21. August 2020 / 10:46 Uhr

Corona zwingt zur Absage: Dresden-Marathon 2020 findet nicht statt

Corona zwingt zur Absage: Dresden-Marathon 2020 findet nicht statt

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Für den 18. Oktober 2020 war die 22. Auflage des Dresden-Marathons geplant.
Für den 18. Oktober 2020 war die 22. Auflage des Dresden-Marathons geplant. © Anja Schneider
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Der Läufergemeinde in Sachsen bricht der nächste große Lauf weg. Der Dresden-Marathon fällt aus. Die Organisatoren können nach eigenen Angaben die aufgrund der Corona-Pandemie geltenden Hygienevorschriften nicht einhalten bzw. für deren Einhaltung garantieren.

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Dresden. Lange haben Peter Eckstein und sein Team mit der Entscheidung gewartet, doch jetzt ist es amtlich: Der für den 18. Oktober geplante 22. Dresden-Marathon ist abgesagt. „Aufgrund der Festlegung von Bund und Ländern, dass Großveranstaltungen noch bis mindestens Ende Oktober untersagt bleiben, haben wir uns schweren Herzens zu diesem Schritt entschieden“, erklärte der Organisationschef, der weiter erläutert: „Eine lückenlose Rückverfolgung der Zuschauer und Passanten, die mit dem Läuferfeld in Kontakt kommen würden, ist nicht zu realisieren.

DURCHKLICKEN: Rückblick auf den 21. Dresden-Marathon

Startschuss! Die Eindrücke vom 21. Dresden-Marathon am 27. Oktober 2019. Zur Galerie
Startschuss! Die Eindrücke vom 21. Dresden-Marathon am 27. Oktober 2019. ©

Weiterhin ist es uns nicht möglich, die Einhaltung aller Abstands- und Hygienerichtlinien von Teilnehmern und Zuschauern vor, während und nach dem Lauf zu kontrollieren.“ Für Eckstein selbst eine ganz bittere Pille, schließlich steckt in der Vorbereitung ein ganzes Jahr Arbeit und nicht zuletzt bestreitet er davon auch seinen Lebensunterhalt. Dennoch garantiert er den bereits angemeldeten Läuferinnen und Läufern, entweder den Startplatz automatisch auf die nächste Auflage am 17. Oktober 2021 zu übertragen oder das Startgeld zurückzuzahlen.

Im vergangenen Jahr waren knapp 8000 Läuferinnen und Läufer in Dresden an den Start gegangen. „Der Marathon lebt von Emotionen, Atmosphäre, Begeisterung und Unbeschwertheit. Das alles können wir in diesem Jahr leider nicht bieten. Außerdem können wir aus Verantwortung für die Gesundheit aller Beteiligten und der Bevölkerung nichts riskieren“, betont Eckstein noch einmal. Zuvor war bereits die 23. Auflage des Oberelbe-Marathons von Königstein nach Dresden, der Ende April steigen sollte, der Corona-Krise zum Opfer gefallen.