und auch der Gesellschaft Sicherheit zu geben", sagte Seifert, der wiederholte, dass ein Abbruch der Saison schwerwiegende Konsequenzen hätte. "Im Moment kämpfen wir alle ums Überleben." Die Hälfte der Vereine in der 2. Liga wäre im Falle eines Abbruchs in akuter Insolvenzgefahr.