17. September 2021 / 22:24 Uhr

Dank Ekkelenkamp und Eigentor: Hertha BSC gelingt gegen Fürth zweiter Sieg in Folge

Dank Ekkelenkamp und Eigentor: Hertha BSC gelingt gegen Fürth zweiter Sieg in Folge

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hertha BSC hat das Freitagabendspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth gewonnen.
Hertha BSC hat das Freitagabendspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth gewonnen. © IMAGO/Matthias Koch
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Hertha BSC hat am Freitagabend Moral bewiesen und sich nach Rückstand einen Heimsieg gegen Aufsteiger Greuther Fürth erkämpft. Neuzugang Jurgen Ekkelenkamp erlebte einen Einstand nach Maß.

Hertha BSC hat das zweite Bundesliga-Spiel in Folge gewonnen. Zum Auftakt des 5. Spieltags bezwang der selbsternannte "Big-City-Klub" am Freitagabend im Olympiastadion den Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth mit 2:1 (0:0). Die Berliner, die am vergangenen Wochenende beim VfL Bochum ihren ersten Saisonsieg eingefahren hatten, kämpften sich nach einem Gegentreffer durch Branimir Hrgota (57. Minute, Foulelfmeter) zurück und gewannen durch einen Treffer von Sommer-Transfer Jurgen Ekkelenkamp (61.) und einem Eigentor des Fürthers Maximilian Bauer (79.). Damit springen die Berliner um den zuletzt in die Kritik geratenen Coach Pal Dardai vorübergehend auf Platz neun, Fürth bleibt Tabellenletzter.

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Die Hertha begann die Partie mit drei Rückkehrern und erstmals mit Neuzugang Maolida Myziane in der Startelf. Gegen Fürth brachte der Berliner Chefcoach Pal Dardai wieder Routinier Kevin-Prince Boateng von Beginn an. Trainer-Sohn Marton Dardai und Marvin Plattenhardt kehrten nach Verletzungspausen zurück in die erste Elf. Nicht dabei waren am Freitagabend Lukas Klünter (Schulter-Operation) und Jordan Torunarigha (Oberschenkelverletzung), die sich beim jüngsten 3:1-Sieg in Bochum verletzt hatten. Die Gäste aus Fürth setzten voll auf die Defensive. Trainer Stefan Leitl setzte erstmals von Beginn an auf Ex-HSV-Profi Jeremy Dudziak. "Wir sind hier, um an unsere Leistungsgrenze zu kommen. Dann können wir auch etwas mitnehmen", sagte Leitl.

Zum Leidwesen der neutralen Fans zog sich die defensive Marschroute der Fürther über die komplette erste Halbzeit. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe. Die Hintermannschaften standen auf beiden Seiten so stabil, dass Chancen meist nur nach Kontern generiert wurden und insgesamt Mangelware waren. Die beste Möglichkeit zur Führung vergab Hertha-Profi Suat Serdar. Der Ex-Nationalspieler fasste sich in der 16. Minute ein Herz und zog am Strafraumrand ab - jedoch knapp rechts vorbei. Zu allem Überfluss aus Hertha-Sicht verletzte sich wenig später Abwehrspieler Dedryck Boyata (26.) ohne Fremdeinwirkung. Der Belgier musste ausgewechselt werden und vergrößerte so das Lazarett in der Defensive.

Zehn Minuten nach Wiederanpfiff der nächste Nackenschlag für die Berliner. Nach guter Anfangsphase der Hertha foulte Deyovaisio Zeefuik den Fürther Dudziak im eigenen Strafraum - Elfmeter. Torjäger Hrgota verwandelte den Strafstoß sicher zur ersten Führung des Kleeblatts seit dem Aufstieg (57.). Lange hielt diese jedoch nicht. Nach einer Ecke von Marton Dardai köpfte der gerade erst zuvor für Boateng eingewechselte Ekkelenkamp bei seinem Berlin-Debüt (kam für 3,2 Millionen Euro von Ajax Amsterdam) zum Ausgleich ein (61.). Offenbar angestachelt durch den schnellen Ausgleichstreffer nach dem Rückstand war die Dardai-Elf nun spielbestimmend - und belohnte sich für den Aufwand. Eine scharf getretene Flanke von Marco Richter brachte Fürth-Verteidiger Bauer (79.), irritiert von Ekkelenkamp, mit dem Standbein ins eigene Tor unter. Anders als die Hertha konnte sich Greuther Fürth von diesem Rückschlag nicht mehr erholen.