21. Februar 2020 / 06:15 Uhr

Daichi Kamada verspricht nach Drei-Tore-Gala: Jetzt soll es endlich auch in der Bundesliga klappen

Daichi Kamada verspricht nach Drei-Tore-Gala: Jetzt soll es endlich auch in der Bundesliga klappen

Roman Gerth
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Daichi Kamada war mit drei Toren für Eintracht Frankfurt der Mann des Abends beim 4:1 gegen Salzburg.
Daichi Kamada war mit drei Toren für Eintracht Frankfurt der Mann des Abends beim 4:1 gegen Salzburg. © 2020 Getty Images
Anzeige

Mit drei Toren hat Daichi Kamada dafür gesorgt, dass Eintracht Frankfurt mit einem Bein im Achtelfinale der Europa League steht. Der Japaner legte im Hinspiel des Sechszehntelfinals gegen den FC Salzburg eine Gala hin. In der Rückrunde war Kamada bisher außen vor – doch die europäische Bühne liegt ihm.

Anzeige
Anzeige

Daichi Kamada ist ein stiller Held. Der Dreifach-Torschütze trat nach dem 4:1-Sieg von Eintracht Frankfurt gegen den FC Salzburg im Hinspiel des Europa-League-Sechszehntelfinals fast schüchtern vor die wartenden Journalisten. Der Japaner hielt den Spielball, den er nach seinen drei Treffern im Schlepptau hatte, immer fest in der Hand. Kamada sprach leise, kaum hörbar – und sein Landsmann Makoto Hasebe stand daneben, er übersetzte die Worte seines Mannschaftskollegen. „Ich freue mich natürlich sehr, dass ich drei Tore geschossen habe“, sagte Kamada. „Nach meiner Verletzung habe ich es ein der Rückrunde noch schwer gehabt. Daher habe ich natürlich nicht gedacht, dass ich heute gleich drei Tore schieße.“

Mehr vom SPORTBUZZER

Mit einem Bänderriss fiel der 23-Jährige zum Jahresauftakt gegen Hoffenheim aus. Danach schickte ihn Eintracht-Trainer Adi Hütter in der bisherigen Rückrunde nur beim 1:1 bei Fortuna Düsseldorf in den zweiten 45 Minuten auf den Platz. Dabei war der dribbelstarke Mittelfeldspieler im Herbst stark in Form – das bewies er vor allem in der Europa League, mit zwei Toren beim FC Arsenal (2:1) und einem Treffer gegen Vitoria Guimaraes (2:3). Zudem hatte er zwei Vorlagen beim 2:1-Erfolg über Standard Lüttich beigesteuert. Doch Kamada ist nur international ein (Tor-)König: Alle sechs Saison-Treffer erzielte er in der Europa League!

Kamada: "Will endlich in der Bundesliga treffen"

Sein Ziel ist daher nur logisch. „Ich will endlich auch mal in der Bundesliga treffen“, sagte Kamada nach dem Hattrick gegen Salzburg, der Frankfurt dem erneuten Einzug ins Achtelfinale auf europäischer Bühne ein großes Stück näher brachte. Zu einem Liga-Treffer hat es in bisher 20 Partien noch nicht gereicht. Ob Hütter in den kommenden Bundesliga-Spielen wieder vermehrt auf ihn setzt, ließ der Frankfurter Coach offen. Doch der Einsatz gegen Salzburg nach Kamadas schwierigen Anfangswochen in 2020 war Teil des Salzburg-Plans.

Das sind die spektakulärsten Fan-Choreografien

Die schönsten Choreografien im Überblick: Ob Dortmund, Madrid, Rom oder Frankfurt  In diesen Stadien haben Fußballfans mit ihren Choreos in den letzten Jahren Maßstäbe gesetzt. Zur Galerie
Die schönsten Choreografien im Überblick: Ob Dortmund, Madrid, Rom oder Frankfurt  In diesen Stadien haben Fußballfans mit ihren Choreos in den letzten Jahren Maßstäbe gesetzt. ©

Nach dem 4:1-Erfolg erklärte Hütter: „Ich wollte einen Spieler bringen, der sich mit dem Ball immer zeigt, der mit dem Ball gut umgehen kann. Damit wollte ich den Gegner überraschen.“ Das zeigte Kamada vor allem bei seinem zweiten Tor des Abends, als er die Salzburger Abwehr austanzte und FC-Keeper Cican Stankovic überlupfte. Doch sein Coach war sichtlich überrascht, dass sein Schützling so aufdrehte. „Dass er drei Tore macht, überrascht mich schon. Er hat uns damit den Weg zum Sieg geebnet“, sagte der Österreicher.

Kapitän Trapp lobt Kamada für "unglaublich gute Technik"

Lob gab es für Kamada auch von Kevin Trapp. „Es ist fantastisch für ihn, vor allem, weil er nach der Verletzung nicht richtig in Tritt kam bisher“, betonte der Torwart der SGE. „Er hat seine unglaublich gute Technik und ein gutes Auge. Er spielt Bälle, die nur wenige Spieler so spielen.“ Die Torgefahr des Japaners erwähnte Trapp nicht explizit, „auch wenn er im Training schon häufiger mal trifft“ – und eben wie losgelöst in der Europa League.