31. Oktober 2020 / 07:43 Uhr

Corona-Nothilfe im Profisport: Bisher rund 19 Millionen Euro bewilligt - Antragszahlen steigen

Corona-Nothilfe im Profisport: Bisher rund 19 Millionen Euro bewilligt - Antragszahlen steigen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Profiklubs, wie hier die Handballer, sind in der Corona-Krise auch aufgrund leerer Arenen und Stadien finanziell in Not.
Die Profiklubs, wie hier die Handballer, sind in der Corona-Krise auch aufgrund leerer Arenen und Stadien finanziell in Not. © imago images/Noah Wedel
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Die finanziellen Nöte der Profiklubs in der Corona-Krise wachsen. Die Politik unterstützt die Vereine mit dem Paket "Coronahilfen Profisport". Bislang wurden rund 19 Millionen Euro bewilligt, insgesamt gingen 245 Anträge ein - Tendenz steigend.

Etwas mehr als 19 Millionen Euro aus dem Corona-Soforthilfeprogramm des Bundes sind bislang in den Profisport geflossen. Dem Bundesverwaltungsamt (BVA) in Köln lagen einen Tag vor Ablauf der ursprünglich bis zum 31. Oktober laufenden Frist insgesamt 245 Anträge vor. Die beantragte Summe betrug 58.247.465,40 Euro. Von den 245 Anträgen wurden bislang 80 bewilligt, die ein Volumen von 19.104.350,52 Euro ausmachen. 163 Anträge sind noch in der Bearbeitung. Dies ergab eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur beim für die Corona-Sportförderung zuständigen Bundesministerium des Innern.

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Anfang Juli hatte der Bundestag ein Hilfspaket verabschiedet, um die Folgen der Corona-Krise für den Profisport zu mildern. Angesprochen sind Sportvereine und Unternehmen im professionellen und semi-professionellen Wettbewerb. Die "Coronahilfen Profisport" haben ein Volumen von 200 Millionen Euro. Die Antragsfrist sollte eigentlich an diesem Samstag (31. Oktober) auslaufen, sie wurde aber nach Verkündung des Teil-Lockdowns bis zum 11. November verlängert.

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Wie viele Anträge noch eingehen, kann das Ministerium nicht abschätzen, da es an einer repräsentativen Datengrundlage fehlt. "Wir beobachten jedoch ein sukzessives Ansteigen der Antragszahlen", erklärte ein Sprecher.

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Kritik an Teil-Lockdown aus dem Profisport

Von den deutschen Profiligen werden die Forderungen an die Politik wieder lauter. Auch Kritik am Teil-Lockdown im November, in dessen Folge keine Zuschauer mehr in den Arenen und Stadien erlaubt sind, mehrt sich. "Die Lage ist sehr angespannt, und es ist überhaupt nicht auszuschließen, dass wir Klubs verlieren werden", sagte HBL-Boss Frank Bohmann der Welt. Und DEL-Chef Gernot Tripcke erklärte dem SPORTBUZZER: "Es ist nicht wirklich motivierend, angesichts dessen, dass wir alle Hygienekonzepte für Spiele mit Zuschauern entwickelt haben."