02. April 2020 / 14:34 Uhr

Wie Klostermann, Ginter, Ulreich und Co.: Bundesliga-Profis setzen in Zeiten der Corona-Krise auf Studium

Wie Klostermann, Ginter, Ulreich und Co.: Bundesliga-Profis setzen in Zeiten der Corona-Krise auf Studium

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wegen der Corona-Krise denken Fußball-Profis zunehmend an ein Studium und nehmen sich dabei Hochschulabsolventen wie Klostermann, Ginter und Ulreich zum Vorbild.
Wegen der Corona-Krise denken Fußball-Profis zunehmend an ein Studium und nehmen sich dabei Hochschulabsolventen wie Klostermann, Ginter und Ulreich zum Vorbild. © dpa/Imago Images/Montage
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Die fortschreitende Coronavirus-Pandemie regt auch die Fußball-Stars zum Nachdenken an. Wie eine ARD-Recherche ergab, sind Bundesliga-Profis zunehmend darauf aus, sich durch ein Studium neben dem Sport ein zweites Standbein aufzubauen.

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Die Corona-Krise bewegt einige der derzeit "beschäftigungslosen" Bundesliga-Spieler offenbar zur Erweiterung ihres außer-fußballerischen Horizonts. Nach Informationen der ARD-Radio-Recherche Sport forcieren viele Kicker derzeit ihr Fernstudium, einige beginnen jetzt zu studieren. Die meisten studieren im Bereich Sportmanagement. Weil bis mindestens 30. April keine Spiele in den deutschen Profi-Ligen stattfinden, nutzen nach den ARD-Recherchen viele die freie Zeit, um online Prüfungen nachzuholen oder Hausarbeiten für ihr Fernstudium zu erledigen.

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So studiert RB Leipzigs Nationalspieler Lukas Klostermann (23) Wirtschaftswissenschaften, während Gladbachs Weltmeister Matthias Ginter (26) bereits im März 2018 sein Studium zum zertifizierten Sportmanager ebenso erfolgreich abschloss wie im September 2017 FC Bayern Münchens Torhüter Sven Ulreich (31).

Positiver Hochschul-Trend zu beobachten

An der privaten Düsseldorfer Hochschule für Management IST in Düsseldorf sollen aktuell rund 200 Fußball-Profis eingeschrieben sein, darunter 25 Erstligaspieler. Auch andere Hochschulen wie die ESM Academy in Nürnberg, wo Ginter und Ulreich ihren Abschluss machten, bestätigen der ARD-Radio-Recherche Sport den Trend. Auch Niklas Lomb (26), Keeper von Bayer Leverkusen, studiert an der IST Düsseldorf, um sich "ein zweites Standbein aufzubauen. Um nach der Karriere gute Chancen zu haben, in den Job einzusteigen. Und jetzt, in so einer Phase, wo der Ligabetrieb, Spiel- und Trainingsbetrieb größtenteils stillsteht, wird das ganze nochmal präsenter", sagte er.

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Finnbogason möchte "Fußball und Business verbinden"

Unabhängig von der Corona-Krise setzen wohl immer mehr Fußball-Profis auf ein Studium nebenbei. Augsburgs Stürmer Alfred Finnbogason absolviert nach seinem Sportmanagement-Studium nun ein zweites in Betriebswirtschaftslehre. Er wolle auf das Leben danach vorbereitet sein. "Wenn ich Fußball und Business verbinden könnte, wäre mir das am liebsten", sagte der 31-jährige Isländer.

Nach einer Umfrage der ARD-Radio-Recherche Sport unter den 56 Clubs der Ersten bis 3. Liga hat Zweitligist Jahn Regensburg die meisten Studenten. Elf der 27 Kader-Spieler studieren aktuell, sechs weitere haben ein abgeschlossenes Studium bzw. eine Berufsausbildung.