14. November 2021 / 16:59 Uhr

Corona, Verletzung, Schwindel: SC Potsdam gewinnt an "verrücktem Tag"

Corona, Verletzung, Schwindel: SC Potsdam gewinnt an "verrücktem Tag"

Tobias Gutsche
Märkische Allgemeine Zeitung
Erleichtert war das Potsdamer Team nach dem 3:2-Erfolg gegen die Roten Raben Vilsbiburg.
Erleichtert war das Potsdamer Team nach dem 3:2-Erfolg gegen die Roten Raben Vilsbiburg. © Verein
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Auch im siebten Pflichtspiel der Saison blieb der Brandenburger Volleyball-Bundesligist unbesiegt. Die Begleitumstände waren jedoch schwierig.

Toni Rieger sprach von einem "verrückten Tag". Am Samstag setzte der Volleyball-Bundesligist SC Potsdam seine Siegesserie fort, hatte jedoch mit "vielen schwierigen Umständen" zu kämpfen, wie Sportdirektor Toni Rieger nach dem 3:2 (25:17, 25:17, 23:25, 22:25, 15:11) bei den Roten Raben Vilsbiburg sagte.

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Wenige Stunden vor dem Spiel hatte es einen positiven Coronatest beim Raben-Team gegeben, nach Unsicherheiten und Rücksprache konnte die Partie ohne die betroffene Spielerin Katharina Schwabe aber stattfinden. "Das hat die Vorbereitungen für beide Teams natürlich beeinflusst", sagte Rieger. Im ersten Satz verletzte sich dann SCP-Diagonalangreiferin Anett Nemeth am Fußgelenk und fiel aus. Die genau Diagnose steht noch nicht fest. Für Nemeth musste zwangsweise Adela Helic ran, die am Morgen noch unter Schwindelattacken gelitten hatte und eigentlich geschont werden sollte. Im Verlauf des vierten Satzes ersetzte dann Konstantina Vlachaki, eigentliche eine Außen-Annahme-Spielerin, Helic im Diagonalangriff, Vlachaki, die bisher ohne Einsatzzeiten geblieben war, habe einen "guten Job" gemacht, sagte Rieger.

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„Das war alles kompliziert. Aber die Mannschaft hat harte Arbeit geleistet und tolle Moral bewiesen", urteilte der Potsdamer Sportdirektor. Kapitänin Laura Emonts überzeugte mit 26 Punkten und wurde zur wertvollsten Akteuren der Partie gekürt. Nach den ersten beiden Satzgewinnen von Potsdam hatte sich Vilsbiburg besser auf die Gäste eingestellt und kam zum Ausgleich. "Wir hatten da schon die Chance, das Spiel früher für uns zu entscheiden und die drei Punkte mitzunehmen", meinte Rieger. So wurden es nach dem Erfolg im Tie-Break immerhin noch zwei Zähler. Auf dem SCP-Konto sind nun 16 Punkte, was nach sechs Spielen weiterhin Tabellenplatz zwei bedeutet. Spitzenreiter MTV Stuttgart hat vier Zähler, aber auch ein Spiel mehr. Nach den Turbulenzen in Niederbayern könne der SCP einfach froh sein, das Spiel dort gewonnen zu haben, betonte Rieger.