04. Mai 2021 / 12:16 Uhr

Nach Corona noch stärker? Kuhn und der TSV Goltern lassen sich nicht von Weg abbringen

Nach Corona noch stärker? Kuhn und der TSV Goltern lassen sich nicht von Weg abbringen

Alexander Flohr
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Beim TSV Goltern arbeiten sie fleißig am Sprung in den Bezirk - ganz besonders akribisch ist auch Trainer Gustav Kuhn (eingeklinkt).
Beim TSV Goltern arbeiten sie fleißig am Sprung in den Bezirk - ganz besonders akribisch ist auch Trainer Gustav Kuhn (eingeklinkt). © Debbie Jayne Kinsey/Jörg Zehrfeld
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Die Corona-Pandemie könnte den TSV Goltern den Sprung in den Bezirk gekostet haben. Der eingeschworene Haufen um Trainer Gustav Kuhn lässt sich aber nicht vom Weg abbringen, der Kader könnte im Vergleich zur abgebrochenen Saison sogar noch stärker werden. 

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Der TSV Goltern ist gerüstet für den Neustart nach dem Lockdown. Seit November geht beim Klub nahe Barsinghausen so gut wie nichts. „Es ist schwierig, sich ständig mit dem Verein zu beschäftigen, wenn nichts in Sicht ist”, sagt Uwe Feitisch, Sportlicher Leiter des TSV. Die Corona-Pandemie hat einige Planungen in Goltern über den Haufen geworfen.  

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Im Januar wollte der Verein ein Hallenturnier ausrichten, das fiel ins Wasser. Zuvor hätte eigentlich schon der neue Wirt im Gasthaus auf dem Gelände anfangen sollen – doch auch das lässt weiter auf sich warten. Dennoch hat sich in diesem Jahr einiges getan beim TSV. Mit den „Highlandgames und Kraftsport” ist eine neue Sparte dazugekommen, in der sich kräftige Mitglieder messen können. Kürzlich hat der Verein zudem das Gelände für eine Hundeschule zur Verfügung gestellt.

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„Natürlich sind auch wir hart von Corona getroffen worden”, sagt Feitisch. „Aber anderen Vereinen geht es aktuell noch schlechter.” Die Planungen in der Fußballsparte laufen trotz der Annullierung der Saison 2020/21 weiter an. Die Erstvertretung hat durch den Abbruch den Aufstieg in den Bezirk verpasst. Auf den Kader wird das aber keine negativen Auswirkungen haben. „Die Spieler kennen sich zum Teil seit Jahren und sind ein eingeschworener Haufen“, sagt der Sportliche Leiter. „Die Gefahr, dass einige vielleicht nicht noch ein Jahr in der Kreisliga spielen wollen, ist nicht da.” 

Wird Kuhn der Otto Rehhagel vom TSV Goltern?

Im Gegenteil: Die Mannschaft könnte sich für die neue Saison sogar noch weiter verstärken. Trainer Gustav Kuhn ist der Dreh- und Angelpunkt im Team. „Wenn ich morgens um 5 Uhr aufstehe, habe ich bereits Sprachnachrichten von Gustl auf dem Handy”, berichtet Feitisch. Kuhn, der viele Jahre in Groß Munzel gearbeitet hat, ist akribisch und will mit seinem Team den nächsten Schritt machen.  

Feitisch denkt sogar noch weiter in die Zukunft. Er würde sich freuen, wenn Kuhn noch viele Jahre beim Klub aus dem Calenberger Land arbeiten würde. „Von mir aus kann er der Otto Rehhagel vom TSV Goltern werden”, sagt er. Spätestens mit einem speziellen Transfercoup in einigen Jahren würden ihm die Golterner wohl eine Statue vor das Vereinsgelände bauen...

Denn Kuhn ist immer wieder im Austausch mit seinen ehemaligen Spielern. Beim TSV Groß Munzel trainierte Kuhn einst Hendrik Weydandt in seinem ersten Männerjahr. Mittlerweile steht „Henne“ bekanntlich bei den Profis von Hannover 96 unter Vertrag.„Hendrik meldet sich öfter bei Gustl. Es würde mich nicht überraschen, wenn der mit 36 bei uns aufläuft”, sagt Feitisch mit einem Schmunzeln.