15. Juni 2021 / 18:25 Uhr

Damen siegen im Match-Tiebreak-Marathon, Remis für die Herren

Damen siegen im Match-Tiebreak-Marathon, Remis für die Herren

Lukas Everling
Peiner Allgemeine Zeitung
Valentin Franke aus der Herrenmannschaft gewann sein Einzel gegen den Uslarer TC – das Spiel seines Teams endete aber mit einem 3:3-Remis.
Valentin Franke aus der Herrenmannschaft gewann sein Einzel gegen den Uslarer TC – das Spiel seines Teams endete aber mit einem 3:3-Remis. © Ralf Büchler
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Match-Tiebreak für Match-Tiebreak – die Damen 40 des TSV Denstorf hatten bei ihrer Auswärtsreise zum Mündener Tennisclub schwer zu schuften. Dafür belohnten sie sich aber mit einem Sieg, was den Herren 50 und den Herren des Vereins am ersten Spieltag nicht gelungen war.

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Neun Stunden auf dem Tennisplatz, drei Stunden im Auto und am Ende ein „grandioser Erfolg“. Für die Damen 40 des TSV Denstorf startete die Landesliga-Saison mit einem 4:2-Sieg beim Mündener TC nach Plan, während sich die Herren (Bezirksliga) und die Herren 50 (Verbandsliga) jeweils mit einem Remis zufrieden geben mussten.

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Herren, Bezirksliga

TSV Denstorf – Uslarer TC 3:3 (7:7 Sätze, 57:53 Spiele). Denstorfs Kapitän René Wöhler trauert dem Sieg ein wenig nach: „Wenn wir in den Einzeln nur 2:2 spielen, dann können wir nicht den Anspruch haben, das Spiel noch zu gewinnen.“ Während Wöhler selbst und Valentin Franke ihre Einzel gewannen, unterlagen die Nummer 1 Simon Peeck und die Nummer 4 Tim Grigoleit.

„Simon hatte lange keinen Spielrhythmus, dafür hat Valentin sehr gut gespielt – obwohl der Gegner stark war“, sagt Wöhler, der gemeinsam mit Franke im Doppel das Remis sicherte. „Im erst Satz haben wir mit zu vielen Schnörkeln gespielt, die Sätze zwei und drei haben wir dann gut abgespult“, erklärt Wöhler. Auf dem Nebenfeld unterlagen Peeck und Grigoleit allerdings in drei Sätzen.

Ergebnisse: Simon Peeck – Steffen Müller 1:6, 5:7, Valentin Franke – Leon Schwerdtfeger 6:2, 6:4, René Wöhler – Aaron Seeger 6:0, 6:1, Tim Grigoleit – Niko Landskron 4:6, 6:7. Franke/Wöhler – Schwerdtfeger/Seeger 4:6, 6:3, 6:2, Peeck/Grigoleit – Müller/Landskron 0:6, 6:4, 2:6.

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Damen 40, Landesliga

Mündener TC – TSV Denstorf 2:4 (8:10 Sätze, 63:65 Spiele). Die Denstorferinnen hatten Startschwierigkeiten. Alle vier Spielerinnen verloren im Einzel den ersten Satz. „Nach einem Jahr mit Corona hatten wir kaum Matchpraxis. Wir brauchten Zeit, um unser eigenes Spiel wieder abzurufen“, erklärt Kapitänin Nicole Haertle. Im zweiten Satz lieferten die TSV-Damen dann ab: Rabea Sperlich und Nicole Haertle gewannen mit 7:5, Annette Schiefer sicherte sich sogar erst im Tiebreak mit 7:6 den Ausgleich, während Christina Rieks es mit 6:1 deutlich machte.

Alle vier Spielerinnen fanden sich im Match-Tiebreak wieder, für dessen Gewinn zehn Punkte nötig sind. „Da muss mann richtig auf Zack sein“, berichtet Haertle, die ihren erst in der Verlängerung mit 11:9 für sich entschied. Nach 0:4 glich sie aus, vergab am Ende einen Satzball, behielt dann aber doch die Oberhand. Schneller brachte Rabea Sperlich ihren Match-Tiebreak über die Bühne. Gerade erst aus der Damen 30 aufgerückt, feierte sie einen guten Einstand, weil sie ihrer Gegnerin beim 10:1 keine Chance ließ.

Christian Rieks gewann ihren entscheidenden Durchgang mit 10:8 während lediglich Denstorfs Nummer eins den Match-Tiebreak verlor (5:10). Dafür trumpfte sie an der Seite von Neuling Sperlich im Doppel auf. Nach 6:2 und 4:6 gewannen die beiden Denstorferinnen den abschließenden Durchgang deutlich mit 10:3. Gleiches Spiel auf dem Nebenplatz – nur mit anderem Ausgang: Nicole Haertle und Andrea Werner gewannen erst und mussten dann den Ausgleich hinnehmen, ehe sie 3:10 im Match-Tiebreak unterlagen.

Der Sieg war den Denstorferinnen aber ohnehin nicht mehr zu nehmen. „Ich bin super stolz, dass wir das geschafft haben“, sagt Haertle. „Wir waren der Außenseiter und haben gezeigt, dass wir mithalten können. Es wäre schön, wenn wir dieses Mal die Klasse halten können. Dafür brauchen wir wohl mindestens zwei Siege. Deshalb war dieser Erfolg schon ein kleiner Meilenstein.“

Ergebnisse: Claudia Strack – Annette Schiefer 6:3, 6:7, 10:5, Anja Lettau – Rabea Sperlich 7:5, 5:7, 1:10, Almuth Götz – Nicole Haertle 6:3, 5:7, 9:11, Esther Schmand – Christian Rieks 6:2, 1:6, 8:10, Lettau/Götz – Schiefer/Sperlich 2:6, 6:4, 3:10, Strack/Schmand – Haertle/Andrea Werner 4:6, 7:5, 10:3.

Herren 50, Verbandsliga

TG Hemmingen-Westerfeld – TSV Denstorf 3:3 (8:7 Sätze, 62:47 Spiele). Bei den Herren 50 des Vereins gab es keinen Match-Tiebreak. In Hemmingen bei Hannover spielten die Denstorfer den dritten Satz jeweils aus. Volker Eschenbrücher (2:6, 6:4, 7:6) und Michael Krückenberg-Saathoff (6:3, 1:6, 6:2) gewannen ihre Matches nach drei Sätzen und sorgten gemeinsam mit Stefan Clavey (6:4, 6:3) für die 3:1-Führung nach den Einzeln. Lediglich Heiko Engel hatte sein Spiel abgegeben.

Im Doppel gab Denstorf allerdings den Sieg aus der Hand. Nach der Zwei-Satz-Niederlage von Eschenbrücher und Ingo Eilhardt, hatten Krückenberg-Saathoff und Clavey die Chance auf den Sieg. Den dritten Satz verloren sie allerdings hauchdünn mit 6:7.

Ergebnisse: Carsten Mahnke – Volker Eschenbrücher 6:2, 4:6, 6:7, Oliver Rosenkranz – Heiko Engel 6:0, 6:3, Gregor Steinbach – Michael Krückenberg-Saathoff 3:6, 6:1, 2:6, Michael Jonas – Stefan Clavey 4:6, 3:6, Mahnke/Rosenkranz – Krückenberg-Saathoff/Clavey 6:1, 4:6, 7:6, Eggert/Steinbach – Eschenbrücher/Eilhardt 7:6, 6:2.