04. März 2019 / 10:35 Uhr

Cristian Fiel lobt Dynamo Dresden für Moral

Cristian Fiel lobt Dynamo Dresden für Moral

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Cristian Fiel trieb seine Mannschaft wort- und gestenreich an. Sein Einstand glich einer Achterbahnfahrt der Gefühle.
Cristian Fiel trieb seine Mannschaft wort- und gestenreich an. Sein Einstand glich einer Achterbahnfahrt der Gefühle. © © Dennis Hetzschold
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Nach dem 2:2-Unentschieden gegen den VfL Bochum haben sich die Fans von Dynamo Dresden lautstark bei Neutrainer Christian Fiel bedankt. Das Risiko, das er eingegangen ist, hat sich ausgezahlt. Mit der Umstellung wollte er seine Mannschaft zu mehr Mut bewegen.

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Dresden. Nach dem Abpfiff schallte es „Fielo, Fielo!“ durch das Stadion. Die Fans von Dynamo Dresden wollten sich nicht nur bei ihrer Mannschaft, sondern auch bei deren Trainer bedanken. Der neue Chefcoach Cristian Fiel hatte viel riskiert, seine Ankündigung wahr gemacht, seine Truppe mutig agieren zu lassen. Der Lohn für deren engagiertes, wenngleich noch sehr fehlerhaftes Auftreten war ein 2:2, das sich nach einem 0:2-Rückstand am Ende ganz gut anfühlte. Nach 442 Minuten ohne Tor konnten die Fans gleich zweimal jubeln - und Fiel durfte seinen ersten Punkt als Chef verbuchen.

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SG Dynamo Dresden - VfL Bochum (2:2) Zur Galerie
SG Dynamo Dresden - VfL Bochum (2:2) ©
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Gleich vier neue Leute gegenüber der letzten Startelf seines Vorgängers Maik Walpurgis baute der 38-Jährige in die Anfangsformation ein. In der Innenverteidigung musste Sören Gonther Jannis Nikolaou weichen, dessen Platz auf der Sechs Dzenis Burnic übernahm. Im Mittelfeld wurden der gelbgesperrte Aias Aosman und Youngster Max Kulke durch Baris Atik und Patrick Ebert ersetzt, vorn lief Erich Berko überraschend für Lucas Röser auf. Nicht alles, was sich Fiel in nur drei Tagen Training mit der Mannschaft für sein Debüt als Chefcoach ausgedacht hatte, ging auch auf. Besonders Nikolaou fand schwer in die Partie, Berko als Mittelstürmer gar nicht. Der künftige Darmstädter wechselte daher auf Geheiß von Fiel in der zweiten Halbzeit mit Atik die Position, wurde dann ausgewechselt.

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Dynamo Dresden darf keine Angst haben

Nach dem Fehlstart hatte Fiel bange Momente zu überstehen. „Wenn man in seinem ersten Spiel nach 15 Minuten 2:0 zurückliegt, dann muss man schon mal kurz in sich gehen“, gab er später zu, „da musste ich schon mal durchpusten.“ Dennoch zahlte es sich aus, dass er der Mannschaft vor der Partie klar gemacht hatte, dass sie Fehler machen dürfe, die sie dann aber auch wieder korrigieren müsse. Angst dürften seine Spieler nicht haben, bekräftigte der Spanier: „Ich möchte, dass sie Freude daran haben, was sie tun.“

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Markus Schubert – Der Schlussmann bleibt auch unter Fiel die Nummer eins. Im ungewohnten weißen Trikot wurde der 20-Jährige in der Anfangsphase aber zweimal kalt erwischt. Beim 0:1 war er machtlos, beim 0:2 konnte er Hinterseers Schuss nur vor die Füße von Pantovic klären. Großartig parierte er im Eins-gegen-eins gegen Zoller (28.). Nach dem Wechsel wurde er kaum noch gefordert. Note: 3 Zur Galerie
Markus Schubert – Der Schlussmann bleibt auch unter Fiel die Nummer eins. Im ungewohnten weißen Trikot wurde der 20-Jährige in der Anfangsphase aber zweimal kalt erwischt. Beim 0:1 war er machtlos, beim 0:2 konnte er Hinterseers Schuss nur vor die Füße von Pantovic klären. Großartig parierte er im Eins-gegen-eins gegen Zoller (28.). Nach dem Wechsel wurde er kaum noch gefordert. Note: 3 ©

Nach den ersten 45 Minuten bestärkte er seine Spieler darin, weiter auf den Ausgleich hinzuarbeiten: „In der Halbzeit habe ich den Jungs gesagt, dass es keine Option ist aufzugeben, dass im Fußball und hier in Dresden immer alles möglich ist. Ich glaube schon, dass in der zweiten Halbzeit, wo wir immer noch den einen oder anderen Fehler zuviel gemacht haben, die Mentalität und die Leidenschaft, die du brauchst, da waren. Deshalb bin ich mit dem Unentschieden zufrieden.“

DURCHKLICKEN: Das sagen Spieler und Trainer

Jannis Nikolaou: Ich glaube, wenn man nach 15 Minuten 0:2 zurückliegt, dann ist es schon ein gutes Gefühl, dass man das egalisieren konnte – vor allem in der Phase, in der wir uns vor dem Spiel befunden haben. Da haben wir sicherlich nicht vor Selbstvertrauen gestrotzt. Dass noch nicht alles geklappt hat, hat man auch gemerkt. Aber es ist sehr wichtig, dass wir Comeback-Mentalität gezeigt haben. Darauf können wir jetzt aufbauen. 0:2 zurückzuliegen ist nie ein schönes Gefühl, aber der Trainer hat uns vorher eingetrichtert, dass Fehler passieren werden. Man hat aber unsere Moral gesehen, denn wir haben uns zurückgekämpft. In der zweiten Halbzeit hat vieles auch schon sehr gut geklappt. Deswegen, glaube ich, ist der Punkt sehr verdient. Zur Galerie
Jannis Nikolaou: Ich glaube, wenn man nach 15 Minuten 0:2 zurückliegt, dann ist es schon ein gutes Gefühl, dass man das egalisieren konnte – vor allem in der Phase, in der wir uns vor dem Spiel befunden haben. Da haben wir sicherlich nicht vor Selbstvertrauen gestrotzt. Dass noch nicht alles geklappt hat, hat man auch gemerkt. Aber es ist sehr wichtig, dass wir Comeback-Mentalität gezeigt haben. Darauf können wir jetzt aufbauen. 0:2 zurückzuliegen ist nie ein schönes Gefühl, aber der Trainer hat uns vorher eingetrichtert, dass Fehler passieren werden. Man hat aber unsere Moral gesehen, denn wir haben uns zurückgekämpft. In der zweiten Halbzeit hat vieles auch schon sehr gut geklappt. Deswegen, glaube ich, ist der Punkt sehr verdient. © Dennis Hetzschold

Dynamo-Trainer lobt Einsatzbereitschaft seiner Mannschaft

Auch wenn noch nicht alles klappte, lobte er seine Mannschaft für deren Einsatzbereitschaft: „Ich finde, dass die Jungs heute alle ihr Maximum gegeben haben.“ Den Fans dankte er, dass sie Truppe trotz des schlechten Starts nicht hängen hatten lassen: „Natürlich hätten sie uns mit einem Mega-Pfeifkonzert in die Pause verabschieden können.“ Es kam anders, dafür wurden alle belohnt.

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