12. März 2019 / 16:42 Uhr

D-Jugend von Chemie Kahla musste beim Heimspiel von RB Leipzig ihre Vereinslogos abdecken

D-Jugend von Chemie Kahla musste beim Heimspiel von RB Leipzig ihre Vereinslogos abdecken

Anton Zirk
olles Haus in der Red-Bull-Arena: Das Heimspiel von RB Leipzig gegen Borussia Dortmund ist ausverkauft.
Hauptsache RB Leipzig... © dpa
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Eine Jugendmannschaft der BSG Chemie Kahla aus Thüringen musste beim Besuch des letzten Heimspiels von RB Leipzigs ihre Vereinslogos abdecken. RB hat sich dafür mittlerweile entschuldigt. Unterstützung erhält Kahla unter anderem von Chemie Leipzig.

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Leipzig. Eigentlich sollte der Besuch eines Bundesliga-Heimspiels von RB Leipzig der Höhepunkt des Trainingslagers in der Messestadt werden. Doch die D-Jugend der BSG Chemie Kahla aus Thüringen wurde nicht nur wegen des zähen 0:0 gegen Abstiegskandidat FC Augsburg enttäuscht. Schon vor Spielbeginn gab es Probleme.

Demnach wurden die Kinder an der Einlasskontrolle zur Red Bull Arena aufgefordert, ihre mit dem Kahlaer Vereinslogo bestickten Mützen und Jacken abzulegen – bei wechselhaftem und windigem Wetter um die zehn Grad, eine Zumutung. Erst nach Diskussionen mit dem Sicherheitspersonal am Eingang sei der Zutritt mit umgedrehten Jacken und Mützen gestattet worden.

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RB Leipzig - FC Augsburg (0:0) ©
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Chemie Kahla löscht Post

Ein von der BSG Chemie Kahla bei Facebook veröffentlichtes Foto, in dessen Anhang der Verein nicht nur die Situation schilderte, sondern auch auf einen ausfälligen Gruß in Richtung der Roten Bullen nicht verzichten konnte, wurde mittlerweile entfernt. "Uns wurde auch wegen der Kommentare mit rechtlichen Schritten gedroht. Deswegen haben wir den Post gelöscht", sagt Andy Philipp, stellvertretender Vereinsvorsitzender beim Thüringer Amateurverein.

Ein RB-Pressesprecher hat den Vorfall am Stadion nun bestätigt: "Hier ist ein Fehler passiert – der Sicherheitsdienst hat in diesem Fall falsch gehandelt. Dafür haben wir uns bereits beim Verein entschuldigt. Der Sicherheitsdienst wurde entsprechend informiert, damit sich so etwas nicht noch einmal wiederholt.“

Angebote von Chemie, Dynamo und Lok

Kahlas Vize bestätigte wiederum den Eingang der Entschuldigung sowie eines Wiedergutmachungs-Angebots der Roten Bullen. Wie das genau das aussehen wird und ob die betroffene Mannschaft es annehmen wird, müsse jedoch noch zwischen beiden Vereinen geklärt werden. Unterdessen sei das Team auch von Chemie Leipzig, Lok Leipzig und Dynamo Dresden zu Heimspielen eingeladen worden. "Diese Angebote werden wir definitiv annehmen", sagte Philipp.

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Wie in den meisten Stadien gibt es auch in der Red Bull Arena Regeln für Fans. In der Stadionordnung heißt es bezüglich der Sektoren B und D zum Beispiel: "Der Kontroll-und Sicherheitsdienst ist angewiesen und berechtigt, Zuschauer, die als Fan der Gastmannschaft zu erkennen sind oder durch ihr Verhalten auffallen, auch wenn sie ein gültiges Ticket für diesen Bereich besitzen, aus diesem zu entfernen." Eine klare Regelung für Fans- bzw. Mitglieder von Vereinen, die – wie im Fall von Kahla – weder einen Bezug zur Gast- noch zur Heimmannschaft haben, gibt es in dem online abrufbaren Dokument nicht.

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