24. Dezember 2020 / 13:23 Uhr

Corona-Meister, -Absteiger und -Torschützenkönig: Zahlen und Statistiken eines besonderen Jahres

Corona-Meister, -Absteiger und -Torschützenkönig: Zahlen und Statistiken eines besonderen Jahres

Dennis Ebbecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Eine besondere Statistik eines besonderen Jahres 2020. Der SPORTBUZZER hat die Leistungen der Bundesligisten ab Restart im Mai bis zur Weihnachtspause analysiert.
Eine besondere Statistik eines besonderen Jahres 2020. Der SPORTBUZZER hat die Leistungen der Bundesligisten ab Restart im Mai bis zur Weihnachtspause analysiert. © imago images/Sven Simon/Montage
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Der SPORTBUZZER hat die wichtigsten Entwicklungen in der Bundesliga zwischen dem Restart und dem letzten Spieltag vor Weihnachten analysiert – und nennt den "Corona-Meister", die "Corona-Absteiger" und den "Corona-Torjäger" dieses besonderen Jahres 2020.

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Seit Mitte Mai spielt die Bundesliga unter Corona-Bedingungen. Der SPORTBUZZER hat die Ergebnisse aus dieser Zeit analysiert und nennt den "Corona-Meister", die "Corona-Absteiger" und den "Corona-Torjäger" des Jahres 2020. Alle folgenden Auswertungen beziehen sich auf den Zeitraum vom 16. Mai bis zum 21. Dezember – also vom Bundesliga-Neustart am 16. Mai bis einschließlich 20. Dezember (letzter Spieltag vor der Weihnachtspause). Saisonübergreifend dienen insgesamt 22 Spieltage (neun aus der Rest-Saison 2019/20, 13 aus der aktuell laufenden Saison 2020/21) als Grundlage sämtlicher Berechnungen.

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Der "Corona-Meister": FC Bayern München

Mit Blick auf die Bayern-Dominanz der vergangenen Jahre wird es niemanden überraschen, dass auch der "Corona-Meister" 2020 der FCB ist. In der Rest-Saison 2019/2020 entschieden die Münchner alle neun Bundesliga-Partien für sich. Da sie sich dank des Last-Minute-Sieges gegen Bayer Leverkusen (2:1) am vergangenen Samstag zudem zum "Weihnachtsmeister" kürten, ist auch in diesem "Corona-Ranking" kein Vorbeikommen an der Mannschaft von Hansi Flick.

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Daran hätte allerdings auch ein Leverkusener Erfolg zuletzt im Topspiel nichts ändern können. Bayern (insgesamt 57 Punkte zwischen Neustart und Weihnachtspause) liegt mit 13 Punkten Vorsprung auf RB Leipzig (44) und Leverkusen (44) klar auf Platz eins. Der BVB (40) hat aufgrund der Negativserie in den vergangenen Spielen an Boden verloren, wäre mit dem saisonübergreifenden Platz vier aber noch auf Champions-League-Kurs.

Die "Corona-Absteiger": 1. FC Köln, Arminia Bielefeld und Schalke 04

Auch der SC Paderborn und Fortuna Düsseldorf befinden sich im Tabellenkeller der "Corona-Tabelle". Da beide Klubs jedoch 2019/20 regulär abgestiegen sind, lassen wir sie bei der Frage nach den "Corona-Absteigern" der übergreifenden "Corona-Saison" außen vor. Auffällig ist allerdings, dass die Fortuna in ihren nur neun Bundesliga-Spielen nach dem Restart (acht Punkte) mehr Zähler holte als Schalke 04 (sechs Punkte) in 22 Partien.


Neben Schalke gelten aktuell auch Arminia Bielefeld (10 Punkte) und der 1. FC Köln (15 Punkte) als "Corona-Absteiger", beziehungsweise mit Blick auf Köln als Relegationsplatz-Anwärter. Fairerweise sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Bielefeld als Aufsteiger neun Spiele weniger bestritten hat als die anderen Bundesliga-Klubs – mit Ausnahme des VfB Stuttgart, der mit seinen 18 Zählern aus nur 13 Begegnungen im Gegensatz zur Arminia allerdings keinen Abstiegsplatz in der folgenden Tabelle belegt.

Die "Corona-Tabelle" der Bundesliga (Stand: 21. Dezember 2020)*
*
basierend auf der Tabelle des Online-Portals sportfails.de

  1. Bayern München (57 Punkte, 66:25 Tore, 22 Spiele)
  2. RB Leipzig (44 Punkte, 43:20 Tore, 22 Spiele)
  3. Bayer Leverkusen (44 Punkte, 44:26 Tore, 22 Spiele)
  4. Borussia Dortmund (40 Punkte, 42:26 Tore, 22 Spiele)
  5. VfL Wolfsburg (37 Punkte, 34:29 Tore, 22 Spiele)
  6. Borussia Mönchengladbach (34 Punkte, 41:32 Tore, 22 Spiele)
  7. Eintracht Frankfurt (34 Punkte, 42:41 Tore, 23 Spiele)
  8. TSG 1899 Hoffenheim (32 Punkte, 39:33 Tore, 22 Spiele)
  9. Union Berlin (32 Punkte, 36:35 Tore, 22 Spiele)
  10. SC Freiburg (29 Punkte, 34:35 Tore, 22 Spiele)
  11. Werder Bremen (27 Punkte, 31:35 Tore, 23 Spiele)
  12. Hertha BSC (26 Punkte, 36:35 Tore, 22 Spiele)
  13. FC Augsburg (25 Punkte, 24:30 Tore, 22 Spiele)
  14. VfB Stuttgart (18 Punkte, 26:20 Tore, 13 Spiele)
  15. 1. FSV Mainz 05 (17 Punkte, 22:38 Tore, 22 Spiele)
  16. 1. FC Köln (15 Punkte, 25:45 Tore, 22 Spiele)
  17. Arminia Bielefeld (10 Punkte, 9:23 Tore, 13 Spiele)
  18. Fortuna Düsseldorf (8 Punkte, 9:17 Tore, 9 Spiele)
  19. FC Schalke 04 (6 Punkte, 13:58 Tore, 22 Spiele)
  20. SC Paderborn 07 (4 Punkte, 7:20 Tore, 9 Spiele)

Der "Corona-Torschützenkönig": Robert Lewandowski

Wenige Tage, nachdem Robert Lewandowski zum neuen Weltfußballer gewählt wurde, darf er sich über einen weiteren, allerdings inoffiziellen, Titel freuen. Der Pole ist der Top-Torjäger des Corona-Zeitalters. Zwischen dem Neustart im Mai und dem letzten Spieltag vor Weihnachten gelangen dem Bayern-Stürmer 26 Tore (neun in der Rest-Saison 2019/2020, 17 in der aktuellen Saison). Wer gedacht hätte, dass BVB-Knipser Erling Haaland dem Münchner am dichtesten auf den Fersen ist, liegt falsch. Der Norweger traf in besagtem Zeitraum 14-mal, während Frankfurts André Silva 17-mal einnetzte.

Die besten 5 Bundesliga-Torschützen zwischen Restart und Weihnachtspause:
1. Robert Lewandowski (FC Bayern/26 Tore)
2. André Silva (Eintracht Frankfurt/17 Tore)
3. Erling Haaland (Borussia Dortmund/14 Tore)
Wout Weghorst (VfL Wolfsburg/14 Tore)
5. Andrej Kramaric (TSG Hoffenheim/13 Tore)

Weniger Heimsiege wegen leerer Stadien: Was ist dran?

Nicht nur die Fans vor den TV-Geräten mussten sich in den vergangenen Wochen und Monaten an Fußballspiele ohne Stadion-Atmosphäre gewöhnen, sondern auch die Spieler auf dem Platz. Doch welchen Einfluss hatte die fehlende Unterstützung von den Rängen auf die Ergebnisse der Heimmannschaften? Waren die Gästeteams im Schnitt wirklich erfolgreicher als in den Jahren zuvor? Der SPORTBUZZER hat die ersten 13 Spieltage dieser Saison dahingehend analysiert und mit denen der drei vorherigen Saisons verglichen.

Fest steht: Ja, an den ersten 13 Spieltagen dieser Saison gab es tatsächlich weniger Heimsiege als in den drei Spielzeiten zuvor (2020/21: 37, 2019/20: 49, 2018/19: 51, 2017/18: 43). Relativiert wird das Ausmaß der Heimschwäche allerdings, wenn man sich die Anzahl der Heimniederlagen genauer anschaut: 41 stehen 2020/21 zu Buche, 2019/20 waren es in demselben Zeitraum genauso viele. Allerdings standen Punkteteilungen deutlich häufiger auf der Tagesordnung. Insgesamt spielten Heimteams 39-mal unentschieden, 2019/20 waren es 27 Heimremis und in den beiden Vorsaisons jeweils 29.

Eine Auffälligkeit spricht jedoch dafür, dass insbesondere den Klubs im Abstiegskampf die Unterstützung der eigenen Anhänger fehlt: Vier Teams, namentlich Schalke, Köln, Mainz und Stuttgart, sind bis dato ohne Heimsieg.