02. September 2020 / 00:28 Uhr

Drei rote Karten, ein wohl nicht gegebener Elfmeter und fünf Tore: Broszeit schießt Verbandsligist SVG Pönitz in die nächste Runde

Drei rote Karten, ein wohl nicht gegebener Elfmeter und fünf Tore: Broszeit schießt Verbandsligist SVG Pönitz in die nächste Runde

Max Lübeck
Lübecker Nachrichten
Lukas Broszeit schießt die SVG Pönitz mit drei Toren eine Pokalrunde weiter
Lukas Broszeit schießt die SVG Pönitz mit drei Toren eine Pokalrunde weiter © Foto: SVG Pönitz/Facebook/hfr
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Der Neuzugang der SVG Pönitz machte mit drei Treffern das Weiterkommen für den Verbandsligisten klar

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Die SVG Pönitz steht im Achtelfinale des Ostholsteiner Kreispokals! Gegen den B-Klassisten TSV Heiligenhafen tat sich die Mannschaft von Trainer Christian Born, der krankheitsbedingt von Patrick Tiedemann vertreten wurde, aber vor allem in der ersten Hälfte sehr schwer, erst in der zweiten Halbzeit machte sich schließlich der große Klassenunterschied bemerkbar. Drei rote Karten unterstreichen die Brisanz und Spannung dieses Spiels!

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SVG Pönitz-Trainer Patrick Tiedemann: "Erst in der zweiten Halbzeit konnten wir das Spiel in die richtige Richtung drehen!"

"Wir gewinnen 4:1 gegen ein aufopferungsvolles kämpfendes Heiligenhafen. Zwar hatten wir viel Ballbesitz und viele Torchancen, konnten aber erst in der zweiten Hälfte das Spiel in die richtige Richtung drehen", resümierte SVG-Co-Trainer Patrick Tiedemann nach der Partie gegenüber dem LN-Sportbuzzer.

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Ein gemeinsames Statement, das wohl alle Spieler als Botschaft an die Fans unterstützen würden: "Ihr fehlt!".  ©

SVG-Neuzugang Lukas Broszeit erzielt drei Treffer im Pokalspiel gegen den TSV Heiligenhafen

Bedanken kann sich die SVG Pönitz dabei vor allem bei Neuzugang Lukas Broszeit, der erst zu dieser Saison aus der U19 von Eutin 08 kam und gegen den TSV Heiligenhafen in seinem ersten Pflichtspiel für seinen neuen Verein dreimal einnetzte. Dabei war es der B-Klassist, der in der 60. Minute durch Binyam Berhe sensationalle in Führung ging. Den weiteren Treffer für den Verbandsligisten, der am Samstag in einem weiteren Testspiel gegen den Lübecker Kreisligisten SV Fortuna St. Jürgen gefordert ist, erzielte Justin Toth.

TSV-Trainer Antunes "unfassbar stolz" auf seine B-Klassen-Mannschaft

"Wir haben bis zur Halbzeit ein sehr, sehr gutes Spiel abgeliefert und standen wirklich toll in der Defensive. Dass es mit einem 0:0 in die Halbzeit ging, war für uns als B-Klassen-Mannschaft schon ein ganz großer Erfolg! In der zweiten Hälfte konnten wir sogar mit 1:0 in Führung gehen, bevor dann leider ein ganz eindeutiger Elfmeter für uns, der das 2:0 hätte bedeuten können, nicht gegeben wurde. Anschließend regte sich unser Torschütze Binyam dann etwas auf, aber keineswegs beleidigend oder unfair, und bekam dafür die glatte rote Karte! Mit ein bisschen Feingefühl hätte eine gelbe Karte völlig ausgereicht. Das 1:1 fiel dann aus meiner Sicht aus einer klaren Abseitsposition und somit war das Spiel dann auf einmal wieder völlig offen. Wenig später gab es dann noch eine kleine Auseinandersetzung zwischen Christian Heinritz und die Nummer 7 der SVG, wofür es zwei weitere glatte rote Karten gab. Auch hier wären Verwarnungen für beide Seiten völlig ausreichend gewesen. Beim 9 gegen 10 hingen dann die Köpfe natürlich etwas runter und man muss natürlich dazu sagen, dass wir als B-Klassen-Mannschaft keine richtige Vorbereitung gemacht haben und einfach nur unseren Verein repräsentieren und Fußball spielen wollen. Unter dem Strich verlieren wir 1:4, was sich natürlich deutlich anhört, aber bei Weitem nicht so deutlich war. Auch Patrick Tiedemann, der heute als Trainer an der Seitenlinie der SVG stand, lobte uns nach der Partie. Ich bin unfassbar stolz auf diese Mannschaft! Dieser Zusammenhalt ist fantastisch und ich bin der Meinung, dass Pönitz es mit dieser Leistung in der Verbandsliga schwer haben wird und wir mit dieser Leistung in der Kreisklasse B eher mehr Spiele gewinnen, als verlieren werden! Wäre Pönitz heute gegen uns ausgeschieden, hätte sich keiner beschweren dürfen!", berichtet TSV-Trainer Americo Antunes nach der spannungsgeladenen Partie.