03. März 2020 / 22:32 Uhr

Saarbrücken-Pokalheld Batz jubelt nach Halbfinaleinzug: "Absolut surreal" - Kwasniok gibt Party-Befehl 

Saarbrücken-Pokalheld Batz jubelt nach Halbfinaleinzug: "Absolut surreal" - Kwasniok gibt Party-Befehl 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Daniel Batz ließ sich nach seiner irren Leistung feiern - Trainer Lukas Kwasniok (r.) freut sich auf das Halbfinale. 
Daniel Batz ließ sich nach seiner irren Leistung feiern - Trainer Lukas Kwasniok (r.) freut sich auf das Halbfinale.  © 2020 Bongarts/Getty Images/dpa
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Torwart Daniel Batz hat mit seiner irren Leistung gegen Düsseldorf mit dazu beigetragen, dass Saarbrücken sensationell ins Halbfinale des DFB-Pokals einziehen konnte. Nach Abpfiff konnte er sein Glück kaum fassen - sein Trainer Lukas Kwasniok träumt schon vom Finale. 

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Saarbrücken feiert sich und seinen Keeper Daniel Batz! Der Viertligist hat sich in einem irre spannenden DFB-Pokal-Fight gegen den haushohen Favoriten Fortuna Düsseldorf mit 8:7 nach Elfmeterschießen durchgesetzt. Batz wurde am Dienstagabend zum Matchwinner - der 29-Jährige hielt nicht nur vier Strafstöße im Elfmeterschießen, sondern parierte auch in der 83. Minute den Elfmeter von Fortuna-Stürmer Rouwen Hennings.

"Es ist absolut surreal. Es war unfassbar. Wenn mein Finger nicht so weh tun würde, würde ich sagen, wir leben in einer Traumwelt", freute sich Batz ein nach dem Abpfiff am Sky-Mikrofon und war beinahe sprachlos. "Da fehlen einem langsam die Superlative, das ist was ganz Besonderes", fügte der Keeper an. Nun träumt Saarbrücken und der Torhüter vom Endspiel in Berlin. "Wir waren die klar bessere Mannschaft heute, vor allem in der Verlängerung. Wir freuen uns aufs Halbfinale".

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Kwasniok: "Werden wir erst begreifen, wenn die Auslosung stattfindet"

Trainer Lukas Kwasniok wischte sich nach dem Ende des Elfmeter-Krimis ungläubig die Augen und gab den Startschuss zu einer rauschenden Party. "Das werden wir erst begreifen, wenn die Auslosung stattfindet. Irgendjemand da oben hat es heute ganz gut mit uns gemeint", sagte Kwasniok und kündigte eine Feier an, "so dass wir wahrscheinlich morgen nicht wissen, wie der Tag heißt". Auch Tobias Jänicke, der den zwischenzeitlichen Treffer zum 1:0 erzielt hatte, brennt auf das Finale. "Ganz klar, jetzt wollen wir auch nach Berlin".

Pokalwunder: Die größten Sensationen der DFB-Pokal-Geschichte

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Kastenmeier: "Hatten Riesenchancen, aber die hat Batz alle gehalten"

Durch den Sieg zieht Saarbrücken als erstes Viertliga-Team in der Geschichte des DFB-Pokals in die Runde der letzten vier Teams ein. Ganz nebenbei kassiert der finanziell schwer angeschlagene Tabellenführer der Regionalliga Südwest rund 2,8 Millionen Euro an Prämie. Jubel also beim kleinen Klubs aus dem Saarland. Ärger hingegen bei Fortuna Düsseldorf, die nach dem leichten Aufschwung unter dem neuen Trainer Uwe Rösler dagegen einen herben Rückschlag hinnehmen und verpasste die Gelegenheit, das vermeintlich leichteste Los zum ersten Halbfinaleinzug seit 33 Jahren zu nutzen. "Wir hatten es selbst auf dem Fuß", meinte Hennings: "Es ist bitter, es tut weh."

Fortuna-Keeper Florian Kastenmeier fügte an: "Sie haben es super gemacht, wir haben keine Räume gefunden um uns zu befreien. Wir hatten Riesenchancen, aber die hat Daniel Batz alle gehalten. Klar sind wir enttäuscht, aber wir schauen jetzt auf Mainz und müssen schauen, dass wir die Liga halten."