25. Oktober 2022 / 11:28 Uhr

Cousin von Erling Haaland sorgt für zweifelhaftes Aufsehen: Die Wahrheit hinter dem Tor-Mythos

Cousin von Erling Haaland sorgt für zweifelhaftes Aufsehen: Die Wahrheit hinter dem Tor-Mythos

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Albert Braut Tjaland (l.) ist der Cousin von Stürmer-Star Erling Braut Haaland
Albert Braut Tjaland (l.) ist der Cousin von Stürmer-Star Erling Braut Haaland © dpa/AP/IMAGO/PA Images (Montage)
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In den sozialen Medien kursieren Meldungen und beeindruckende Tor-Statistiken über Albert Braut Tjaland, den Cousin von Erling Haaland. Das Verwandtschaftsverhältnis zwischen dem norwegischem Superstar von Manchester City und dem 18-Jährigen stimmt. Bei der Tor-Quote des Familienmitglieds braucht es jedoch Fantasie. 

Als Erling Haaland den norwegischen Topverein Molde FK Anfang 2019 verließ, um erst Salzburg, dann Dortmund und schließlich Manchester zu erobern, war er gerade erst 18 Jahre alt. Seitdem hat er Torrekorde in Österreich und Deutschland gebrochen, nun ist der junge Norweger auch in der Premier League dabei, Woche für Woche zu begeistern. Glaubt man den sozialen Medien, dann hat Molde schon längst das nächste Tor-Monster aus der unmittelbaren Verwandtschaft von Haaland am Start - doch kann das stimmen?

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Gestatten: Albert Braut Tjaland, 18 Jahre alt, torgieriger Mittelstürmer und ja, Cousin von Erling Haaland, der mit vollständigem Namen eigentlich Erling Braut Haaland heißt. Tjaland ist auf mütterlicher Seite mit Haaland verwandt und norwegischer Junioren-Nationalspieler. Er spielt in der zweiten Mannschaft von Molde und war zuletzt an seinen Jugendverein Bryne FK ausgeliehen - jenem Klub, bei dem einst auch Haalands Karriere ihren Anfang nahm.

Wäre Tjaland nicht zufällig Haalands Cousin, dann würde sich die Fußballwelt wohl noch nicht für ihn interessieren. Seine berühmte Verwandtschaft hat ihn aber bereits seit längerer Zeit zu einem beliebten Spekulationsobjekt in den sozialen Netzwerken gemacht. Immer mal wieder wird dort behauptet, er habe in nur 37 Spielen für Molde bereits 64 Tore erzielt. "Liegt wohl in der Familie", so das Credo, das zuletzt erneut auf Twitter aufgewärmt wurde. Aber kann das sein - ein so erfolgreicher Jungstürmer, an dem die Topklubs aus den Spitzenligen Europas noch nicht dran sind?

Spoiler: Kann es nicht.
Denn wie es in den sozialen Medien eben so ist, ist das Meiste daran Quatsch. Die offiziellen Statistiken besagen etwas anderes: Albert Braut Tjaland hat demnach für Bryne 2 in diesem Jahr in der fünften norwegischen Liga in acht Spielen sieben Tore geschossen - das ist immer noch ein guter Wert, reicht aber bei Weitem nicht an die astronomischen Werte heran, die ihm die sozialen Medien bescheinigen.

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Albert Braut Tjaland: Erst ein Profi-Einsatz für Molde

Seit seiner Rückkehr zu Molde 2 sind in der vierthöchsten Spielklasse vier weitere Tore in neun Spielen hinzugekommen, das jüngste davon am Sonntag beim 3:3 seiner Mannschaft in Volda. Für das erste Team von Molde, das in diesem Monat nach einer beeindruckenden Saison vorzeitig norwegischer Fußballmeister geworden ist, hat er bei einem Pokalspiel im Sommer 2021 sein Debüt gefeiert und gleich zum 4:1-Endstand getroffen - nur sieben Minuten nach seiner Einwechslung. Mehr Einsätze kamen bislang jedoch nicht dazu.

Auf die kolportierten 64 Tore in 37 Spielen kommt man allerdings nur, wenn man zurückliegende Leistungsdaten aus Jugendzeiten miteinander addiert. Dass Tjaland (noch) nicht so gut ist, wie ihn die sozialen Medien machen, ist auch vielen Nutzern aufgefallen. Sie bemühten sich darum, das Gerücht vom maschinenartig treffenden Haaland 2.0 zu entkräften. Mittlerweile hat sich daraus ein Meme entwickelt: Zu den vermeintlichen Traumstatistiken werden längst Bilder ganz anderer Persönlichkeiten gestellt, darunter andere Kicker - und selbst der britische Ex-Premier Boris Johnson.

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