03. April 2021 / 10:34 Uhr

Corona-Wirrwarr in der Oberliga: Indians müssen zuschauen, Scorpions mit Doppeleinsatz

Corona-Wirrwarr in der Oberliga: Indians müssen zuschauen, Scorpions mit Doppeleinsatz

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Bangen und Hoffen: Die Indians müssen tatenlos mitansehen,
auf welchem Platz sie die reguläre Saison beenden. 
Bangen und Hoffen: Die Indians müssen tatenlos mitansehen, auf welchem Platz sie die reguläre Saison beenden.  © Debbie Jayne Kinsey
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In der Eishockey-Oberliga hat das Coronavirus erhebliche Auswirkungen auf den Spielbetrieb. Gleich drei Teams der Nordstaffel befinden sich in Quarantäne, für sie ist die Saison bereits beendet. Das hat auch Folgen für die Hannover Scorpions und Indians.

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Langsam wird es unübersichtlich. Absagen, Verlegungen und das Aus für die Play-offs – das Coronavirus hat Folgen für den Spielbetrieb in der Eishockey-Oberliga. Wegen Covid-19-Infektionen und Quarantäne ist für die Saale Bulls Halle, die EG Diez-Limburg und den Krefelder EV 81 die Saison bereits beendet – was Auswirkungen für die Hannover Scorpions und die Hannover Indians hat.

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Indians bis zu den Pre-Play-offs spielfrei

In den verbliebenen drei Spielen bis zum Ende der regulären Saison wären die Indians zweimal in Diez-Limburg angetreten (Gründonnerstag und Montag) sowie in Krefeld (Ostersamstag). Alle Begegnungen fallen aus, damit ist der ECH bis zum Beginn der Pre-Play-offs spielfrei. Oder rutscht er noch direkt in die Play-offs?

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Dazu muss der Rechenschieber zurate gezogen werden. Aktuell befindet sich der ECH mit einem Punktequotienten von 1,58 auf dem achten Platz – direkt hinter den Icefighters Leipzig, was sich nicht mehr verändern wird. Die Sachsen sind den Hauch von 0,01 Punkten besser, haben kein Spiel mehr und können ihren Wert nicht verschlechtern.

Die Teams auf den Rängen sieben und acht müssten kommenden Mittwoch jeweils ein Heimspiel in den Pre-Play-offs bestreiten gegen die Mannschaften auf den Rängen neun und zehn – wegen der Streichung von Diez-Limburg sind dies aktuell der Herforder EV und die Rostock Piranhas – sollten beide aufrücken dürfen.

Die ersten sechs sind direkt qualifiziert

Die Sieger kommen in die Play-offs, für die sich die ersten sechs Mannschaften der Nordstaffel direkt qualifizieren. Weil jedoch Halle als Tabellendritter bereits raus ist, ist der ECH schon auf den siebten Platz vorgerückt – und könnte sogar noch an den Black Dragons Erfurt (0,03 Punkte besser als die Indians) vorbeiziehen.

Die Thüringer spielen am Samstag (18.30 Uhr) bei den Scorpions, haben am Montag die Piranhas zu Gast. Die Erfurter bleiben vor dem ECH, sollten sie aus den beiden Spielen zwei Punkte holen – wenn nicht, rückt der ECH auf den sechsten Platz vor und wäre direkt für die Play-offs qualifiziert, was einen Start am Freitag in Hamburg oder Herne bedeuten würde.

Bilder des Eishockey-Derbys zwischen den Hannover Indians und den Hannover Scorpions (28. März)

Scorpions-Spieler Julian Airich (links) holt zum Schlag gegen Thomas Pape aus. Die beiden gerieten schon nach rund 18 Minuten aneinander. Airich wurde mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe bestraft. Zur Galerie
Scorpions-Spieler Julian Airich (links) holt zum Schlag gegen Thomas Pape aus. Die beiden gerieten schon nach rund 18 Minuten aneinander. Airich wurde mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe bestraft. ©

Gesund bleiben

Der Herner EV könnte seinen Punktequotienten in zwei Spielen noch verschlechtern, darunter fällt das Heimspiel am Montag (18.30 Uhr) gegen die Scorpions. Was für alle Vereine, die die Play-offs vor sich haben, mehr denn je gilt: gesund bleiben! Denn in der Staffel Süd, in der mittlerweile das Viertelfinale absolviert ist, wurden Deggendorf und Weiden wegen Infektionen aus den Play-offs beziehungsweisen Pre-Play-offs gestrichen.