27. Dezember 2020 / 17:34 Uhr

Corona-Not: Wolfsburg holt U23-Talente zu den Profis!

Corona-Not: Wolfsburg holt U23-Talente zu den Profis!

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Szenen aus dem Spiel  VfL Wolfsburg II gegen BSV Rehden.
Einer für die Profis: Nach den vielen Corona-Fällen zuletzt will der VfL (links Sportdirektor Marcel Schäfer) Spieler aus der eigenen U23 (rechts Ole Pohlmann) zu den Profis hochziehen. © Roland Hermstein
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Der VfL Wolfsburg hatte in den letzten Spielen vor Weihnachten mit Corona-Fällen zu kämpfen – und reagiert jetzt auf mögliche Personal-Not: Spieler aus der eigenen U23 sollen den Kader sicherheitshalber auffüllen.

Mit Maximilian Arnold, Jérôme Roussillon, Maxence Lacroix und William zuletzt vier weitere Spieler positiv auf Covid-19 getestet, mit Maximilian Philipp, Xaver Schlager und Tim Siersleben drei in Quarantäne – vor Weihnachten war es ziemlich eng geworden im eigentlich gut aufgestellten Kader des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg. Vorm ersten Training am Dienstag reagiert der VfL nun – und wird wegen der vielen Corona-Fälle zuletzt Spieler aus der eigenen U23 "hochziehen. Wir werden da mit Sicherheit jetzt etwas machen", bestätigt Sportdirektor Marcel Schäfer.

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Die sportliche Führung des Klubs denkt an Talente wie Ole Pohlmann, Soufiane Messeguem (beide Mittelfeld), Marcel Beifus und Jannis Lang (beide Abwehr). Schäfer: "Da gibt es ein paar interessante Jungs." Besonders im Mittelfeld und in der Innenverteidigung drückte zuletzt der Schuh, nachdem Arnold und Schlager (Mittelfeld) sowie die Innenverteidiger Brooks (fehlte im Pokal gegen Sandhausen wegen einer Knieverletzung) und Lacroix ausgefallen waren. Mit Beifus und Messeguem hatte Trainer Oliver Glasner bereits beim Testspiel in Hannover Mitte November zwei Spieler aus der U23 bei den Profis auflaufen lassen. Beifus ist ein Innenverteidiger, Messeguem kann sowohl im Mittelfeld als auch hinten links spielen. Pohlmann kann auf dem Flügel helfen.

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Wohl ohne Lacroix gegen Dortmund

Wie lange die Talente bei den Profis bleiben, müsse man sehen, so Schäfer. Am Montag werden alle Spieler erstmals nach den freien Weihnachtstagen getestet. "Der Test wird entscheiden, wer am Dienstag alles beim ersten Training nach Weihnachten dabei sein kann", so Schäfer. Lacroix, der vor dem Sandhausen-Spiel am Mittwoch positiv auf Corona getestet worden war, wird am Dienstag mit größter Wahrscheinlichkeit fehlen. "Für ihn wird es eng", sagt der Sportdirektor mit Blick aufs erste Spiel im neuen Jahr am 3. Januar in Dortmund. Bitter, denn der Neuzugang hatte nach seinem Wechsel im Sommer von Sochaux nach Wolfsburg sofort überzeugen können.

Lacroix wird wohl auch in Dortmund noch fehlen. Gut wiederum: Das Quarantäne-Trio Schlager, Philipp und Siersleben, unmittelbare Kontaktpersonen der positiv getesteten Arnold und Roussillon, könnte dabei sein. Sie wurden bislang nicht positiv getestet. Dennoch: Der VfL gehört zu den Klubs mit den meisten Corona-Fällen in der Liga – vor Arnold, William, Roussillon und Lacroix hatten sich schon Kevin Mbabu, Renato Steffen, Josip Brekalo und Marin Pongracic mit dem Virus infiziert.

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