22. Januar 2022 / 15:23 Uhr

Coronawelle stoppt Waspo 98 nicht mehr - White Sharks wollten verlegen

Coronawelle stoppt Waspo 98 nicht mehr - White Sharks wollten verlegen

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Spieler von Waspo 98 dürfen wieder ins Bundesliga-Wasser.
Die Spieler von Waspo 98 dürfen wieder ins Bundesliga-Wasser. © Debbie Jayne Kinsey
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Wasserball-Meister Waspo 98 Hannover kann wieder spielen. Vor der Bundesliga-Partie am Samstag in Duisburg waren alle Corona-Tests negativ. Auch die White Sharks sind trotz Bedenken am Sonntag wieder im Einsatz.

Die Corona-Welle ist gerade erst über den Wasserballern von Meister Waspo 98 Hannover zusammengeschlagen. Die meisten Spieler hat es erwischt, keinen jedoch schlimm, alle waren geboostert. Nun soll es schon wieder weitergehen in der Bundesliga. Aber ist das sinnvoll nach einer sehr kurzen Pause? Es ist auch eine grundsätzliche Frage. Der Meister aber will spielen, betont Trainer Karsten Seehafer, zumal alle Tests vom Freitag negativ sind: „Der Gesetzgeber öffnet ja die Schwimmhallen. Außerdem läuft die Handball-EM, in anderen Sportarten geht es auch, warum sollten wir nicht spielen?“ Am Samstag um 16 Uhr steht die Partie beim ASC Duisburg an.

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Seehafer hat sich selbst angesteckt beim Champions-League-Gastspiel in Bukarest, blieb jedoch symptomfrei. Einige Waspo-Akteure sind schon wieder ins Training eingestiegen, sie hatten sich bereits vor der Bukarest-Tour infiziert. Darunter sind unter anderem die Kroaten Petar Muslim und Marko Macan (inzwischen zum zweiten Mal Vater geworden). „Die brauchen Praxis“, so Seehafer.

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Absagen kommt nicht infrage

Denn im Fokus steht schon wieder die Champions League, am Dienstag (18 Uhr) kommt Steaua Bukarest zum zweiten und überaus wichtigen Vergleich in der Vorrundengruppe B ins Stadionbad. „Da brauchen wir ohnehin eine komplette Mannschaft, mindestens aber sieben Spieler“, sagt Seehafer. Absagen käme für den Coach ohnehin nicht mehr infrage. Das hatte der OSC Budapest gegen Spandau 04 getan – die Begegnung wurde für die Berliner gewertet. Das könnte sich Waspo im Kampf um Platz vier, der für das Final-8-Turnier berechtigt, nicht erlauben.

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Reichlich zu tun hat aktuell Waspos medizinische Abteilung – und damit in erster Linie Seehafers Frau Meike, die Ärztin ist und diese Aufgabe ehrenamtlich wahrnimmt. „Wer gesund ist, spielt auch“, sagt Karsten Seehafer, „und es sieht so aus, als hätten wir diese Welle überstanden.“

White Sharks hätten Partie gern verlegt

Die White Sharks ihrerseits hätten die Bundesligapartie gegen den SV Ludwigsburg (Sonntag, 15 Uhr, Stadionbad) gern verlegt. Das wäre laut geändertem Reglement des DSV auch möglich gewesen: Sind vier Mann corona-positiv, ist die Absage erlaubt. Und vier infizierte Spieler hatten die Sharks, dieses Quartett steigt auch für Waspo ins Wasser, besitzt ein Doppelstartrecht. Gerade noch rechtzeitig scheint aber mindestens ein Akteur negativ zu sein, wenngleich die Ergebnisse der PCR-Tests noch nicht vorlagen. Möglich also, dass das Duell kurzfristig ins Wasser fällt. „Wir sind sehr vorsichtig“, sagt Sharks-Vorsitzender Jörg Deike. „Selbst wenn die Spieler negativ getestet sind, ist die Frage, ob das medizinisch sinnvoll ist“, so Deike. Eine sportmedizinische Untersuchung soll am Samstag Klarheit bringen. „Die Situation ist unglücklich, wir bräuchten in diesem wichtigen Spiel alle vier“, so Deike.

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