22. März 2020 / 22:07 Uhr

Corona-Krise: DFB-Star Rüdiger wütet gegen "ignorante" und "verantwortungslose" Menschen

Corona-Krise: DFB-Star Rüdiger wütet gegen "ignorante" und "verantwortungslose" Menschen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Chelsea-Innenverteidiger Antonio Rüdiger ärgert es, dass viele Menschen die Verhaltensregeln in Coronavirus-Zeiten missachten.
Chelsea-Innenverteidiger Antonio Rüdiger ärgert es, dass viele Menschen die Verhaltensregeln in Coronavirus-Zeiten missachten. © imago images/Sportimage
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Die Coronavirus-Krise sorgt auch im englischen Fußball für Stillstand. Die Spieler des FC Chelsea befinden sich wegen des positiven Tests von Callum Hudson-Odoi in Quarantäne. Im "Kicker"-Interview hat der deutsche Nationalspieler Antonio Rüdiger nun verurteilt, dass noch viele Menschen die Warnungen vor dem Virus missachten.

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Fast 25.000 Infizierte – und schon 93 Todesfälle, Stand Sonntagabend. Die Coronavirus-Pandemie macht Deutschland zu schaffen. Und doch sind trotz neuer Beschränkungen und aller Warnungen, wegen des hoch ansteckenden Virus zu Hause zu bleiben, immer wieder Menschenansammlungen in Städten zu sehen. Antonio Rüdiger kann das nicht verstehen. Der deutsche Nationalspieler hat im Interview mit dem Kicker seiner Wut Luft gemacht: "Das ist ignorant und verantwortungslos! Ich habe in den sozialen Netzwerken einige Fotos aus deutschen Innenstädten gesehen und habe mir nur an den Kopf gefasst", sagte der 27 Jahre alte Profi des FC Chelsea.

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Das Coronavirus kann vor allem für ältere Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen gefährliche Ausmaße annehmen. Deshalb ist Rüdiger auch so wütend auf die, die die Warnungen ignorieren: "Es gibt scheinbar sehr viele, zu viele Menschen, die nicht verstehen, dass sie persönlich vielleicht nicht stärker gefährdet sind, aber sehr wohl Menschen in ihrem Umfeld – und damit dann leichtfertig umgehen. Das ist einfach nur egoistisch", so Rüdigers klare Meinung.

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Rüdiger: Kimmich und Goretzka wegen #WeKickCorona "Ehrenmänner"

Der DFB-Innenverteidiger kann aktuell wie alle Fußballer seinen Beruf nicht ausüben. Wie die Bundesliga pausiert auch die Premier League – richtigerweise, wie Rüdiger findet. Möglicherweise könnte diese Pause sogar noch bis zum 1. Juni andauern. Rüdiger könnte aktuell aber ohnehin nicht spielen. Wegen des positiven Corona-Tests seines Teamkollegen und ehemaligen Bayern-Wunschspielers Callum Hudson-Odoi befindet sich der Ex-Stuttgarter wie die komplette Mannschaft in Quarantäne. "Im ersten Moment war ich natürlich kurz erschrocken. Zumal Callum auch einer meiner engsten Freunde im Team ist. Aber er hatte uns allen persönlich gleich Entwarnung gegeben, dass es ihm so weit gut geht", berichtet Rüdiger über Hudson-Odoi.

In Zeiten wie diesen komme es auf Solidarität an, so Rüdiger eindringlich: "Ich finde es wichtig, dass wir Fußballer unsere Reichweite nutzen, um die Botschaften der Gesundheitsexperten zu bekräftigen. Aber natürlich müssen diesen Worten dann auch Taten folgen. So wie mit der Spendenaktion", sagte der Defensiv-Mann und verwies damit auf die 2,5-Millionen-Euro-Spende der deutschen Nationalmannschaft für Corona-Bedürftige und die Spenden-Aktion #WeKickCorona der beiden Bayern-Spieler Leon Goretzka und Joshua Kimmich, die Rüdiger als "Ehrenmänner" bezeichnete.