08. November 2019 / 12:20 Uhr

Neue Trainerin, optimierter Kader, starke Nerven: Siebter Sieg der TKH in Folge? 

Neue Trainerin, optimierter Kader, starke Nerven: Siebter Sieg der TKH in Folge? 

Simon Lange
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Neue Trainerin, optimierter Kader, starke Nerven: Siebter Sieg der TKH in Folge? 
Neue Trainerin, optimierter Kader, starke Nerven: Siebter Sieg der TKH in Folge?  © Florian Petrow
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Sechs Siege in Folge, erst eine Saisonniederlage, Platz zwei in der Basketball-Bundesliga – die TK Hannover-Frauen befinden sich auf einem Höhenflug. Wir erklären vor dem Heimspiel am Samstag gegen XYCDE Angels Nördlingen (18.30 Uhr, Halle Birkenstraße) die Gründe für die Erfolgsserie.

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Die Damen des Turn Klubb zu Hannover haben bereits ihr sechstes Spiel in Folge gewonnen. Das liegt nicht nur an der neuen Trainerin Aliaksandra Tarasava - vor dem Heimspiel am Samstag gegen XYCDE Angels Nördlingen schauen wir uns die Gründe für die Erfolgsserie an.

Mini-Kader, Selbstvertrauen, Kader-Mix:

Der Mini-Kader: Das Team ist mit nur zehn Profis kleiner als in den vergangenen Jahren. Jede Akteurin bekommt so mehr Spielzeit. Keine hat mehr schlechte Laune, weil sie zu wenig auf dem Parkett steht. Das stärkt auch die Stimmung im Team.

Das Selbstvertrauen: Jeder Sieg gibt dem Team mehr Sicherheit. „Wir schwimmen diese Welle“, sagt Kapitänin Birte Thimm.

Der Kader-Mix: Die Mannschaft wurde stark verjüngt. Die erfahrenen Spielerinnen wie Birte Thimm (32), Aliaksandra Tarasava (31) oder Stephanie Gardner (27) strahlen Ruhe aus, wovon die anderen profitieren. Die jüngeren Profis sind hungrig und, ganz wichtig: Sie dürfen Fehler machen.

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Ausgeglichenheit, Neue Trainerin, Taktik:

Die Ausgeglichenheit: Aliaksandra Tarasava gehört mit durchschnittlich fast 20 Punkten pro Spiel zu den fünf Besten der Liga. Doch in jeder Partie sticht eine weitere TKH-Spielerin hervor. Das macht Hannover unberechenbar für den Gegner.

Die Trainerin: Tatiana Gallova ist die unumstrittene, neue Chefin. Die Erfolgstrainerin aus der Slowakei regiert mit sicherer und auch mal mit harter Hand. „Wichtig ist, dass da eine verlässliche Person an der Linie steht und das Heft in der Hand hat. Und einfach immer da ist“, erklärt Thimm. Nach dem beruflich bedingten Stück-für-Stück-Rückzug von Chef Rodger Battersby als Coach fehlte die Kontinuität auf der Trainerposition – sowohl im Training als auch bei Spielen.

Die Taktik: Gallova wollte das TKH-Spiel schneller machen – und mannschaftsdienlicher mit mehr Pässen und Vorlagen. Das ist schon gelungen. „Und die Trainerin hat es geschafft, ein System auf uns Spielerinnen abzustimmen“, sagt Thimm. „Früher wurde ein System des Systems wegen gespielt.“ Thimm bescheinigt Trainerin Gallova einen „hohen Basketball-IQ“.

Bilder vom Spiel der 1. Basketball-Bundesliga zwischen den Frauen des TK Hannover und des TSV 1880 Wasserburg

Hannovers Marleen Suzan Peek (links) wird von der Wasserburgerin Ashley Williams angegriffen. Zur Galerie
Hannovers Marleen Suzan Peek (links) wird von der Wasserburgerin Ashley Williams angegriffen. ©
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Nerven, Überraschungseffekt, Auftakprogramm:

Die starken Nerven: „Was die Resultate betrifft, stehen wir gut da“. sagt Trainerin Gallova, fügt aber kritisch an: „Wir hatten auch drei Spiele, wo wir wenige Minuten vor dem Ende zweistellig führen – und es dann für die Fans interessant und spannend machen.“ Dennoch gewann ihr Team auch diese Partien. Ein Beweis für Nervenstärke. Gerade die Freiwürfe in der Schlussphase verwandelt der TKH relativ sicher.

Der Überraschungseffekt: Im Kader stehen viele Spielerinnen, die erstmals in der Bundesliga aktiv sind. Für die Gegner sind sie oft eine große Unbekannte. Klarer Vorteil TKH.

Das Auftaktprogramm: Nach dem Start gegen Wasserburg beim Season-Opening in der Swiss-Life-Hall spielte Hannover durchweg gegen schlagbare Teams. Ab jetzt wird’s wieder richtig schwer: Samstag kommt der Tabellenvierte aus Nördlingen, zuletzt siegreich gegen Meister Herne. Es folgen die Kracherduelle gegen Herne, Marburg und Spitzenreiter Keltern.

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