06. September 2020 / 16:03 Uhr

Dank Mehmedi und Co.: Beim VfL Wolfsburg knallt's endlich

Dank Mehmedi und Co.: Beim VfL Wolfsburg knallt's endlich

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Er sah viel Gutes: VfL-Manager Jörg Schmadtke war mit dem Auftritt beim 4:1.Sieg in Magdeburg zufrieden.
Er sah viel Gutes: VfL-Manager Jörg Schmadtke war mit dem Auftritt beim 4:1.Sieg in Magdeburg zufrieden. © VfL Wolfsburg
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Im ersten Teil der Vorbereitung hatte sich der VfL Wolfsburg schwergetan, Torchancen zu kreieren und die wenigen dann konsequent zu nutzen - Vergangenheit. Bei der Generalprobe in Magdeburg war der Fußball-Bundesligist in Ballerlaune und gewann mit 4:1.

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3:0 beim Test in Köln, 4:1 bei der Generalprobe bei Viertligist 1. FC Magdeburg: Der VfL Wolfsburg hat seine Torgefahr zurückerlangt. Zuletzt hatte sich die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner schwergetan Chancen zu kreieren und diese dann effizient zu nutzen. Doch inzwischen ist der Fußball-Bundesligist wieder in Ballerlaune - auch Dank Admir Mehmedi und Daniel Ginczek, die jeweils zwei Treffer beisteuerten.

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Der VfL Wolfsburg in Magdeburg

Der VfL Wolfsburg siegt in Magdeburg. Zur Galerie
Der VfL Wolfsburg siegt in Magdeburg. ©

In den ersten drei Testspielen der Saisonvorbereitung waren dem VfL gegen Eintracht Braunschweig (0:1), Phönix Lübeck (2:0) und Holstein Kiel (2:0) gerade einmal vier Tore gelungen. Nun knipsten die Wolfsburger in den letzten beiden Partien vor dem Pflichtspiel-Start in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Union Fürstenwalde gleich siebenmal, in Magedburg gab's erst mal in der Vorbereitung vier Tore. Das freut auch den Trainer. "Die Richtung stimmt, auch gegen einen robusten, defensiven Gegner gelingt es uns immer besser, Torchancen herauszuspielen", lobte Glasner nach dem Spiel vor 1100 Zuschauern in Magdeburg.

Testspiel: VfL Wolfsburg beim 1. FC Köln

So lief der Test des VfL Wolfsburg beim 1. FC Köln. Zur Galerie
So lief der Test des VfL Wolfsburg beim 1. FC Köln. © VfL Wolfsburg

Maßgeblichen Anteil daran hat Offensivkraft Admir Mehmedi, der nach einer längeren Leidenszeit wieder aufblüht. In der vorletzten Saison war er unter Ex-VfL-Coach Bruno Labbadia richtig gut drauf, sechs Tore und sieben Vorlagen waren ihm da gelungen. In der abgelaufenen Spielzeit machten ein Muskelfaserriss und eine Achillessehnen-Verletzung dem Spielmacher einen Strich durch die Rechnung - zwei Treffer und zwei Assists standen zu Buche. Doch nun richtet Mehmedi den Blick nach vorn und ist auf dem Weg, wieder der Alte zu werden. In Magdeburg gelang ihm genau wie Teamkollege Ginczek ein Doppelpack. "Es läuft gut bei mir", sagt der 29-Jährige. "Ich bin froh, dass ich so gut durchgekommen bin. Ich hoffe, dass ich gesund bleibe. Gerade fühle ich mich sehr gut."



VfL-Test in Magdeburg

Denn in dieser Form kann Mehmedi der Mannschaft am meisten geben. Aber nicht nur er, die gesamte Offensive machte es beim FCM stark. "Die Art und Weise, wie sich die Mannschaft präsentiert, spricht für sich. Wir sind auf einem guten Weg, aber er ist noch weit", weiß Mehmedi. "Die Ergebnisse sind zweitrangig, aber umso schöner ist es, wenn man so hoch gewinnt." Ähnlich erfreut ist Jörg Schmadtke: "Wir entwickeln uns vorn in die richtige Richtung." Der Manager nach dem Magdeburg-Sieg: "Wir haben uns gute Torchancen erarbeitet – und das wirkte nicht schwer oder gepresst, sondern ging ganz gut von der Hand. Das war zu Beginn der Vorbereitung nicht der Fall."

Vorn knallt's beim VfL endlich - wie kommt's? Schmadtke: "Die Frage ist, ist das das Resultat unserer Arbeit oder ist es der Schwäche der Gegner geschuldet. Ich würde denken, es ist der Arbeit geschuldet und nicht der Schwäche der Gegner. Aber beantwortet werden solche Dinge erst, wenn die Meisterschaft läuft.“

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Eine Woche vor dem ersten Pflichtspiel geht's in die richtige Richtung, aber überbewerten wollte den Sieg in Magdeburg keiner. Mehmedi: "Es ist noch nicht alles perfekt. Im letzten Drittel tun wir uns noch etwas schwer. Gut ist, wie wir dahin kommen. Aber die Coolness und die Präzision fehlen uns noch ein wenig." In Magdeburg durfte der Kreativkopf wieder auf seiner Lieblingsposition im zentral offensiven Mittelfeld ran. "Da fühle ich mich definitiv wohler. Wenn ich Spieler um mich herum habe, die Tempo und Tiefgang haben, ist es umso besser", sagt Mehmedi und meint damit unter anderem Ginczek.

Klappt das Zusammenspiel mit ihm besser als mit Wout Weghorst? "Daniel ist ein anderer Spielertyp als Wout. Ich verstehe mich sowohl auf dem Platz als auch privat mit Daniel, das ist ja nicht immer so. Wenn er fit ist, ist er eine Waffe für uns." Das sieht auch Glasner so: "Das waren nach Wout unsere beiden besten Scorer. Ich wünsche mir für sie, dass sie gesund und fit bleiben. Dann werden sie uns mit ihrer Qualität helfen." Wo Mehmedi seine Qualität hat, "hat der Trainer schon lange erkannt, aber er muss noch 25 andere Spieler berücksichtigen, nicht nur Mehmedi. Jeder wird gebraucht, das werden die nächsten Wochen zeigen", so der Doppeltorschütze.

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