27. September 2022 / 08:42 Uhr

"Darf uns so nicht passieren": DFB-Star Kimmich hadert mit Leistungseinbruch in England-Spiel

"Darf uns so nicht passieren": DFB-Star Kimmich hadert mit Leistungseinbruch in England-Spiel

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Joshua Kimmich konnte sich den deutschen Leistungseinbruch gegen England nicht erklären.
Joshua Kimmich konnte sich den deutschen Leistungseinbruch gegen England nicht erklären. © IMAGO/Moritz Müller
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Erst 2:0, dann 2:3 – und nur mit viel Glück am Ende 3:3: Ersatzkapitän Joshua Kimmich hat den Leistungseinbruch des DFB-Teams gegen England scharf kritisiert. So etwas dürfe der Nationalmannschaft nicht passieren, meinte der Bayern-Profi angefressen. 

Es war ein wilder WM-Härtetest: Nur mit viel Glück trotzte die deutsche Nationalmannschaft Gastgeber England im Wembley-Stadion ein 3:3 (0:0) ab. Eine 2:0-Führung gab die Mannschaft von Bundestrainer Hansi Flick am Montagabend innerhalb von zwölf Minuten in der zweiten Halbzeit aus der Hand und lag zwischenzeitlich sogar mit 2:3 hinten. Bis zum WM-Start am 23. November mit dem Spiel gegen Japan gibt es für das DFB-Team noch einiges zu tun. Ersatzkapitän Joshua Kimmich zeigte sich ob des plötzlichen Leistungsanbruchs seiner Mannschaft angefressen: "Nach dem 2:0 werden wir viel zu passiv, schieben dann nicht mehr konsequent durch, verteidigen viel zu tief und haben dann nicht mehr den Mut, gegen den Ball zu spielen", kritisierte der Bayern-Profi bei RTL.

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Ilkay Gündogan per Foulelfmeter (53. Minute) und Havertz (67.) sorgten vor 78.949 Zuschauern für die Führung. Doch England bestrafte die folgenden Abwehrfehler und drehte durch Luke Shaw (72.), Mason Mount (75.) und Harry Kane (83., Foulelfmeter) das Blatt, bevor Havertz doch noch der Ausgleich gelang (87.). Eine Erklärung für die plötzliche Delle im Deutschland-Spiel hatte Kimmich nicht: "Wir hatten alles im Griff hier und führen verdient mit 2:0. Die Engländer haben nicht wirklich mitgespielt und vor allem in der ersten Halbzeit nur auf Konter gespielt", monierte der 27-Jährige. Es sei "irgendwie unerklärlich", dass die Engländer trotzdem den Weg zurück ins Spiel gefunden hätten.

Im Vergleich zur 0:1-Pleite in Leipzig gegen Ungarn erkannte Kimmich in England zwar "eine Verbesserung was Körpersprache, Engagement und Spielkontrolle angeht" beim DFB-Team, doch trotzdem haderte der Mittelfeldspieler mit der Partie: "Das in der zweiten Halbzeit nach einer 2:0-Führung darf uns so nicht passieren. Da geben wir das Spiel komplett aus der Hand", kritisierte der DFB-Führungsspieler.

Und trotzdem verbreitete Kimmich auch Zuversicht: "Jeder Spieler hat nochmal sechs Wochen Zeit, sich ein gutes Gefühl zu holen. Dann werden wir angreifen", sagte der DFB-Star. Ähnlich sah es Doppeltorschütze Kai Havertz: "Wir haben sieben Wochen Zeit, die Fehler abzustellen. Vielleicht war es ein gutes Spiel zum Lernen."

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