21. Oktober 2020 / 16:51 Uhr

Coronabedingt: Leipzigs DHfK-Handballer gegen Göppingen doch nur vor 999 Fans

Coronabedingt: Leipzigs DHfK-Handballer gegen Göppingen doch nur vor 999 Fans

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
Zahl der Neuinfektionen übersteigt den Inzidenzwert von 20: Beim Ligaspiel zwischen den DHfK-Handballern und Göppingen sind nur 999 Zuschauer zugelassen.
Zahl der Neuinfektionen übersteigt den Inzidenzwert von 20: Beim Ligaspiel zwischen den DHfK-Handballern und Göppingen sind nur 999 Zuschauer zugelassen. © Christian Modla
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Nun trifft es auch die Handballer: Der SC DHfK Leipzig spielt am Donnerstag gegen Frisch Auf! Göppingen aufgrund steigender Corona-Fallzahlen mit 1.000 Zuschauern weniger als geplant. 999 Dauerkarteninhaber dürfen in die Arena. Achtung! Nicht alle Fans aus dem Umland dürfen anreisen.

Leipzig. Als Tabellenführer und mit jeder Menge Selbstbewusstsein kann die Mannschaft von Trainer André Haber am Donnerstag um 19 Uhr in der heimischen Arena gegen Göppingen auflaufen. Allerdings muss der SC DHfK nun doch auf knapp 1.000 Fans verzichten. Das Gesundheitsamt der Stadt Leipzig hatte am Mittwoch eine 7-Tage-Inzidenz von über 20 Fällen pro 100 000 Einwohnern angegeben. Statt 2.100 Zuschauern dürfen am Donnerstag lediglich 999 Dauerkarteninhaber in die Arena.

„Wir müssen hellwach sein, unser System einmal mehr gut umsetzen und brauchen von den 999 Fans besonders lautstarke Unterstützung“, so der Leipziger Cheftrainer. Verzichten müssen die Handballer auch auf alle Zuschauer aus einigen umliegenden Landkreisen. Regionen mit einer Wochen-Inzidenz von über 35 Fällen dürfen nicht mehr in die Arena – das trifft nach aktuellem Stand auf Nord- und Mittelsachsen zu.

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Die Truppe von Coach Haber will sich davon nicht entmutigen lassen und legt vollen Fokus auf Gegner Göppingen. DHfK-Rückraumspieler Gregor Remke analysiert: „Sie spielen eine unglaublich aggressive Abwehr, vielleicht die offensivste der Liga.“ Der Tabellendreizehnte stört früh, versucht den Gegner nicht hinter die Freiwurflinie zu lassen und Fehler zu provozieren. Aus drei Spielen holte die Mayerhoffer-Truppe immerhin drei Punkte, unterlag lediglich den Magdeburgern. „Wir müssen uns dem Kampf an der 9-Meter-Linie stellen“, zeigt sich Remke kämpferisch. Der 22-Jährige hat sich für die Saison einiges vorgenommen, will sich in den nächsten Spielen weiter steigern und seine Trefferquote verbessern. Gleichzeitig wollen die Leipziger erneut auf die eigene Abwehr setzen, durch die zuletzt auch die Rhein-Neckar Löwen kaum einen Weg fanden.

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Doch wo Uwe Gensheimer und Andy Schmid scheiterten, könnte Göppingen einen Weg finden. Die Baden-Württemberger haben sich im Sommer verstärkt und im Rückraum neu aufgestellt. Gleich zwei Spieler vom dänischen Meister Aaalborg Handbold – Ex-Club von DHfK-Torhüter Kristian Seaveras – sollen die Geschicke nun leiten. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Janus Smarason. Der isländische Nationalspieler hatte sich bei Aalborg als kluger Spielführer einen Namen gemacht. Eigene Abschlüsse des lediglich 1,84 Meter großen Smarasons müssen die DHfK-Hünen um Marko Mamic (2,03 m) und Macej Gebala (2,00 m) dafür vermutlich seltener fürchten