25. Juli 2021 / 10:01 Uhr

Daferners Doppelpack für Dynamo Dresden: „Hat eine gute Zukunft vor sich“

Daferners Doppelpack für Dynamo Dresden: „Hat eine gute Zukunft vor sich“

Caroline Grossmann und Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
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Coach Alexander Schmidt (li.) attestiert Dynamo Dresdens Christoph Daferner (re.) eine rosige Zukunft. © Steffen Manig
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Der Stürmer der Schwarz-Gelben ist beim 3:0-Sieg zum Zweitliga-Auftakt gegen Ingolstadt der Mann des Tages. Dafür gibt es nicht nur Lob vom Trainer.

Dresden. Ein absoluter Traumstart war dieses 3:0 gegen den FC Ingolstadt, das Dynamo Dresden zum Zweitliga-Auftakt am Sonnabend gelang. Bei einer durchweg starken Mannschaftsleistung ragte dennoch ein Spieler heraus: Mit zwei Treffern und einer Vorbereitung war Christoph Daferner eindeutig der Mann des Tages. Zusätzlich zu seiner Torgefahr erwies er sich auch beim erfolgreich praktizierten Gegenpressing durch seine starke Laufarbeit als echte Waffe.

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„Freue mich, dass ich helfen konnte“

Schon in der vergangenen Saison war der frühere Freiburger der erfolgreichste Schütze der Schwarz-Gelben, trug mit zwölf Punktspieltreffern ein gutes Stück zum Aufstieg aus der 3. Liga in die 2. Bundesliga bei und knipste zudem einmal im DFB-Pokal. Seinen ersten Doppelpack, den er für Dynamo schnürte, hob sich der 23-Jährige jedoch für den ersten Spieltag dieser Saison auf. Damit hat er einen erheblichen Anteil am so wichtigen positiven Saisonbeginn.

JETZT Durchklicken: Die Bilder zum 3:0-Heimerfolg gegen den Fc Ingolstadt!

Auftakt nach Maß für die SG Dynamo Dresden: Im Duell der Aufsteiger setzten sich die Elbestädter klar mit 3:0 durch. Zur Galerie
Auftakt nach Maß für die SG Dynamo Dresden: Im Duell der Aufsteiger setzten sich die Elbestädter klar mit 3:0 durch. ©

„Unser großes Ziel war, gut in die Liga reinzustarten und den Zuschauern was zu bieten. Wir haben uns alle gefreut, dass sie wieder da sind“, sagt Christoph Daferner, der auch seinen Mitspielern eine Topleistung attestierte. „Es war eine Supergrundhaltung da, jeder konnte sich auf den anderen verlassen und auch taktisch waren wir super eingestellt.“

Er selbst bleibt bescheiden: „Ich freue mich, dass ich der Mannschaft helfen konnte.“ Dabei erzielte er die zwei Treffer in echter Mittelstürmermanier. Der 1,89-Meter-Mann war erst bei einer scharfen Schröter-Hereingabe den entscheidenden Tick eher am Ball (41.), dann drosch er nach einer Fußabwehr von Keeper Buntic das Spielgerät humorlos ins Gehäuse (56.). Es waren seine Zweitligatore Nummer zwei und drei, das erste war ihm 2019 als Leihspieler für Erzgebirge Aue gelungen.

„Wenn er so weitermacht, hat er eine gute Zukunft vor sich“

Innenverteidiger Tim Knipping feixt: „Wenn er kein Tor gemacht hätte, hätte ich ihm in den Arsch getreten. Nein, Spaß beiseite – es freut mich brutal für den Jungen. Wir brauchen nicht darüber sprechen, dass er ein kleines Laufwunder ist, das uns hinten schon die Arbeit erleichtert, wenn er den Gegner hart anläuft. Er hat sich verdientermaßen belohnt, das wird ihm auch noch mal Selbstbewusstsein für die nächsten Spiele geben“, ist Dynamos Vizekapitän überzeugt.

Mit Daferners Leistungen ist natürlich auch sein Ansehen innerhalb der Mannschaft gestiegen, die ihm viel Unterstützung bietet: „Wir haben einen sehr großen Zusammenhalt. Da pusht jeder den anderen, jeder weiß, wie er den anderen anzupacken hat. Denn wir sind alle ganz verschieden, auch in unseren Persönlichkeiten. Vor allem Tim weiß auch, was mir guttut und redet mir immer gut zu“, hebt der Doppeltorschütze die Rolle des erfahrenen Vizekapitäns hervor.


DURCHKLICKEN: Die Dynamo Elf in der Einzelkritik

(1) Kevin Broll: Wie erwartet auch in dieser Saison Dynamos Nummer 1. Im ersten Durchgang mit einem eher ereignisarmen Arbeitstag, vom FC Ingolstadt kommt offensiv über weite Strecken wenig. Immer da, wenn es nötig ist, kann sich aber selten auszeichnen. In der 60. Minute beim Abschluss von Eckert-Ayensa ohne Probleme. Auch in der 79. Minute sicher, als er eine Hereingabe der Gäste locker abfängt. Setzt seine starke Serie aus der vergangenen Saison fort und bleibt unter Alexander Schmidt in allen Punktspielen ohne Gegentor. Note: 2 Zur Galerie
(1) Kevin Broll: Wie erwartet auch in dieser Saison Dynamos Nummer 1. Im ersten Durchgang mit einem eher ereignisarmen Arbeitstag, vom FC Ingolstadt kommt offensiv über weite Strecken wenig. Immer da, wenn es nötig ist, kann sich aber selten auszeichnen. In der 60. Minute beim Abschluss von Eckert-Ayensa ohne Probleme. Auch in der 79. Minute sicher, als er eine Hereingabe der Gäste locker abfängt. Setzt seine starke Serie aus der vergangenen Saison fort und bleibt unter Alexander Schmidt in allen Punktspielen ohne Gegentor. Note: 2 ©

Christoph Daferner ist auch unter Alexander Schmidt weiterhin als Angreifer in der Startelf gesetzt. Der Chefcoach weiß genau, was er an ihm hat: „Typen wie ihn gibt es in Deutschland nicht mehr so: Mittelstürmer, die sich in jeden Ball reinwerfen, wie er es beim 1:0 gemacht hat. Ich bin mit ihm schon sehr zufrieden, aber die Entwicklung ist nicht abgeschlossen, er ist ein junger Spieler.“

Warum es bei Daferner so gut läuft, dafür hat der 52-jährige Trainer eine Erklärung: „Ich glaube, dass es sich beim Christoph bezahlt macht, dass er ein unermüdlicher Kämpfer ist, einfach in jeder Trainingseinheit zuhört und ans Limit geht. Man sieht es an den Laufwerten, auch im Training, dass er diesen Biss und Willen hat. Ich glaube, wenn er so weitermacht, hat er eine gute Zukunft vor sich!“