10. Mai 2022 / 08:33 Uhr

„Costa Augustina“ wird aufgebaut: Sachsenbeach zurück auf dem Augustusplatz

„Costa Augustina“ wird aufgebaut: Sachsenbeach zurück auf dem Augustusplatz

Kathleen Retzar
Leipziger Volkszeitung
Am Montagmorgen startete der Aufbau der Volleyballplätze auf dem Augustusplatz in Leipzig für den Sachsenbeach.
Am Montagmorgen startete der Aufbau der Volleyballplätze auf dem Augustusplatz in Leipzig für den Sachsenbeach. © André Kempner
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Auf dem Augustusplatz in Leipzig wird wieder sechs Tage Volleyball gespielt. Zwei Tage Aufbau und 1300 Tonnen Sand sind nötig, damit ab Mittwoch beim Sachsenbeach die Bälle fliegen.

Leipzig. Noch vor dem Sonnenaufgang rollten am Montagmorgen die ersten LKW auf den Augustusplatz. Einen engen Zeitplan muss das Organisationsteam um Maud Glauche einhalten, damit ab Mittwoch die ersten Bälle zwischen Gewandhaus und Oper beim Amazon Sachsenbeach fliegen können.

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Regionaler Sand

1300 Tonnen Sand sind von 52 Kippern bis zum Nachmittag auf den Platz gekarrt worden. Radlader haben die Sandberge anschließend verteilt und geglättet. Auch die zwei Tribünen sind bereits aufgebaut und sogar die Netze schon installiert. „Am Dienstag kommt das Turnierdorf hinzu, die Essens- und Getränkestände, die Palmen und viel Detailarbeit“, so die Organisatorin.

Der Sand kam bisher immer aus Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen, so Glauche. Nicht jeder Sand sei dafür geeignet. „Der Sand muss qualitativ hochwertig, rund und sehr feinkörnig sein.“ Bis einen Millimeter darf die Körnung sein und wenig Lehm und Staub enthalten. So bleibe der Sand schön fluffig.

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In diesem Jahr kommt der Sand aus dem Kieswerk Löbnitz. Nach dem Turnier wird der Sand nicht entsorgt, sondern an Sportvereine aus Leipzig und dem Umland verschenkt. „Der Sand verliert über die Jahre an Qualität, wird fester“, erklärt Glauche. „Mit dem frischen, guten Sand wollen die Vereine ihre Anlagen wieder aufbessern“. Mindestabnahme für die Vereine sind 25 Tonnen. Die werden nach dem Turnier auf LKW verladen und direkt zu den Beachanlagen gebracht. Das wird auch durch den Hauptsponsor der Veranstaltung ermöglicht.

„Fast alle Turniere sind ausgebucht“

Maud Glauche und ihr Team rechneten zunächst mit etwa 1200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Letztlich sind es knapp 1500 Anmeldungen geworden, die auf 23 Turnieren verteilt, auf sechs Plätzen spielen. Gespielt wird von morgens bis abends – unter Flutlicht teilweise auch bis 23 Uhr. Unter anderem gibt es das beliebte Bad-Taste-Turnier (Sonntag ab 17.30 Uhr), aber auch Schüler-, Studenten- und Firmenturniere. Das Highlight sind aber die A+ Cups der Männer (Samstag 8 bis 19 Uhr) und Frauen (Sonntag 8 bis 17 Uhr), die auf dem Augustusplatz für wichtige Ranglistenpunkte antreten. Über alle Turniere hinweg werden die besten drei Teams geehrt. Seit Anbeginn des Sachsenbeach gibt es als Pokal eine Flasche gefüllt mit dem Turniersand.

Aufbau auf dem Augustusplatz – Oonagh und Kim befüllen die Pokalflaschen.
Aufbau auf dem Augustusplatz – Oonagh und Kim befüllen die Pokalflaschen. © André Kempner

Während die Spielerinnen und Spieler um jeden Ball kämpfen, können die Zuschauerinnen und Zuschauer die Partien von den Tribünen verfolgen. Dort wird es zwar keinen Sand geben, dafür aber Liegestühle, Palmen und kühle Getränke, die für ein gewisses Urlaubsgefühl sorgen. Auch die zwei Brunnen werden wieder mit Wasser gefüllt sein. „Somit können wir uns wieder auf die Costa Augustina freuen“, so Maud Glauche. Das Gelände ist offen, der Eintritt ist frei.

Wer jetzt noch Lust bekommen hat, mitzumachen, hat mit etwas Glück noch die Chance nachzurücken. „Fast alle Turniere sind ausgebucht“, so Glauche. Unter anderem gäbe es aber noch wenige Restplätze. Interessierte können sich beim Organisationsteam melden (Mobil 0174 1751765). Auch kurzfristig kann ein Spieler oder eine Spielerin ausfallen. „Dann rufen wir vor Ort aus, ob jemand einspringen kann.“