02. Dezember 2021 / 18:37 Uhr

Corona: Regierungsbeschlüsse treffen Grizzlys Wolfsburg nicht

Corona: Regierungsbeschlüsse treffen Grizzlys Wolfsburg nicht

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Foto: Boris Baschin, Wolfsburg, DEL, Eishockey, Grizzlys Wolfsburg- Düsseldorfer EG, Eispalast,
Geisterkulisse beim Wolfsburger Eishockey: Denkbar, aber noch nicht und nicht wegen der Regierungsbeschlüsse am Donnerstag. © Boris Baschin
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Die Corona-Beschlüsse der Bundesregierung berühren im Eishockey-Oberhaus die Grizzlys Wolfsburg nicht. Dennoch könnte auch bei ihnen bald die Auslastungsgrenze sinken. Die Saison der DEL sieht Manager Charly Fliegauf derweil durch Kapazitätsbegrenzungen nicht gefährdet.

Die Corona-Beschlüsse der Bundesregierung kamen am Donnerstag Nachmittag, für Eishockey-Erstligist Grizzlys Wolfsburg haben diese keine Auswirkung, für einige Konkurrenten im Eishockey-Oberhaus schon. Die Zuschauer-Obergrenze liegt nun bei 5000, die Wolfsburger Eis-Arena hat eine Kapazität von 4500. Allerdings: Je nach Lage können die Landes- und Kommunalbehörden auch niedrigere Grenzen ziehen. Einige griffen schon zu diesem Mittel. Bayern etwa. Und auch in Berlin sollen nur 2500 Fans der Eisbären ab nächste Woche eingelassen werden. Die Einnahmen sinken, doch daran werde die Saison nicht scheitern, sagt Manager Charly Fliegauf von den Grizzlys Wolfsburg.

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Grund für Fliegaufs Optimismus: Alle Vereine waren von der Liga aufgefordert, Etats aufzustellen, mit denen sie auch eine Saison ohne Fans oder mit nur geringer Auslastung überstehen können. Bei den Grizzlys gehörte etwa auch dazu, die Spielerverträge wie in der Vorsaison entsprechend zu gestalten. Dass es zu Geisterspielen kommen könnte, hatte Fliegauf schon vor einigen Tagen geahnt, aus organisatorischen Gründen gab es bereits eines in Augsburg, aus ähnlichen Gründen verlegte Straubing Partien.

Aber finanzielle Einbußen dürften jetzt "keinen überraschen", dahingehend, dass dadurch seine Saison gefährdet wäre, meint Fliegauf. Allerdings spricht auch er sich dafür aus, dass ähnlich wie in der Vorsaison wieder Staatshilfen fließen sollten, ähnlich wie es für die Gastronomie zu erwarten ist.

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Kritisch bleibt für die Liga allerdings die Corona-Situation an sich: Die Möglichkeit für Spielverlegungen wegen Quarantänemaßnahmen ist endlich, Partien in der Olympia-Pause wurden schon ins Gespräch gebracht, die Entwicklungen der Pandemie bleiben abzuwarten.

Und damit auch die Vorgaben für Zuschauer: Am Freitag gegen Iserlohn könnten die Grizzlys noch voll auslasten, es gilt die 2Gplus-Regelung. Eine Deckelung auf 30 oder 25 Prozent der Kapazität könnte folgen. Der Klub betonte immer wieder: "Wir sind auf alle Szenarien vorbereitet."

Die stetig steigenden Inzidenzzahlen brachten schon einen Nackenschlag für Wolfsburgs Anhang: die geplante große Bus-Tour nach Düsseldorf musste die Grizzlys-Family absagen.