13. März 2020 / 15:14 Uhr

Corona-Krise: Wolfsburgs Fußball-Chef bezieht klar Stellung

Corona-Krise: Wolfsburgs Fußball-Chef bezieht klar Stellung

Maik Schulze
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Fußball-Kreisliga, TSV Wolfsburg-ESV Wolfsburg
Hat eine klare Meinung: Stefan Pinelli, der Vorsitzende des NFV-Kreises Wolfsburg. © Roland Hermstein
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Stillstand für Wolfsburgs Amateurkicker. Der Niedersächsische Fußballverband (NFV) sagt alle Spiele wegen des Coronavirus von der Oberliga abwärts vorerst bis zum 23. März ab. Für Stefan Pinelli ein alternativloser Schritt. Wolfsburgs Fußball-Chef bezieht klar Stellung.

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Schulen machen dicht, kulturelle Veranstaltungen werden abgesagt - "da grenzen wir uns nicht aus, gehen keine Sonderwege", betont Pinelli, der es begrüßt, dass der NFV die Aussetzung aller Spiele beschlossen hat. Es sei schließlich nicht vermittelbar, wenn beispielsweise der Kreis Wolfsburg spielt, der Kreis Braunschweig aber nicht. Pinelli: "Das ist ja nicht so wie bei wetterbedingten Absagen, wo man sagen kann: 'Hier kann man spielen und hier nicht.'"

Wolfsburgs Fußball-Chef wird deutlich: "Wenn die Weltgesundheitsorganisation von einer Pandemie spricht, hat jeder, der jetzt individuell etwas entscheiden will, den Schuss nicht gehört." Behörden und Experten seien gefragt. Platz für Panik sei keine. Dafür für Sorgfalt und Rücksichtsnahme. "Es gibt jetzt Wichtigeres als Fußball", so Pinelli.

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Eine Ausweitung des Absagezeitraums ist nicht unwahrscheinlich. Wie und wann es weitergeht? "Dafür gibt es noch keine Indizien", sagt Pinelli. "Mitte der kommenden Woche wird zu möglichen weiterführenden Absagen erneut im Präsidium beraten", heißt es in der Mitteilung des NFV.

Neben den angesetzten Partien des regulären Spielbetriebs sind auch Freundschaftsspiele von der Generalabsage betroffen. Zudem empfiehlt der NFV seinen Vereinen, den Trainingsbetrieb einzustellen. Eine Empfehlung, die auch Wolfsburgs Fußball-Chef teilt: "Wir werden die Vereine nicht bevormunden, aber sagen: 'Denkt drüber nach'. Ich bin mir sicher, dass die Vereine ein gutes Gespür dafür haben."

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