18. Oktober 2020 / 14:14 Uhr

Dank Blumenthal-Doppelpack: MSV Neuruppin bleibt weiter unbesiegt

Dank Blumenthal-Doppelpack: MSV Neuruppin bleibt weiter unbesiegt

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Duell zweier technisch versierter Kicker: Werders Ramazan Günel (l.) und Neuruppins Maurice Malak.
Duell zweier technisch versierter Kicker: Werders Ramazan Günel (l.) und Neuruppins Maurice Malak. © Dirk Becker
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Brandenburgliga: Am siebten Spieltag setzte sich der MSV Neuruppin im Heimspiel gegen den Werderaner FC mit 3:1 durch.

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MSV Neuruppin – Werderaner FC 3:1 (2:0). Tore: 1:0 Kevin Blumenthal (11.), 2:0 Rafael Conrado Prudente (31.), 3:0 Blumenthal (75.), 3:1 Tim Steuk (76.). Zuschauer: 234. Der MSV lässt einfach nicht locker – auch eine glanzlose Leistung am 7. Spieltag gegen den Werderaner FC genügte den Schützlingen von Trainer Henry Bloch für drei Punkte. „Es war das erwartet schwere Spiel, ein typischer Arbeitssieg. Fußballerisch geht deutlich mehr, wichtig sind aber die drei Punkte und für die hat es gereicht“, fasste der Coach zusammen. Nach dem 3:1-Heimerfolg vor einer guten Kulisse bleibt der MSV in dieser Saison – ob Meisterschaft oder Pokal – ungeschlagen.

„Der angestrebte Bonuspunkt wäre möglich gewesen. Es war mehr drin“, ärgerte sich auf der anderen Seite WFC-Trainer Ingo Hecht nach der Auswärtsniederlage am siebten Spieltag. „Mit ihrer individuellen Klasse, nicht mit der Spielstärke des Kollektivs, gewinnen die Neuruppiner das Spiel und wir helfen bei den Gegentoren mit.“

In Bildern: MSV Neuruppin besiegt den Werderaner FC.

<b>MSV Neuruppin – Werderaner FC 3:1 (2:0).</b> Tore: 1:0 Kevin Blumenthal (11.), 2:0 Rafael Conrado Prudente (31.), 3:0 Blumenthal (75.), 3:1 Tim Steuk (76.). Zuschauer: 234. Zur Galerie
MSV Neuruppin – Werderaner FC 3:1 (2:0). Tore: 1:0 Kevin Blumenthal (11.), 2:0 Rafael Conrado Prudente (31.), 3:0 Blumenthal (75.), 3:1 Tim Steuk (76.). Zuschauer: 234. © Dirk Becker

Erneut mussten die Fontanestädter in der Startformation ohne den etatmäßigen Kapitän Marcus Lemke auskommen. Defensivchef Kevin Blumenthal erwies sich aber einmal mehr als idealer Ersatz. Nicht nur in der Abwehr sorgte der 31-Jährige für die nötige und gewohnte Souveränität, auch vorne wusste er zu gefallen und avancierte mit zwei Toren zum Matchwinner. Dieses Kunststück glückte ihm im Neuruppiner Trikot bereits zu zweiten Mal, wie er selbst betonte: „2016 habe ich schon einmal einen Doppelpack geschnürt. Gegen Miersdorf müsste das gewesen sein.“ Recht hat er.

Die Führung gegen die Blütenstädter resultierte aus einer Standardsituation. Den Eckball von Maurice Malak konnte der WFC nicht entscheidend klären, Kevin Blumenthal stellte seinen Körper zwischen Ball und Gegner und erzielte mit einem platzierten Schuss aus gut 16 Metern ins rechte Eck das 1:0. „Sonst lauer ich ja auf Kopfbälle, wenn ich vorne dabei bin. Dieser Treffer war aber technisch sogar ziemlich anspruchsvoll“, sagte „Blume“ schmunzelnd. Mitte des ersten Durchgangs hatten die Hausherren Glück, als sich die Gäste über die rechte Seite fein durchkombinierten und vor Sabri Vaizov im MSV-Kasten auftauchten. Im letzten Moment rauschte der eingerückte Michel Klemz dazwischen und bewahrte sein Team vor dem Ausgleich. Eben jener Klemz war nur fünf Minuten später Ausgangspunkt des zweiten MSV-Treffers.

Schwere Auswärtsaufgabe bei Grün-Weiß Lübben

Gegen zwei Gegenspieler behauptete er sich auf der rechten Seite und steckte auf Lukas Kraeft durch, der von der Grundlinie den in der Mitte verwaisten Rafael Prudente fand. Der Brasilianer, einst für den WFC aktiv, nutzte den Freiraum – 2:0. „Der Vorsprung zur Halbzeit hat uns in die Karten gespielt, wir mussten uns das gegen einen Gegner, der alles reingehauen hat und in den Zweikämpfen voll da war, hart erarbeiten“, fand Kevin Blumenthal, dessen zweiter Streich eine Viertelstunde vor Ultimo für Ruhe sorgte.

Nach einem Japs-Freistoß setzte Kraeft energisch nach – Blumenthal traf im Fallen zum 3:0. „Ein Abstauber, da stand ich goldrichtig.“ Der Freistoßtreffer von Tim Steuk zum 1:3 aus Werderaner Sicht bedeutete lediglich Ergebniskosmetik, an den drei Punkten für den MSV änderte dies nichts. „Das war nicht einfach, wir mussten hochkonzentriert bleiben. Letztlich war der Sieg aber verdient“, fand Blumenthal, dessen primärer Fokus trotz seiner zwei Tore auf der Abwehrarbeit liegt: „Mal wieder zu Null zu spielen, wäre schön. In Lübben erwartet uns eine harte Probe.“

MSV Neuruppin: Vaizov – Haack, Blumenthal, Vladimirov – Malak (60. Japs), Machado (46. Logins), Kraeft, Kratz (46. Lemke), Klemz (75. Hink) – Prudente (76. Milushev), Matthäs.

Werderaner FC: Spangenberg – Günel, Müller, Teichmann, Muschter (89. Kaerger) – Dethloff (89. Sommer), Moryson (63. Wallroth), Steuk, Albrecht – Richter, Eichstädt (70. Kovacs).