13. April 2020 / 13:25 Uhr

Eintracht Alt Ruppin zeigt große Geste: Osterkorb und 45 Pizzen für Klinikpersonal

Eintracht Alt Ruppin zeigt große Geste: Osterkorb und 45 Pizzen für Klinikpersonal

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Eintracht-Kapitän Alex Wolff (m.) sorgte für ein Lächeln bei Johanna (l.) und Simone. 
Eintracht-Kapitän Alex Wolff (m.) sorgte für ein Lächeln bei Johanna (l.) und Simone.  © Privat
Anzeige

Landesklasse West: Der Spitzenreiter von Trainer Daniel Kraatz bedankt sich bei dem Personal auf der Intensivstation in den Ruppiner Kliniken der Fontanestadt Neuruppin.

Anzeige

Tagtäglich stehen Angestellte im Gesundheitswesen – ob Ärzte oder Krankenpfleger – im Zuge der Corona-Krise vor enormen Herausforderungen und leisten dabei nicht nur unzählige Überstunden sondern auch großartige Arbeit. Auch in den Ruppiner Kliniken der Fontanestadt Neuruppin sieht dies nicht anders aus, weshalb der SV Eintracht Alt Ruppin – speziell die Spieler und das Trainerteam der ersten Mannschaft sowie die Fans aus der Südkurve – dem Personal auf der Intensivstation in diesen schweren Zeiten mit einer kleinen aufmunternden Osterüberraschung „Danke“ sagen wollte.

Anzeige

In Vertretung für den gesamten Verein übergab Kapitän Alex Wolff gemeinsam mit dem Sportlichen Leiter Frank Neumann am Sonntag einen großen Osterkorb, welcher mit Süßigkeiten und „Nervennahrung“ gefüllt war. Zudem ließ die Eintracht über den Tag verteilt insgesamt 45 Pizzen ins Krankenhaus liefern, die dem Personal Kraft spenden sollten. „Unser Trainer Daniel Kraatz und ich hatten die Idee, den Mitarbeiten im Krankenhaus für ihren großartigen Einsatz in irgendeiner Art und Weise etwas zurückzugeben“, erklärt Alex Wolff, der durch Eintracht-Kicker Martin Eipel, dessen Verlobte Julia Mallwitz direkt auf der Intensivstation arbeitet, einen schnellen Kontakt herstellen konnte.

Mehr Fußball aus Brandenburg

Im Alt Ruppiner Gruppenchat war man sich schnell einig, diese Aktion durchzuziehen, verrät der Kapitän, der von einer ähnlichen Aktion der Landesliga-Kicker von Fortuna Babelsberg inspiriert wurde: „Bei uns stand jeder voll dahinter. Das Geld haben wir aus unserer Mannschaftskasse genommen, ein Teil kam auch von der Südkurve. Der Osterkorb war als Geste passend zu den Feiertagen und Schokolade isst doch jeder gerne. Die 45 Pizzen waren aufgeteilt, zu jeder Schicht haben wir 15 liefern lassen. Wir hoffen, dass wir den Mitarbeitern, die sich sehr gerührt und dankbar zeigten, für einen kurzen Moment ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben.“

Auch der FC 98 Hennigsdorf zeigte sich solidarisch und überreichte im Hennigsdorfer Krankenhaus ein Überraschungspaket. „Vielleicht ziehen ja noch einige Mannschaften nach“, hofft Alex Wolff auf weiteren Zusammenhalt in Corona-Zeiten.