26. Februar 2022 / 12:24 Uhr

Erfolgreicher Einspruch der Konkurrentin: Skicrosserin Daniela Maier droht Verlust von Olympia-Bronze

Erfolgreicher Einspruch der Konkurrentin: Skicrosserin Daniela Maier droht Verlust von Olympia-Bronze

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Skicrosserin Daniela Maier muss um ihre olympische Bronze-Medaille vielleicht noch einmal zittern.
Skicrosserin Daniela Maier muss um ihre olympische Bronze-Medaille vielleicht noch einmal zittern. © IMAGO/Stanislav Krasilnikov/ITAR-TASS
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Skicrosserin Daniela Maier droht der Verlust ihrer olympischen Bronzemedaille. Die Deutsche war beim Frauen-Rennen bei den Winterspielen in China durch einen Juryentscheid von Rang vier auf drei vorgerückt. Doch jetzt hatte ihre Schweizer Konkurrentin mit einem Einspruch Erfolg.

Der deutschen Skicrosserin Daniela Maier droht der nachträgliche Verlust ihrer Olympia-Bronzemedaille. Die Berufungskommission des Weltverbands Fis hat nach einem Einspruch der viertplatzierten Fanny Smith und des Schweizer Skiverbands entschieden, den Juryentscheid beim Finale des Frauen-Rennens bei den Winterspielen in China aufzuheben. Das teilte die Fis am Samstag mit. Smith wird demnach nun auf Rang drei gewertet, Maier als Vierte. Die Aberkennung des dritten Platzes ist nicht automatisch gleichbedeutend mit dem Verlust der Olympia-Medaille. Ein mögliches Szenario wäre, dass eine weitere Bronzemedaille vergeben wird.

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Das Internationale Olympische Komitee kündigte auf Anfrage an, dass man die Situation bewerten werde, wenn alle Einsprüche abgeschlossen seien. Der Deutsche Skiverband (DSV) will die Fis-Entscheidung nicht akzeptieren. „Wir prüfen alle rechtlichen Schritte. Wir wollen das nicht hinnehmen“, sagte ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Die Schweizerin Smith war im Skicross-Finale im chinesischen Zhangjiakou am 17. Februar zunächst auf dem dritten Platz ins Ziel gekommen, einen Rang vor Maier. Beim Sieg der Schwedin Sandra Näslund vor der Kanadierin Marielle Thompson wurden von der Jury allerdings nur Gold und Silber sofort bestätigt. Der dritte Platz wurde Smith nach einem minutenlangen Videostudium aberkannt. Nach Meinung der Jury hatte die 29-Jährige auf der Zielgeraden ihre deutsche Kontrahentin durch einen Schritt nach links behindert.

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Die Berufungskommission ist laut Fis viermal zusammen getreten und nach stundenlanger Analyse zu der Erkenntnis gekommen, dass der Kontakt zwischen den Athletinnen weder beabsichtigt noch vermeidbar war. Es hätte demnach eine Verwarnung gegen Smith ausgesprochen werden müssen, die aber keine Sanktion zur Folge hat. „Ich bin natürlich erleichtert über diesen Entscheid“, sagt Smith. „Denn ich war stets überzeugt, dass ich keinen Fehler gemacht habe. Gleichzeitig schmerzt es mich aber für Daniela Maier, welche nun die Leidtragende der Situation ist.“