03. Juni 2021 / 13:11 Uhr

Dank Werder und Schalke: Wolfsburg jetzt am viertlängsten in der Bundesliga

Dank Werder und Schalke: Wolfsburg jetzt am viertlängsten in der Bundesliga

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Vertrag verlängert: VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer unterschrieb bis 2025.
Vertrag verlängert: VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer unterschrieb bis 2025. © Getty Images
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Der VfL Wolfsburg ist seit 1997 ununterbrochen in der Fußball-Bundesliga. Durch die Abstiege von Werder Bremen und Schalke 04 sind nur noch drei Vereine länger in Serie dabei.

Das ist beachtlich: Seit 24 Jahren gehört der VfL Wolfsburg, der am Mittwoch die Verpflichtung seines neuen Trainers Mark van Bommel bekannt gegeben hat, nun schon ohne Unterbrechung der Fußball-Bundesliga an - damit sind nur drei Vereine noch länger in Serie dabei als der Klub aus der VW-Stadt. Dass der VfL in dieser Statistik nun zu den Top Fünf gehört, ist aber erst seit kurzem der Fall, die Abstiege der Traditionsklubs Werder Bremen und FC Schalke 04 machen es möglich.

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Denn diese beiden Vereine hatten bisher vor den Wolfsburgern gelegen. Die Schalker hatten 33 Jahre in Folge der Bundesliga angehört, die Bremer gar 41 Jahre. Doch nach einer verkorksten Saison mit viel Wirbel ging es für S04 und Werder nun runter in die 2. Liga. Dadurch springt der VfL, was die längste Erstliga-Zugehörigkeit ohne Unterbrechung betrifft, auf Rang vier. Ganz vorn liegt unangefochten Bayern München (seit 1965 dabei). Auf Platz zwei steht Borussia Dortmund, der BVB war 1976 aufgestiegen und hielt die Liga trotz einiger schwierigen Saisons immer. Rang drei geht an Bayer Leverkusen, das seit 1979 zum Oberhaus zählt. Und dann kommt auch schon der VfL. Sportdirektor Marcel Schäfer freut sich: "Wir haben eine Tradition, auf die wir stolz sind."

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Denn die besagte Tradition ist es, die dem VfL oft abgesprochen wird. Zum einen, weil es den Verein vergleichsweise noch nicht so lange gibt (seit 1945), zum anderen, weil der Klub nicht so viele Fans hat wie beispielsweise Borussia Mönchengladbach oder Eintracht Frankfurt. Oder auch, weil der VfL ein 100-prozentiges Tochter-Unternehmen von Hauptsponsor Volkswagen ist. "Wir sind ein junger Klub, keine Frage. Aber wir sind dabei, der Bundesliga unseren Stempel aufzudrücken", entgegnet Schäfer und führt mit Blick auf 24 Jahren Bundesliga-Zugehörigkeit aus: "Ich denke, dass die Zahl für sich spricht. Wir sind über einen sehr langen Zeitraum in der Bundesliga vertreten, haben Höhen und Tiefen miterlebt:" Das sei "auch wichtig, wenn es um Tradition geht. Denn nicht nur die Erfolge, sondern vor allem die schwierigen Phasen schweißen zusammen."

Der VfL versucht seit längerem, sein Image in der Liga aufzupolieren. Zuletzt nahm sich der Klub in einer selbstironischen Werbekampagne selbst auf die Schippe. Dennoch, und das weiß auch Schäfer, werden „diejenigen, die uns kritisch gegenüberstehen, immer versuchen, das Haar in der Suppe zu finden. Dennoch haben wir eine Tradition, auf die wir stolz sind."

Seit 24 Jahren ununterbrochen in der 1. Liga zu sein, kommt aber auch nicht von ungefähr. Dafür muss ein Verein gut aufgestellt sein und täglich akribisch arbeiten. Dass es nicht von allein geht, zeigen die Beispiele Bremen, Schalke oder auch vor einigen Jahren der Hamburger SV. "Man muss im sportlichen Bereich, aber auch drumherum gute Arbeit leisten", bestätigt Schäfer. "Wir sind uns aber auch bewusst, dass wir aufgrund unseres Mutterkonzerns Volkswagen generell sehr gute Bedingungen und eine gute Infrastruktur haben."