08. Juli 2021 / 23:08 Uhr

Danny Röhl bleibt Assistent von Hansi Flick: Das ist der neue Co-Trainer des DFB-Teams

Danny Röhl bleibt Assistent von Hansi Flick: Das ist der neue Co-Trainer des DFB-Teams

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Danny Röhl (r.) wird auch künftig unter Hansi Flick tätig sein. Statt beim FC Bayern nun bei der Nationalmannschaft.
Danny Röhl (r.) wird auch künftig unter Hansi Flick tätig sein. Statt beim FC Bayern nun bei der Nationalmannschaft. © IMAGO/Sven Simon (Montage)
Anzeige

Vom sächsischen Amateurfußballer zum Assistenten des wichtigsten Trainers in Deutschland: Danny Röhl unterstützt Hansi Flick nach seiner Zeit beim FC Bayern ab sofort bei der deutschen Nationalmannschaft. So tickt der 32-Jährige, dem der Bundestrainer blind vertraut.

Acht Jahre lang fungierte Hansi Flick als Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft - als treuer Assistent von Bundestrainer Joachim Löw feierte er den Weltmeistertitel 2014, ehe er innerhalb des DFB auf den Posten des Sportdirektors wechselte. Er kennt das Jobprofil genau, das ein Co-Trainer beim DFB-Team erfüllen muss. Seine Entscheidung, den erst 32 Jahre alten Danny Röhl nun vom FC Bayern zur Nationalmannschaft mitzunehmen, ist gerade deshalb eine besondere - genau wie das Lob, das Flick für Röhl übrig hat.

Anzeige

Der UEFA-A-Lizenz-Inhaber sei ein "absoluter Fachmann, der meine Vorstellung und Ideen vom Fußball teilt", sagte Flick am Mittwoch. Wie gut die Zusammenarbeit passt, war in den vergangenen Jahren zu bestaunen. Flick und Röhl arbeiteten beim FCB zunächst gemeinsam als Co-Trainer von Niko Kovac; als die Bayern sich von diesem trennten, blieb Röhl Staff des neuen Chefcoaches Flick - und hatte so großen Anteil an sieben Titeln zwischen November 2019 und Mai 2021. "Ich habe fast zwei Jahre lang sehr erfolgreich und vertrauensvoll mit ihm beim FC Bayern zusammengearbeitet", stellte Flick fest, während DFB-Direktor Oliver Bierhoff den Coach für "seinen großen Fußball-Sachverstand und seine Innovationsfreude" lobte.

Der im April 1989 in Zwickau geborene Röhl war als Spieler nicht über eine kurze Karriere im sächsischen Amateurfußball hinaus gekommen. Vor seinem Engagement beim FC Bayern arbeitete er seit Oktober 2010 als Videoanalyst sowie ab Juli 2011 als Co-Trainer in der Jugend von RB Leipzig. Drei Jahre später wurde er in das Profiteam der Messestädter beordert, wo er unter Achim Beierlorzer, Alexander Zorniger, Ralf Rangnick und Ralph Hasenhüttl tätig war, unter letzterem auch als Co-Trainer. Als der Österreicher Leipzig mit Ziel FC Southampton verließ, tauschte auch Röhl die deutsche Bundesliga zumindest für sieben Monate gegen die englische Premier League ein. Im August 2019 kehrte er nach Deutschland zurück und schloss sich den Bayern an.

Danny Röhl: Bei RB Leipzig lernte er das Pressing

Röhl äußerte sich begeistert darüber, nach "spannenden Stationen" in Leipzig, Southampton und München nun beim Nationalteam arbeiten zu dürfen: "Davon träumt jeder Trainer in Deutschland. Ich brenne für diese Aufgabe." Er wolle seinen Teil dazu beitragen, "dass die Nationalmannschaft wieder an frühere Erfolge anknüpfen kann". Im jungen Alter von 32 Jahren ist Röhl, der seine aktive Karriere nach einer Kreuzband-OP beendet hatte, jetzt schon die rechte Hand des kommenden Bundestrainers. "Er ist für mich ein sehr wichtiger Mann an meiner Seite. Was die Spielphilosophie angeht, haben wir die gleiche Idee. Das ist wichtig", sagte Flick noch während seiner Zeit beim FC Bayern.

Flick und Röhl setzen voll auf das Pressing als effektive Balleroberungs-Methode. In dieser Hinsicht war die Zeit bei RB für Röhl prägend. "Meine Spielidee wurde bei RB Leipzig natürlich entscheidend beeinflusst“, sagte Röhl im Sommer 2020. Das Spiel mit Ball, das Spiel gegen den Ball, das Umschalten in Defensive und Offensive - das liegt dem Co-Trainer. Flick vertraut ihm seit der Bayern-Zeit blind. Seine Aufgabe war es häufig, in Trainingsspielen mit der B-Mannschaft den kommenden Gegner der A-Mannschaft zu simulieren. In der Nationalmannschaft heißen diese Gegner nun nicht mehr Borussia Dortmund oder RB Leipzig, sondern vielleicht bald Brasilien, Spanien oder Italien bei der WM 2022.