30. August 2018 / 21:29 Uhr

Daniel Gutmann: „Ein Punkt bei Tennis Borussia Berlin wäre nicht schlecht"

Daniel Gutmann: „Ein Punkt bei Tennis Borussia Berlin wäre nicht schlecht"

Ralf Edelstein
Ostsee-Zeitung
Daniel Gutmann (Sportlicher Leiter, Greifswalder FC - 1. Herrenmannschaft): Es sind Vorschläge, die das Problem nicht großartig lösen werden. Im A-Jugendbereich sind die Jungs in einem Alter, wo es um das Abitur geht oder wo sie erstmals Schicht-Arbeit im Ausbildung machen dürfen. Richtig ist, dass reagiert werden muss. Aktuell befinden wir uns in den geburtenschwachen Jahrgängen, in fünf bis sechs Jahren könnte es schon wieder ein wenig besser aussehen. Es gibt jedoch einen Punkt, den ich befürworte. Wenn man den A-Jugendbereich erweitert, indem man die U-20-Altersklasse aufnimmt, wäre das sinnvoll. Wir merken, dass einige Spieler, die 19 oder 20 Jahre alt sind, noch nicht bereit für den Männerbereich sind. Ein drittes Jahr in der A-Jugend würde ihre Entwicklung vorantreiben. Man sollte auch über die Einführung des Norweger Modells in gewissen Bereichen der A-Jugend nachdenken. Ich denke da an die Landesliga, nicht an die Verbandsliga.
Daniel Gutmann, Sportlicher Leiter des Greifswalder FC. © Werner Franke
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Der Sportliche Leiter des Greifswalder FC spricht im Kurz-Interview über den Start in die Saison und erklärt auch, warum der Klub keine Frauenfußball-Mannschaft in der Verbandsliga stellt.

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Greifswald. Der Greifswalder FC hat einen guten Start in die Oberligasaison 2018/19 hingelegt. Sechs Punkte stehen nach drei Spieltagen auf der Habenseite. Die SPORTBUZZER unterhielt sich mit Daniel Gutmann, den sportlichen Leiter im Verein.

Morgen Abend spielt Ihre Mannschaft gegen Tennis Borussia Berlin, einen Traditionsverein. Welche Vorgabe gibt es für Ihr Team?
Daniel Gutmann: Vorab die Bemerkung, dass wir mit dem bisher Erreichten sehr zufrieden sind. Die Ergebnisse zeigen uns, dass wir in diese Liga gehören, dass wir hier durchaus mitspielen und mithalten können. Und natürlich wollen wir in Berlin unser Bestes geben. Dass es dabei gegen einen in der Fußballwelt sehr bekannten Verein geht, ist zusätzliche Motivation für alle. Niemand vom Vorstand und von den Trainern wäre böse, wenn wir mindestens einen Punkt mitnehmen.

Mit Beginn der Saison hat der Verein drei neue Spieler verpflichtet. Wie sind Ihre ersten Eindrücke?
Gutmann: In den ersten Spielen hat sich gezeigt, dass Appiah, Dos Santos und Czarnecki – jeweils auf ihren Positionen – uns weiterbringen werden. Sie passen von der fußballerischen Qualität und als „Typen“ in unsere Mannschaft. Natürlich wird es einige Zeit dauern, bis alle Abläufe im Zusammenspiel bis ins letzte Detail abgestimmt sind und funktionieren. Wenn es soweit ist, werden wir mit Sicherheit noch mehr Wirkung im Spiel gegen Gegner und Ball erzielen können.

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Am Wochenende beginnt die Saison bei den Frauen. Der GFC spielt mit zwei Mannschaften in der Kreisoberliga. Wo ist das Verbandsliga-Team geblieben?
Gutmann: In der Saison 2017/18 haben unsere Frauen noch in der Verbandsliga gespielt. Und das gar nicht so schlecht, denn wir wurden Dritter. Doch vornehmlich im Frauenbereich ist die Fluktuation wesentlich größer als in anderen Bereichen. Von daher haben wir uns entschlossen, mit zwei Mannschaften in der Kreisoberliga zu spielen. Wir wollen so wieder für die Zukunft eine schlagfertige Truppe zusammenstellen. Dabei werden uns viele junge Spielerinnen helfen, die jetzt in den Erwachsenenbereich gewechselt sind.

Interview: Ralf Edelstein

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