08. April 2020 / 09:11 Uhr

Coronakrise: Innenminister Wöller stellt Hilfen für Vereine in Aussicht

Coronakrise: Innenminister Wöller stellt Hilfen für Vereine in Aussicht

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
am 16.01.20 in Dresden : Innenminister Roland Wöller im LVZ-Interview
Innenminister Roland Wöller benennt Eckpunkte für Förderrichtlinien. Diese sollen am Donnerstag abgesegnet werden. © Dietrich Flechtner
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Innenminister Roland Wöller bringt eine Förderrichtlinie für Vereine auf den Weg. Diese soll am Donnerstag vom sächsischen Landtag beschlossen werden.

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Dresden. Sachsens Innenminister Roland Wöller hat am Dienstag in seiner Funktion als Sportminister die Eckpunkte einer Förderrichtlinie benannt, die am Donnerstag durch den sächsischen Landtag beschlossen werden soll. Die Richtlinie wird bis zum 14. April im Detail durch das Staatsministerium des Innern erarbeitet und soll am 15. April in Kraft treten.

Im Kern regelt die Förderrichtlinie die kurzfristige und unbürokratische Vergabe von Zuschüssen zur Existenzsicherung bis zu 10.000 Euro. Außerdem besteht für Profivereine in Abhängigkeit vom Liquiditätsbedarf die Möglichkeit, ein zinsloses Darlehen bis zu 500.000 Euro zu erhalten. Das Darlehen wird auf eine Laufzeit von zehn Jahren angelegt, ist drei Jahre tilgungsfrei und wird nachrangig gewährt. Für die Umsetzung der Förderrichtlinie stellt der Freistaat rund 20 Millionen Euro zur Verfügung. Die Summe teilt sich je hälftig auf Zuschüsse und Darlehen auf.

„Akut gefährdeten Klubs schnell unter die Arme greifen"

Bei der Initiative „TeamSportSachsen“ stieß die Entscheidung der sächsischen Staatsregierung auf Zustimmung. Ihr Sprecher Karsten Günther erklärte am Dienstag in einer Pressemitteilung: „Wir begrüßen die Entscheidung der Staatsregierung, die damit einige Punkte des unsererseits übermittelten Maßnahmenkatalogs aufgegriffen hat. Jetzt kommt es auf den Landtagsbeschluss am Donnerstag an, um die Themen tatsächlich zur Umsetzung zu bringen und den aufgrund ausbleibender Einnahmen und fortlaufender Kosten akut gefährdeten Klubs schnell unter die Arme greifen zu können. Dazu stehen wir in engem Austausch mit den Verantwortlichen. Wir sehen die Entscheidung als wichtigen ersten Schritt und müssen nun gemeinsam ins Detail gehen, um die Nachhaltigkeit der Maßnahmen zu gewährleisten.“

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Der Initiative gehören die großen Sportvereine aus den publikumswirksamen Mannschaftssportarten an, aus Dresden sind das Dynamo, die DSC-Volleyballerinnen, die Eislöwen, die Titans, die Dresden Monarchs, der HC Elbflorenz, aus Ostsachsen kommen die Lausitzer Füchse und der HC Rödertal dazu.