31. Dezember 2020 / 14:28 Uhr

Corona-Ärger wegen Wolfsburger Fußballabend: Der Verein reagiert

Corona-Ärger wegen Wolfsburger Fußballabend: Der Verein reagiert

Andreas Pahlmann und Engelbert Hensel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der VfL hat auf das Corona-Fehlverhalten von vier Spielern reagiert.
Der VfL hat auf das Corona-Fehlverhalten von vier Spielern reagiert. © dpa
Anzeige

Vier Spieler des VfL Wolfsburg sollen sich eine Woche vor Weihnachten zu einem Fußballabend getroffen und damit gegen die Corona-Regeln verstoßen haben. Stimmt so nicht, sagt der Verein.

Der VfL Wolfsburg hat im Zusammenhang mit Corona-Regeln ein falsches Verhalten von vier seiner Profis eingeräumt, das teilte der Fußball-Bundesligist in einem Statement mit der Überschrift "Klarstellung" auf seiner Homepage mit. Es habe ein „Fehlverhalten der Spieler“ gegeben. Gemeint sind Maximilian Arnold, Maximilian Philipp und Tim Siersleben, die sich laut Bild am 18. Dezember zum gemeinsamen Fußballgucken bei Xaver Schlager getroffen hatten.

In der VfL-Mitteilung heißt es: "Basierend auf einem anonymen Hinweisgeber hat die BILD-Zeitung am Mittwochabend über einen Corona-Verstoß beim VfL Wolfsburg berichtet. Demnach hätten sich am Abend des 18. Dezember die Spieler Maximilian Arnold, Maximilian Philipp und Tim Siersleben privat in der Wohnung ihres Mitspielers Xaver Schlager getroffen und damit gegen das DFL-Hygienekonzept und die niedersächsische Corona-Verordnung verstoßen. Der VfL Wolfsburg stellt klar, dass sich die Situation so nicht dargestellt, es gleichwohl aber ein Fehlverhalten der Spieler gegeben hat." Von individuellen Strafen gegen die Spieler ist trotz deren "Fehlverhalten" in der Mitteilung nicht die Rede.

Das war das Jahr des VfL-Wolfsburg

<b>Abschied von den Fans:</b> Tore fielen keine, der VfL schoss 16 Mal aufs Tor, Gegner Leipzig zweimal weniger. 74 Prozent der 379 Wolfsburger Pässe kamen an, beide Teams traten je vier Ecken, und mit Robin Knoche und Jay Brooks waren die beiden Innenverteidiger mit WAZ-Note 2 die besten VfLer. Lauter Zahlen eines torlosen Bundesliga-Spiels. Dass eine ganz andere Zahl die wichtigste war, wurde erst in den kommenden Wochen nach und nach klar: 27.200 Zuschauer befanden sich bei dieser Partie am 7. März in der VW-Arena. Es war die bis heute letzte VfL-Partie vor vollen Rängen. Zur Galerie
Abschied von den Fans: Tore fielen keine, der VfL schoss 16 Mal aufs Tor, Gegner Leipzig zweimal weniger. 74 Prozent der 379 Wolfsburger Pässe kamen an, beide Teams traten je vier Ecken, und mit Robin Knoche und Jay Brooks waren die beiden Innenverteidiger mit WAZ-Note 2 die besten VfLer. Lauter Zahlen eines torlosen Bundesliga-Spiels. Dass eine ganz andere Zahl die wichtigste war, wurde erst in den kommenden Wochen nach und nach klar: 27.200 Zuschauer befanden sich bei dieser Partie am 7. März in der VW-Arena. Es war die bis heute letzte VfL-Partie vor vollen Rängen. ©

Das Treffen in der von der Bild dargestellten Form wäre ein doppelter Verstoß gewesen: Zum einen gegen das DFL-Hygiene-Konzept und zudem gegen die Corona-Landesverordnung, die besagt, dass sich bis zum 10. Januar maximal fünf Personen aus höchstens zwei Haushalten treffen dürfen. Am folgenden Tag, dem 19. Dezember, wurde Arnold positiv auf Covid-19 getestet. Seine drei Kollegen wurden daraufhin vorsorglich in häusliche Quarantäne geschickt. Alle vier verpassten somit das Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart (1:0) sowie die DFB-Pokal-Partie gegen den SV Sandhausen (4:0). Der VfL bestritt beide Spiele mit einem Mini-Kader. Im Nachgang der Corona-Ausfälle gegen Stuttgart sei, so die VfL-Mitteilung "das ohnehin schon umfangreiche Hygienekonzept beim VfL noch einmal nachgeschärft sowie Spieler, Trainer- und Betreuerstab mit Nachdruck nochmal sensibilisiert" worden.

Anzeige

Die Wolfsburger gehören zu den Klubs mit den meisten Corona-Fällen in der Liga – vor Pavao Pervan, Arnold, William, Roussillon und Lacroix hatten sich schon Kevin Mbabu, Renato Steffen, Josip Brekalo und Marin Pongracic mit dem Virus infiziert.