02. November 2020 / 18:11 Uhr

Für Individualsport: Zutritt zu Brandenburger Sportanlagen ist erlaubt

Für Individualsport: Zutritt zu Brandenburger Sportanlagen ist erlaubt

Tobias Gutsche
Märkische Allgemeine Zeitung
Tennis-Spielen auf Sportanlagen ist noch möglich, wenn es als Einzel-Duell praktiziert wird.
Tennis-Spielen auf Sportanlagen ist noch möglich, wenn es als Einzel-Duell praktiziert wird. © Sven Hoppe/dpa
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Allein, zu zweit oder als gemeinsamer Haushalt können Trainingsstätten auch im November genutzt werden. Das Ministerium hat die neue Landesverordnung auf SPORTBUZZER-Anfrage erläutert - und seine Sicht auf die Fußball-Regionalliga dargelegt.

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Das Land Brandenburg erlaubt den Freizeitsportlern im coronabedingten Teil-Lockdown mehr Spielraum als noch bei der ersten Einstellung des Betriebs im Frühling dieses Jahres. Das geht aus einer Antwort des Sportministeriums auf eine SPORTBUZZER-Anfrage hervor. Demnach sind nunmehr die Sportanlagen nicht rigoros geschlossen wie damals, sondern können für die Ausführung des Individualsports auch betreten werden.

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Beispielsweise können Sportgeräte wie Boote geholt, gepflegt und zurückgebracht werden. Ebenso dürfen im Reitsport die Pferde in den Sportstätten bewegt werden. Oder auch das Tennisspielen auf entsprechenden Anlagen ist gestattet, weil es sich bei einem Einzel-Duell um Individualsport handle, teilte das Ministerium mit. Voraussetzung sei eben, dass der Sport nur allein, zu zweit oder mit Personen desselben Hausstandes ausgeführt wird. Kontaktsport, bei dem der Mindestabstand von 1,50 Meter unterschritten wird (wie beim Fußball, Volleyball oder Judo), darf nicht mit Angehörigen anderer Haushalte praktiziert werden.

In Bildern: Die Brandenburger "Bilder der Woche" der Saison 2020/21.

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Das sind die Brandenburger "Bilder der Woche" der Saison 2020/21. ©

Seit Montag gilt die neue Landesverordnung für einen Monat. Sie schränkt den Amateursport ein. Ausnahmen im Trainings- und Wettkampfbetrieb gelten für Berufssportler, Bundesligateams, Kaderathleten an den Stützpunkten sowie Sportschüler. Brandenburg schließt dabei auch die Fußball-Regionalliga in den Bereich Profisport ein. Diese Ligen würden zwar in der Öffentlichkeit und sportfachlich als Amateurligen bezeichnet, faktisch seien die Sportler aber regelmäßig arbeitsvertraglich an ihre Vereine gebunden, erklärte das Ministerium die Entscheidung. „Sie dürfen folglich weitermachen.“ Nur vertraglich gebundene Trainer würden aber nicht ausreichen.

Der Nordostdeutsche Fußballverband hatte für seine Regionalliga, in der fünf Brandenburger Vereine antreten, eine Spielbetriebsunterbrechung im November angekündigt. Die Regionalliga West darf derweil nach Klärung mit der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen den Spielbetrieb ohne Zuschauer fortsetzen, wie am Montag mitgeteilt wurde. Die Liga arbeite in „professionellen Strukturen“ und die Menschen darin verdienten einen Großteil ihres Lebensunterhalts mit Fußball, hieß es.