12. November 2019 / 21:50 Uhr

Wer gibt künftig bei 96 die Richtung vor: Kenan Kocak oder Daniel Meyer?

Wer gibt künftig bei 96 die Richtung vor: Kenan Kocak oder Daniel Meyer?

Andreas Willeke und Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Kenan Kocak (links) und Daniel Meyer (rechts) gelten bei Hannover 96 als die Topfavoriten auf die Nachfolge von Mirko Slomka.
Kenan Kocak (links) und Daniel Meyer (rechts) gelten bei Hannover 96 als die Topfavoriten auf die Nachfolge von Mirko Slomka. © imago images/Jan Huebner/Picture Alliance
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Der eine gilt als der Favorit von Sportdirektor Jan Schlaudraff, der andere als der von von Profichef Martin Kind: Wer wird neuer Trainer von Hannover 96? Daniel Meyer und Kenan Kocak sind die Topfavoriten. Außenseiterchancen hat nach SPORTBUZZER-Infos Markus Kauczinski.

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Endspurt im Trainercasting – es scheint auf ein Duell hinauszulaufen. Offenbar sind nur noch zwei Kandidaten in der engeren Wahl: Daniel Meyer (40) oder Kenan Kocak (38) – wer wird Trainer von Hannover 96? Oder grätscht in letzter Sekunde doch noch ein dritter Bewerber dazwischen?

Aufsichtsrat tagt unter Vorsitz von Thomas Fischer

Am Dienstagabend tagte der Aufsichtsrat mit dem neuen Vorsitzenden Thomas Fischer, dem Nachfolger von Ex-Kanzler Gerhard Schröder. Für den Sportbereich sitzt Ex-96-Kapitän Bastian Hellberg in dem Gremium. Thema war auch die Trainerwahl. Vielleicht schon am Mittwoch soll die Entscheidung bekanntgegeben werden, am Donnerstag soll der neue Coach sein erstes Training leiten. So zumindest der Plan.

Meyer ist der Favorit von Sportchef Jan Schlaudraff, 96-Chef Martin Kind bevorzugt Kocak. Was zeichnet die Kandidaten aus?

Das meinen die Fans zur Trainersuche bei Hannover 96:

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Fanmeinung zur Trainersuche bei Hannover 96 ©
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Meyer war vom damaligen Sportchef Jörg Schmadtke zum 1. FC Köln geholt worden. Er war Jugendtrainer, Leiter der Nachwuchsabteilung und wechselte 2018 zu Erzgebirge Aue. Nach dem 3. Spieltag der aktuellen Saison kam es zur Trennung. Grund war ein Zerwürfnis mit Aues Präsidenten Helge Leonhardt, Auslöser ein Trauerfall in Meyers Familie.

Meyer nennt als Vorbild Jürgen Klopp

Zudem hatte sich der Präsident in Meyers Trainingsmethoden eingemischt. Doch schon zum Ende der vorigen Zweitligasaison, die auf Platz 14 endete, gab es Streit. Meyer gilt als meinungsstark, taktisch raffiniert, bekam aber auch in der Mannschaft Probleme, weil er einzelne Spieler offen kritisierte. Als Vorbild nennt der 40-Jährige Jürgen Klopp – da hat einer noch Großes vor.

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Kocak war bereits nach dem Abstieg unter den letzten drei Kandidaten. Markus Anfang schied im Vorstellungsgespräch aus, er soll finanziell zu viel gefordert haben. Da blieben nur noch Kocak und Mirko Slomka. Das Ergebnis ist bekannt – und Slomka schon wieder entlassen. Nach dem der Wunschtrainer und Ex-Dortmunder Alex Frei abgesagt hatte, rückte Kocak wieder in den Blick, auch weil er frei ist.

Kocak hat schwer erziehbare Jugendliche betreut

Als Profi spielte der defensive Mittelfeldspieler unter anderem bei Waldhof Mannheim in der 2. Liga und in Salzburg. Nach der aktiven Karriere war er erst in Mannheim als Sozialarbeiter angestellt, betreute schwer erziehbare Jugendliche. Vielleicht keine schlechte Voraussetzung, um mit einer schwierigen Mannschaft wie bei 96 klarzukommen.

Er trainierte dann Waldhof in der Regionalliga. Im Juli 2016 übernahm er für gut zwei Jahre den Zweitligisten Sandhausen. In beiden Spielzeiten hielt Sandhausen souverän die Klasse. Seit einem Jahr ist Kocak jetzt ohne Verein, nutzte die Zeit für Hospitationen, unter anderem bei Pep Guardiola in Manchester. Sein Vorteil im Trainercasting: Er kennt die 2. Liga, und seine Mannschaften stehen defensiv stabil. Diese Sicherheit muss 96 wiederfinden.

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Mit Blick auf die vor allem abzustellende Abwehrschwäche soll ein Offensivspiel-Prediger wie Alexander Zorniger ausgeschieden sein beim 96-Casting. Auch Hannes Wolf – früher bei den aktuellen Zweitliga-Topklubs Hamburger SV und Stuttgart im Dienst – passt da nicht ins Profil. Eine Außenseiterchance hat noch Markus Kauczinski, der im April beim FC St. Pauli entlassen wurde.

Wohl keine Zukunft für Saric und Barlemann

Als Co-Trainer würde Meyer seinen Bruder André mitbringen. Auch dass Kocak mit den aktuellen Assistenten Asif Saric und Lars Barlemann weitermachen würde, gilt als sehr unwahrscheinlich.

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