22. November 2022 / 19:14 Uhr

Dänemark-Trainer Hjulmand hält Proteste nach "One Love"-Verbot für möglich: "Etwas muss passieren"

Dänemark-Trainer Hjulmand hält Proteste nach "One Love"-Verbot für möglich: "Etwas muss passieren"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kasper Hjulmand bezog Stellung zur Debatte um das Verbot der One Love-Binde.
Kasper Hjulmand bezog Stellung zur Debatte um das Verbot der "One Love"-Binde. © IMAGO/PA Images (Montage)
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Dänemark-Trainer Kasper Hjulmand hat sich nach dem WM-Auftakt seiner Auswahl zum FIFA-Verbot der "One Love"-Binde geäußert. Dabei erklärte er, künftige Protestmaßnahmen für möglich zu halten. Seine Spieler nahm der Coach dabei aber aus der Verantwortung.

Dänemarks Nationaltrainer Kasper Hjulmand hat nachdenklich auf das FIFA-Verbot der "One Love"-Kapitänsbinde reagiert und künftige Protestmaßnahmen nicht ausgeschlossen. "Ich denke auch, dass etwas passieren muss, vielleicht von uns, die wir involviert sind. Aber ich denke nicht, dass wir das auf die Spieler abladen können", sagte der 50-Jährige am Dienstag nach dem 0:0 zum WM-Auftakt gegen Tunesien in Al-Rajjan.

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Der Weltverband FIFA hatte am Montag das Tragen der mehrfarbigen Binde während der WM untersagt und mit sportlichen Sanktionen gedroht. Auf eine alternative Form des Protests hatten die Dänen gegen Tunesien verzichtet. "Das ist eine extrem schwierige Situation, weil es etwas gewesen wäre, für das wir stehen. Die Spieler stehen dafür, ich stehe dafür", sagte Hjulmand.

Seine Spieler nahm er allerdings aus der Verantwortung dafür, sich nun über andere Arten des Protests Gedanken zu machen. "Ich weiß nicht, ob Sie sich vorstellen können, was für einen Fokus sie benötigen, um rauszugehen und ein WM-Match zu spielen. Es ist unfassbar schwierig, Stunde um Stunde zu verbringen, um darüber nachzudenken, wie man andere Maßnahmen ergreifen könnte."

Sein Kapitän Simon Kjaer forderte Verständnis dafür, dass man sich dem Verbot der FIFA gebeugt habe. Ansonsten hätte ihm möglicherweise eine Gelbe Karte gedroht. "Meinst du, ich sollte mit einer Gelben Karte auf den Platz gehen und dann riskieren, nach fünf Minuten eine Rote Karte zu bekommen - bei einer WM?", fragte er nach dem Tunesien-Spiel einen Journalisten.

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