27. Dezember 2020 / 17:20 Uhr

Elmar Paulke: Die Sieg-Chance von Clemens gegen Weltmeister Wright ist keine Spinnerei

Elmar Paulke: Die Sieg-Chance von Clemens gegen Weltmeister Wright ist keine Spinnerei

Elmar Paulke
Kommt Gabriel Clemens als erster Deutscher ins Achtelfinale der Darts-WM – oder muss er Weltmeister Peter Wright wie hier zum Sieg gratulieren? Kolumnist Elmar Paulke wagt eine Prognose.
Kommt Gabriel Clemens als erster Deutscher ins Achtelfinale der Darts-WM – oder muss er Weltmeister Peter Wright wie hier zum Sieg gratulieren? Kolumnist Elmar Paulke wagt eine Prognose. © imago images (Montage)
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Die Aufgabe für Gabriel Clemens könnte kaum schwieriger sein. Als erster Deutscher in der Geschichte will er ins Achtelfinale der Darts-WM – doch sein Gegner ist Weltmeister Peter Wright. In seiner SPORTBUZZER-Kolumne nennt DAZN-Kommentator Elmar Paulke Gründe dafür, wieso der Saarländer es schaffen kann.

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Gabriel Clemens könnte als erster deutscher Darts-Profi das Achtelfinale der WM erreichen. Doch sein Gegner am Sonntagabend (20.15 Uhr, DAZN und Sport1) ist kein geringerer als der amtierende Weltmeister Peter Wright (50). Generell glaube ich, dass es für Gabriel ein einfaches Match wird, weil er überhaupt keinen Druck hat. Anders als bei seinem ersten Auftritt gegen Nico Kurz (3:1), wo die Erwartung hoch war – das hat er dann aber wirklich gut gelöst. Ich bin mir sogar sicher, dass Clemens nicht nur dann eine Chance hat, wenn Wright besonders schlecht ist, sondern selbst dann, wenn der Titelverteidiger ein gutes Spiel zeigt.

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Dieses Selbstbewusstsein darf der beste Deutsche ruhig haben. In diesem Jahr hat er den nächsten Schritt gemacht, beinahe schon regelmäßig sogar die Weltstars besiegen können. Bei einem Turnier schaffte der 37-Jährige sogar einen Average von 112 Punkten nach vier Spielen – das ist eine Ansage! Clemens eine Sieg-Chance zuzutrauen, ist daher längst keine Spinnerei oder nur bloße Hoffnung.

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Die erste Runde von Peter Wright war indes okay, aber mit 92 Punkten Average nicht überragend. Beim Schotten liegt eindeutig der Druck, er hat sicher Respekt vor dem Duell mit Clemens. Wright hat nicht das überragende Jahr 2020 hinter sich, in dem er seinen WM-Titel wirklich präsentieren konnte. Und der Saarwellinger, der vom „wahrscheinlich größten Spiel“ seiner bisherigen Karriere sprach, freut sich sehr. Gerade zum Ende der Zweitrundenpartie gegen seinen 14 Jahre jüngeren Landsmann Kurz konnte er glänzen. Das wird ihm auch gegen Wright den nötigen Rückenwind geben.