26. Juni 2020 / 20:07 Uhr

Wegen Corona-Lockdown in Lissabon: UEFA prüft Austragungsort der Champions League

Wegen Corona-Lockdown in Lissabon: UEFA prüft Austragungsort der Champions League

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das Estadio da Luz von Benfica Lissabon ist aktuell als Final-Stadion der Champions League eingeplant.
Das Estadio da Luz von Benfica Lissabon ist aktuell als Final-Stadion der Champions League eingeplant. © imago images / Picture Point LE/Collage
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In Lissabon steigt die Anzahl der Corona-Neuinfektionen stark an. Weite Teile des Großraums der portugiesischen Hauptstadt müssen ab 1. Juli für zwei Wochen in den Lockdown. Die Austragung der für August geplanten Finalrunde der Champions League könnte in Gefahr geraten. Die UEFA reagiert.

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Wirbel um das für Mitte August geplante Finalturnier der Champions League in Lissabon (12. bis 23. August): Im Monat vor Austragung der ersten Viertelfinal-Partien der Fußball-Königsklasse werden weite Teile des Großraums Lissabon nun erneut in den Lockdown geschickt. Das hat der portugiesische Ministerpräsident António Costa jüngst angekündigt. Für zunächst zwei Wochen ab dem 1. Juli dürfen die Bewohner der 19 betroffenen Gemeinden im Großraum der Hauptstadt nur noch aus dem Haus gehen, um Einkäufe zu tätigen, zur Arbeit zu fahren oder einen Arzt aufzusuchen. Die UEFA, die das Turnier erst Mitte August nach Lissabon vergeben hatte, reagierte nun auf den neuen Lockdown.

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Der europäische Fußballverband teilte auf dpa-Anfage mit, zunächst weiterhin mit dem Final-Turnier in Lissabon zu planen: "Es gibt aktuell keinen Grund, einen Plan B zu haben", so der Verband. Die UEFA lässt sich angesichts der Lage in Portugal allerdings alle Möglichkeiten offen: "Wir bewerten die Situation täglich und werden es zu gegebener Zeit anpassen, falls notwendig."

Ab dem Viertelfinale sollen alle Spiele der aufgrund der Corona-Pandemie verschobenen Champions-League-Saison vom 12. bis 23. August in Lissabon stattfinden. Es gibt jeweils nur ein Duell und nicht wie gewohnt Hin- und Rückspiel. RB Leipzig ist bereits für die Runde der besten acht Teams qualifiziert. Der FC Bayern absolviert nach dem 3:0 im ersten Duell noch sein Rückspiel gegen den FC Chelsea, ob in München oder bereits in Portugal ist noch offen.

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Bei Lissabon-Aus: Champions-League-Finale doch in Deutschland?

Sollte eine Austragung des Finalturniers in Portugal nicht möglich sein, könnte Deutschland als Ausrichter wieder ins Spiel kommen. Die Endrunde der Europa League im veränderten Modus - ab dem Viertelfinale ohne Rückspiele - steigt bereits vom 10. bis 21. August in Düsseldorf, Gelsenkirchen, Köln und Duisburg. Bei einem Lissabon-Aus auch die Champions League? Fest steht: Auch das Rhein-Main-Gebiet (Frankfurt, Mainz, Sinsheim) hatte sich für das Königsklassen-Turnier beworben, ging allerdings leer aus. "Wenn es vom Sportlichen her die richtige Entscheidung sein sollte, müsste es in Deutschland stattfinden", sagte Eintracht-Frankfurt-Boss Fredi Bobic noch vor der Turnier-Vergabe.

So weit will die UEFA allerdings noch nicht denken, wohl vor allem, weil das Zentrum Lissabons nicht vom Lockdown betroffen ist: "Die UEFA ist in konstantem Kontakt mit dem portugiesischen Fußballverband und mit den portugiesischen Behörden", teilte der Kontinentalverband weiter mit. "Wir hoffen, dass alles gut sein wird und dass es möglich sein wird, dass Final Eight in Portugal zu organisieren."