19. November 2020 / 17:47 Uhr

Das Frankfurt-Duell könnte für die VfL-Frauen zum Stimmungsspiel werden

Das Frankfurt-Duell könnte für die VfL-Frauen zum Stimmungsspiel werden

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Kopf hoch! Svenja Huth und der VfL Wolfsburg wollen gegen Eintracht Frankfurt wieder für gute Stimmung sorgen.
Kopf hoch! Svenja Huth und der VfL Wolfsburg wollen gegen Eintracht Frankfurt wieder für gute Stimmung sorgen. © Boris Baschin
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Der VfL Wolfsburg ist in der Frauenfußball-Bundesliga auf Wiedergutmachung aus: Nach dem 1:4 gegen Bayern kommt jetzt der Gradmesser gegen Eintracht Frankfurt. Ein Spiel, das das Team gewinnen muss, um seine Titel-Ambitionen zu untermauern. Und um mit guter Laune in die Länderspielpause zu gehen.

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Jetzt gilt's! Nach der 1:4-Klatsche im Top-Duell mit dem FC Bayern München am vergangenen Sonntag wartet in der Frauenfußball-Bundesliga mit Eintracht Frankfurt (Freitag, 19.15 Uhr, live auf Eurosport) ein Gegner auf den VfL Wolfsburg, den das Team von Trainer Stephan Lerch wieder schlagen muss, um seine Titel-Ambitionen zu untermauern.

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Unter neuem Namen wollen die Frankfurterinnen eigentlich hoch hinaus und langfristig auf die internationale Bühne zurück. Doch davon ist im Moment noch nichts zu sehen. Nach neun Spielen stehen nur 14 Punkte auf dem Konto der Hessinnen, das reicht nur für Platz 5. "Ich denke, dass sie sich an der einen oder anderen Stelle sicher mehr ausgerechnet haben", sagt Lerch über den nächsten Gegner. Wolfsburgs Coach sieht aber dennoch "eine Mannschaft mit Qualität. Wenn es sein Potenzial abruft, ist es schon ein Team, das ich am Ende der Saison weiter vorn erwarte."

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Doch in erster Linie muss der VfL auf sich schauen, will mit einem guten Gefühl in die spielfreie Woche gehen. Das Duell mit Frankfurt könnte also zum Stimmungsspiel werden. "Für uns ist es schon von Bedeutung, wie wir dann in die Länderspielpause reingehen. Es ist nicht nur von der Tabellen-Konstellation und vom Gegner her ein wichtiges und schwieriges Spiel, sondern auch von der Gesamtatmosphäre her", gibt Lerch zu. Im Dezember soll dazu auch die Champions League starten, schlechte Laune braucht da in Wolfsburg niemand. Der VfL-Coach: "Da ist es sicherlich von Vorteil, dieses Spiel jetzt zu gewinnen, um ein gutes Gefühl zu haben."

"Auch Wolfsburg ist in dieser Saison schlagbar"

Mit Laura Freigang kickt die derzeitige Top-Torjägerin der Liga im Eintracht-Trikot. Zehn Tore in neun Spielen sprechen für die 22-Jährige Stürmerin. Lerch kennt ihren Werdegang: "Sie hat schon Erfahrungen in den USA gesammelt und man weiß, dass dort sehr viel Wert auf die Physis gelegt wird." Dementsprechend "fällt sie auch gerade durch ihre Physis und Dynamik auf. Sie ist eine junge, talentierte Spielerin mit Torjäger-Qualitäten und eine der auffälligsten Akteurinnen im Eintracht-Kader."

Und die Stürmerin schickt direkt mal eine Kampfansage nach Niedersachsen: "Wolfsburg hat gute Individualspielerinnen, die aber auch sehr gut als Team funktionieren. Gegen sie haben wir uns, genau wie der Rest der Liga, immer schwergetan. Aber das Ergebnis gegen die Bayern am vergangenen Sonntag hat gezeigt, dass auch Wolfsburg diese Saison schlagbar ist", wird Freigang selbstbewusst auf der Vereinshomepage zitiert. "Wir haben nichts zu verlieren und können frei aufspielen."

Für Trainer Niko Arnautis bleibt der VfL aber der Favorit: "Wolfsburg ist eine sehr spielstarke Mannschaft, auch wenn momentan die eine oder andere Spielerin angeschlagen fehlt und sie nach dem 1:4 in München etwas unter Druck geraten sind. Der VfL ist herausragend auf allen Positionen mit Nationalspielerinnen bestückt und die Erfolge in den vergangenen Jahren sprechen für sich. Wir gehen als Underdog ins Spiel – aber man weiß ja nie, was in 90 Minuten alles passieren kann."