19. März 2020 / 06:48 Uhr

Studie: Europas Top-Ligen droht bei Saisonabbruch Verlust in Höhe von rund vier Milliarden Euro 

Studie: Europas Top-Ligen droht bei Saisonabbruch Verlust in Höhe von rund vier Milliarden Euro 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Der Bundesliga drohen bei einem Saisonabbruch hohe finanzielle Einbußen. 
Der Bundesliga drohen bei einem Saisonabbruch hohe finanzielle Einbußen.  © imago images/Hartmut Bösener
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Bei einem möglichen Abbruch der Saison würden die fünf Top-Ligen in Europa laut einer Studie erhebliche Einbußen machen. Es droht ein Verlust von rund vier Millarden Euro. Der Bundesliga könnte ein endgültiges Liga-Ende rund eine Viertel Milliarde Euro kosten. 

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Ein Abbruch der Fußball-Saison hätte für die fünf europäischen Top-Ligen wohl schwerwiegende finanzielle Konsequenzen. Wie das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungs-Unternehmen KPMG in seiner Studie mitteilt, hätten die Bundesliga, Premier League, La Liga, Serie A und die Ligue 1 insgesamt ein Minus von 3,4 bis 3,95 Milliarden Euro zu beklagen, falls die aktuelle Spielzeit wegen der Coronavirus-Krise nicht zu Ende gespielt werden kann.

Besonders schmerzlich wären die Einbußen wohl für die englische Premier League. Rund 1,15 bis 1,25 Milliarden Euro soll der Verlust demnach betragen. Die deutsche Bundesliga liegt in diesem Vergleich auf dem dritten Platz - hinter der spanischen Liga. Von einem möglichen Verlust von 650 bis 750 ist die Rede. Die italienische und französische Liga hätten demnach geringere Einbußen zu beklagen, sollte der Spielbetrieb in dieser Saison tatsächlich nicht mehr aufgenommen werden können.

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Einnahmen aus TV-Rechten, Werbeverträgen und dem Ticketgeschäft fehlen

Die kalkulierten Werte ergeben sich laut SID aus den ausbleibenden Einnahmen aus TV-Rechten, Werbeverträgen, dem Ticketgeschäft und anderen Dienstleistungen. Aktuell ruhen alle europäischen Ligen, bis auf wenige Ausnahmen. In der Türkei wird weiterhin gespielt, allerdings ohne Zuschauer. Käme es tatsächlich zu einem kompletten Abbruch der Saison, so befürchtet auch DFL-Chef Christian Seifert dramatische Auswirkungen. "Es geht nicht mehr darum, wer in der Öffentlichkeit am besten da steht. Sondern es geht für die Klubs der Bundesliga und der 2. Liga ums Überleben", sagte er auf der Pressekonferenz zur Sitzung der 36 Klubs der Bundesliga und der 2. Liga am Montag.

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DFL-Boss Seifert: Arbeitsplätze in Gefahr

Seifert sei bewusst, dass der Profifußball von außen oft als reines Milliardengeschäft gesehen wird, setzte der DFL-Boss an, um die wirtschaftlichen Dimensionen der Partien zu erklären: "Dadurch sind in den letzten Jahren direkt oder indirekt 56.000 Teilzeit- oder Vollzeitarbeitsplätze entstanden. Dazu kommen zehntausende weitere Jobs in weiteren Bereichen, Medien, Gastronomie, Hotelerie." Seifert unterstrich zudem, dass zahlreiche Klubs "ab einem gewissen Zeitpunkt" ohne Zuschauer, ohne TV- und Sponsoring-Einnahmen zwangsläufig in ihrer Existenz bedroht sind. Was wiederum Arbeitsplätze in Gefahr bringt.

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