23. März 2020 / 06:52 Uhr

Corona-Krise: Kanada schickt keine Sportler zu Olympischen Spielen - Ruderer Koch für Verschiebung

Corona-Krise: Kanada schickt keine Sportler zu Olympischen Spielen - Ruderer Koch für Verschiebung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wegen der weltweiten Corona-Pandemie will Kanada keine Sportler zu den Olympischen Sommerspielen in Tokio schicken. Der deutsche Ruderer Jonathan Koch (rechts) hofft auf eine Verschiebung.
Wegen der weltweiten Corona-Pandemie will Kanada keine Sportler zu den Olympischen Sommerspielen in Tokio schicken. Der deutsche Ruderer Jonathan Koch (rechts) hofft auf eine Verschiebung. © dpa/Pixabay/Montage
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Die Olympischen Spiele verschieben? Lange wollte das IOC nicht mal darüber reden, trotz immer mehr Toten durch die Coronavirus-Pandemie. Das Nationale Olympische Komitee Kanadas gab bekannt, dass man keine Sportler nach Tokio schicken wolle. Der deutsche Ruderer Jonathan Koch macht sich für eine Verlegung stark.

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Wegen der weltweiten Corona-Pandemie will Kanada keine Sportler zu den Olympischen Sommerspielen in Tokio schicken. Dies gab das Nationale Olympische Komitee Kanadas (COC) am Sonntagabend auf Twitter bekannt. Die "schwierige Entscheidung" sei mit Zustimmung von Sportverbänden und der kanadischen Regierung getroffen worden, heißt es. Auch die Teilnahme an den Paralympischen Spielen 2020 sei abgesagt worden. COC rief das Internationale Olympische Komitee dazu auf, die Spiele um ein Jahr zu verschieben. Nichts sei wichtiger als die Gesundheit und der Schutz der Sportler und der Weltgemeinschaft, heißt es in der Mitteilung. Die Spiele in Tokio sind vom 24. Juli bis 9. August 2020 terminiert.

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Die Zahl der deutschen Athleten, die sich für eine Verlegung der Olympischen Sommerspiele in Tokio aussprechen, wächst von Tag zu Tag. "Aus Athletensicht macht eine Verschiebung zunehmend Sinn, auch wenn klar ist, dass da viel dranhängt", sagte Ruderer Jonathan Koch, der die Athleten im Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes DOSB vertritt, der Süddeutschen Zeitung. "Im Kern geht es um einen fairen sportlichen Wettkampf, und das ist jetzt schon sehr fragwürdig. Wenn wirtschaftliche Abhängigkeiten den zu Grunde liegenden Sinn der Spiele verdrängen, entwertet sich das Ganze bald von selbst", unterstrich Koch.

Schwimm-Verband unterstützt Athleten

Der Deutsche Schwimm-Verband hat seinen Olympia- und Perspektivkaderathleten breite Unterstützung in der schwierigen Sommerspiele-Frage zugesichert. "Wir wissen, dass viele von Euch verunsichert sind und die aktuelle Situation Euch auch psychisch belastet. Es ist daher wichtig, klare Ziele und eine konkrete Perspektive aufzeigen zu können", schrieb Leistungssportdirektor Thomas Kurschilgen an die Sportler. Der DSV drängt auf eine schnelle und zügige Entscheidung in der Frage, ob die Spiele wie terminiert stattfinden werden oder nach hinten verlegt werden. "Vieles spricht aus meiner Sicht für eine Verschiebung des Termins", teilte Kurschilgen in dem Schreiben mit, das der Deutschen Presse-Agentur aus Sportlerkreisen vorliegt.

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