05. Dezember 2022 / 17:53 Uhr

Gerangel mit deutschem Schiedsrichter Siebert hat Nachspiel: FIFA ermittelt gegen Uruguay

Gerangel mit deutschem Schiedsrichter Siebert hat Nachspiel: FIFA ermittelt gegen Uruguay

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Daniel Siebert ist nach Abpfiff von einigen uruguayischen Nationalspielern bedrängt worden.
Daniel Siebert ist nach Abpfiff von einigen uruguayischen Nationalspielern bedrängt worden. © IMAGO/Agencia EFE
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Kurz nach Abpfiff des WM-Gruppenspiels zwischen Uruguay und Ghana ist der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert von zahlreichen Spielern der Südamerikaner angefeindet worden. Nun ermittelt die FIFA wegen der Vorfälle.

Wegen der Tumulte im Anschluss an das letzte WM-Gruppenspiel gegen Ghana (2:0) muss der Fußballverband Uruguays mit einer Strafe rechnen. Der Weltverband FIFA teilte am Montag mit, dass er Ermittlungen eingeleitet hat. Es geht um mögliche Verstöße gegen Artikel 11 (Anstößiges Verhalten und Verstöße gegen die Grundsätze des Fairplay), 12 (Fehlverhalten von Spielern und Offiziellen) und 13 (Diskriminierung) des FIFA-Regelwerks. Gegen die Spieler José María Giménez, Edison Cavani, Fernando Muslera und Diego Godín wurden separate Verfahren eingeleitet.

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Nach dem Schlusspfiff hatten mehrere Spieler Uruguays gepöbelt und auch den Berliner Schiedsrichter Daniel Siebert und dessen Assistenten bedrängt. Siebert hatte den Südamerikanern in gleich drei Szenen einen möglichen Elfmeter verweigert, Uruguay fehlte ein Tor zum Weiterkommen.

Auslöser der wilden Proteste war eine Szene kurz vor dem Ende des Spiels, als Uruguay-Stürmer Edinson Cavani sein Bein in den Laufweg von Alidu Seidu stellte und prompt im Strafraum umgerannt worden war. Siebert bewertete die strittige Szene als nicht ausreichend für einen Elfmeter. Eine strittige Entscheidung.

Wegen seines unglücklichen Auftritts wird über ein vorzeitiges WM-Aus für Siebert spekuliert. Sollte es so kommen, würde Siebert in unrühmlicher Weise auf Felix Brych folgen, der 2018 in Russland Serbien im Vorrundenspiel gegen die Schweiz einen Elfmeter verweigert hatte und danach nicht mehr zum Einsatz kam.

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