03. August 2020 / 16:20 Uhr

Dahlewitz und Bestensee erreichen das Pokalfinale (mit Galerie)

Dahlewitz und Bestensee erreichen das Pokalfinale (mit Galerie)

Oliver Schwandt
Märkische Allgemeine Zeitung
Packender Zweikampf am Boden zwischen Andreas Roman Heinrich (l.) und Blau-Weiß-Angreifer Manuel Eicke. 
Packender Zweikampf am Boden zwischen Andreas Roman Heinrich (l.) und Blau-Weiß-Angreifer Manuel Eicke. © Oliver Schwandt
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Kreispokal Dahme/Fläming: Blau-Weiß setzt sich gegen Miersdorf/Zeuthen II durch, Union siegt mit 1:0 beim MSV Zossen.

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Die beiden Endspielteilnehmer des Kreispokalfinales der Saison 2019/2020 stehen fest! Im ersten Halbfinale setzte sich Fußball-Kreisoberligist SV Blau-Weiß Dahlewitz zuhause gegen Ligarivale SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen II am vergangenen Sonntag mit 2:0 (1:0) durch. Im anderen Duell zweier Landesklasseteams konnte der SV Grün-Weiß Union Bestensee beim MSV Zossen einen knappen 1:0-Erfolg einfahren.

Das Finale findet am kommenden Sonntag, den 9. August, um 15 Uhr in Dahlewitz statt. Für dieses Endspiel sind aufgrund der Coronabestimmungen nur 100 Fans pro Mannschaft zugelassen. Gästezuschauer sind nicht erlaubt. Schiedsrichter der Partie wird Marko Schmidt aus Dahme sein. Seine beiden Assistenten sind Daniel Läser und Nico Läufer.

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SV Blau-Weiß Dahlewitz – SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen II 2:0 (1:0): Vor 160 Zuschauern war für Gästeabwehrspieler Gordon Burmeister die Partie schon nach zwölf Minuten vorbei. Nach einer Notbremse blieb Schiedsrichter Mathias Rinas keine andere Wahl, als den Routinier mit der Roten Karte vom Platz zu stellen. Mit einem Akteur mehr auf dem Feld spielten sich die Gastgeber in der Folgezeit richtig gute Tormöglichkeiten heraus. Eine davon nutzte Fabian Szkoda, der in der Winterpause vom SV Schönefeld nach Dahlewitz gewechselt war, zur 1:0-Pausenführung aus (32.). „Von den Gästen war im ersten Durchgang offensiv nicht wirklich viel zu sehen“, informiert SV-Trainer Dirk Kasprzak.

Auch im zweiten Spielabschnitt war Dahlewitz auf heimischen Rasen tonangebend, ließ jedoch zu viele gute Möglichkeiten ungenutzt. „Wir waren zu schlampig in der Chancenverwertung“, ärgert sich Kasprzak. Ein Lächeln kehrte in sein Gesicht zurück, als er über den zweiten Treffer der Partie redet: „Wie Pascal Hannemann den erfahrenen Torwart-Routinier Anton Wittmann überlupfte, war schon allererste Sahne. So einen Treffer erzielt man sicherlich nicht jeden Tag.“

In Bildern: Blau-Weiß Dahlewitz gewinnt mit 2:0 gegen Eintracht Miersdorf/Zeuthen II.

Im Kreispokal-Halbfinale dezimierte sich Miersdorf/Zeuthens zweite Vertretung schon nach 12 Minuten durch eine Rote Karte. Fabian Szkoda (32.) und Pascal Hannemann (75.) schossen Blau-Weiß Dahlewitz dann ins Pokalfinale. Zur Galerie
Im Kreispokal-Halbfinale dezimierte sich Miersdorf/Zeuthens zweite Vertretung schon nach 12 Minuten durch eine Rote Karte. Fabian Szkoda (32.) und Pascal Hannemann (75.) schossen Blau-Weiß Dahlewitz dann ins Pokalfinale. © Oliver Schwandt

Auch für den Gegner hat er ein Lob übrig: „Ein dickes Kompliment meinerseits an die Eintracht, die zum Pokalspiel mit dem Kader angereist ist, der auch in der Kreisoberliga regelmäßig spielt. Das hätte nicht jeder Verein so gemacht“, sagt der SV-Coach. „Der frühe Platzverweis, der aus meiner Sicht auch berechtigt war, spielte natürlich Dahlewitz in die Karten. Die Gastgeber hatten sich auch die klareren Tormöglichkeiten herausgespielt. Bei meinem Team fehlte mit einem Spieler weniger auf dem Feld etwas die Durchschlagskraft im Spiel nach vorne. Unterm Strich geht der Erfolg für die Hausherren voll und ganz in Ordnung“, sagt Eintracht-Coach Thomas Jacob.

MSV Zossen – SV Grün-Weiß Union Bestensee 0:1 (0:0): „Es war aus meiner Sicht eine unglückliche Niederlage. Wir waren in der ersten Hälfte klar die bessere Mannschaft, haben aber unsere Chancen leider nicht genutzt. In der zweiten Halbzeit war es dann ein Spiel auf Augenhöhe. Es war ein gutes Match von beiden Mannschaften. Nach einer Freistoßsituation hat Bestensee die Situation clever genutzt. Ich habe noch einen Elfmeter für uns gesehen, aber wenn man es 90 Minuten lang nicht schafft, ein Tor zu erzielen, kann man auch nicht gewinnen. Einige Spieler haben nicht verstanden, worum es in diesem Spiel ging. Glückwunsch an Bestensee zum Erreichen des Endspiels“, so MSV-Trainer Noro Schwarz nach dem verlorenen Halbfinale.

Die 160 Zuschauer sahen ein sehr schnelles Spiel zweier Teams, die mit viel Einsatz- und Kampfeswille agierten. Beide Mannschaften schafften es jedoch nicht, sich im ersten Abschnitt sich gute Möglichkeiten zu erarbeiten. Nach dem Seitenwechsel erhöhten beide Teams die Schlagzahl. Der einzige Treffer der Begegnung fiel nach einer Standardsituation. Einen Freistoß aus 25 Metern von Paul Niesler konnte MSV-Keeper David Heners an den Pfosten lenkten. Von diesem sprang der Ball Gordon Schust vor die Füße, der anschließend nicht viel Mühe hatte, das Leder über die Linie zu drücken (66.). Als die Hausherren in der Schlussphase alles auf eine Karte setzten, ließen die Gäste noch zahlreiche gute Möglichkeiten leichtfertig liegen. Unter anderem traf Michael Birch-Hirschfeld nur den Pfosten des MSV-Gehäuses (81.).

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In der 92. Minute sah MSV-Akteur Tom Franke nach einem zu intensiv geführten Zweikampf noch die Rote Karte. „Diese Entscheidung war für mich etwas zu hart“, nahm Gästecoach Thomas Niesler den Akteur aus Zossen in Schutz. Ansonsten freute er sich über das Erreichen des Pokalendspiels: „Ich denke, es war ein Duell auf Augenhöhe. Meine Mannschaft hat eine hervorragende Vorstellung gezeigt und gegen eine offensivstarke MSV-Elf keinen Gegentreffer zugelassen. Jetzt gucken wir mit sehr viel Vorfreude auf die schwere Partie in Dahlewitz, die wir aber unbedingt gewinnen wollen. Wir werden gegen eine richtig starke Truppe sicherlich das Beste geben um den Pokalsieg zu erreichen.“