21. November 2021 / 13:25 Uhr

Corona-Sorgen: FSG Neindorf/Almke tritt aus Vorsicht nicht an

Corona-Sorgen: FSG Neindorf/Almke tritt aus Vorsicht nicht an

Maik Schulze
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Corona-Sorgen: Die FSG Neindorf/Almke (blauer Dress) tritt heute vorsichtshalber gegen den TSV Ehmen nicht an, da mehrere Spieler mit Erkältungs- und Grippesymptomen ausfallen.
Corona-Sorgen: Die FSG Neindorf/Almke (blauer Dress) tritt heute vorsichtshalber gegen den TSV Ehmen nicht an, da mehrere Spieler mit Erkältungs- und Grippesymptomen ausfallen. © Gero Gerewitz
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Am Freitag beim Training war noch alles in Ordnung, kurz darauf sind die Symptome da - und die Corona-Sorgen. Fußball-Kreisligist FSG Neindorf/Almke tritt deshalb heute aus Vorsicht nicht zu seinem Heimspiel gegen den TSV Ehmen an.

Am Freitag beim Training war noch alles in Ordnung, kurze Zeit später sind die Symptome da. Fußball-Kreisligist FSG Neindorf/Almke tritt heute aus Vorsicht nicht zu seinem Heimspiel gegen den TSV Ehmen an. Und das Team würde nun lieber am grünen Tisch verlieren. "Weil wir dann keinen Corona-Fall hätten", so der Vorsitzende Mustafa Özdemir und Coach Helmut Beckmann unisono.

Abschlusstraining, danach Mannschaftsrat. Der Freitag verlief normal bei der FSG. Kurz darauf hatten dann unter anderen zwei Spieler Fieber und Kopfschmerzen, andere zudem Erkältungssymptome. „Im und nach dem Training waren beide noch top drauf“, so Beckmann zu den Fieber-Fällen. Dass solche Symptome dann so unvermittelt aufgetaucht sind, findet der Coach eigenartig: "Bei einer normalen Grippe kann ich mir nicht vorstellen, dass das so schnell geht."

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Und: "Wir finden es extrem merkwürdig, dass von einem auf den anderen Tag mehrere Spieler zeitgleich betroffen sind. Auch, wenn natürlich gerade die Jahreszeit ist, wo es zu Erkältungen kommt", so Özdemir. Man habe sich auch dagegen entschieden, den Kader mit Spielern aus der Zweiten aufzufüllen. "Beide Mannschaften haben am Freitag trainiert. Deshalb haben wir die Reißleine gezogen. Die Testergebnisse gibt es erste nächste Woche, was willst du heute noch spielen und die Krankheit eventuell noch mehr verbreiten?"

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Auch Beckmann will Vorsicht walten lassen: "Wir hatten zwar schon vor der Nachricht personelle Probleme, hätten aber auch zu neunt gespielt. Ich habe aber Angst, dass wir andere Leute anstecken. Ich sehe es deshalb als vernünftig an, dass wir lieber im Vorfeld absagen."

Deshalb hat Özdemir mit Bernd Hartwig vom Wolfsburger Kreis-Spielausschuss telefoniert. "Er hat es verstanden, dass wir es nicht riskieren wollen." Nichtantritt Neindorf. Das bedeutet, dass die Punkte kampflos an den TSV Ehmen gehen. Allerdings: "Wenn sich herausstellt, dass es doch ein Corona-Fall ist, was wir aber nicht hoffen, dann würde man über eine Spiel-Neuansetzung reden können. Wenn es nur normale Erkältungen sein sollten, nehmen wir die Niederlage als Verein in Kauf, bevor wir riskieren, dass wir da 20, 30 Mann anstecken. Wer will das am Ende verantworten? Dann hast du auch Ehmen noch angesteckt, für ein bisschen Kreisliga-Fußball..."

Der TSV Ehmen drückt der FSG die Daumen, dass sich die Verdachtsfälle nicht bestätigen. Nicht, weil es dann zum kampflosen Sieg kommt , sondern "weil die Gesundheit über allem steht", so Ehmens Trainer Toni Renelli, der es wie TSV-Spartenleiter Andreas Pfeifer aber ansonsten natürlich am liebsten "sportlich löst".


Özdemir hält es für fraglich, ob überhaupt noch Spiele in diesem Jahr stattfinden. "Bei uns im Team sind alle geimpft, aber was ist mit anderen Mannschaften, bei denen Spieler in der Halbzeit draußen bleiben müssen, weil in der Kabine 2G herrscht - gerade bei der Witterung draußen sehe ich das kritisch." Deshalb solle man die restlichen Spiele aus 2021 ins nächste Jahr verlegen. "Dann spielen wir lieber ein paar englische Wochen, wenn die Zahlen wieder besser aussehen."