03. März 2021 / 14:57 Uhr

Das Ende einer Ära: Trainer Schmidt verlässt Platendorf nach zwölf Jahren

Das Ende einer Ära: Trainer Schmidt verlässt Platendorf nach zwölf Jahren

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
 Keine leichte Entscheidung: Ich habe mit mir gerungen, aber ich habe mich dazu entschlossen, dass es nach zwölf Jahren mal reicht, so der scheidende Coach Ralf Schmidt.
 Keine leichte Entscheidung: "Ich habe mit mir gerungen, aber ich habe mich dazu entschlossen, dass es nach zwölf Jahren mal reicht", so der scheidende Coach Ralf Schmidt. © Photowerk
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Bei Fußball-Bezirksligist TuS Neudorf-Platendorf geht eine Ära zu Ende: Coach Ralf Schmidt geht im Sommer nach zwölf Jahren. Spartenleiter Dennis Schön sucht nun einen neuen Coach und das Gespräch mit den Spielern, um zu klären, wie es weitergeht.

Nach zwölf Jahren ist Schluss: Was im Sommer 2009 begann, endet im Sommer 2021 - Ralf Schmidt hört als Trainer von Fußball-Bezirksligist TuS Neudorf-Platendorf auf! Damit geht eine Ära im Verein vorüber - möglicherweise wackelt zusätzlich sogar die Zukunft der Erstvertretung in der Bezirksliga.

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Es war keine leichte Entscheidung für Schmidt, seinen Hut nach der Spielzeit zu nehmen, wie immer sie angesichts der Corona-Einschränkungen auch enden mag. "Ich habe mit mir gerungen, aber ich habe mich dazu entschlossen, dass es nach zwölf Jahren mal reicht", so der scheidende Coach. "Vielleicht tut es gut, wenn jemand anderes tätig wird."

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Entscheidung für den Verein keine Überraschung

Wer auf Schmidt, den der TuS-Vorsitzende René Hagemann anlässlich Schmidts zehnjährigem Jubiläum als "Vereinslegende" bezeichnete, folgt, steht noch in den Sternen. "Wir haben ein paar Namen auf der Liste, aber die Gespräche kommen noch", sagt TuS-Spartenleiter Dennis Schön. "Ich hatte gehofft, dass es vielleicht noch ein Jahr dauert, bis Ralf aufhört, aber so überraschend kam die Entscheidung nicht. Er hatte schon in den Jahren zuvor darüber nachgedacht", so Schön weiter.

Ligenzugehörigkeit ungewiss

Der Verein wollte weitermachen, Schmidt nicht - "es war eine wunderschöne Zeit, deshalb fällt es mir auch nicht leicht. Ich habe viele Leute kennengelernt, viel erlebt." Wie den Aufstieg in die Landesliga, in der Schmidt mit dem TuS zwei Jahre lang spielte. Wie sich Schmidt verabschiedet, ob es mit einem Spiel auf dem Platz klappt oder nicht, ist durch die Corona-Lage ungewiss. Ob der Coach anschließend offen für ein neues Team wäre, kann Schmidt noch nicht sagen: "Mal sehen, was die Zukunft bringt."

Das gilt auch für das TuS-Team selbst. "Viele Spieler sind wegen Ralf da. Ich werde am Wochenende mit ihnen sprechen, um in Erfahrung zu bringen, wer bleibt und wer nicht", sagt Schön. "Wenn natürlich 18 Spieler gehen wollen, können wir die Erste nicht in der Bezirksliga melden. Wir müssen aber auch sehen, was für einen Trainer wir kriegen - daran hängen ja oft auch Spieler-Zusagen."